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Rad-Cup Mittelhessen soll feste Größe werden

Artikel vom 12.02.2010 - 10.00 Uhr

Rad-Cup Mittelhessen soll feste Größe werden

(cso) »Es sind drei Radrennen innerhalb von zwei Tagen in einer Region.« So fasste Stephan Dietel vom eigens gegründeten Orga-Team die Veranstaltung zusammen, die in dieser Form am 5. und 6. Juni erstmals ausgetragen wird und unter Rad-Cup Mittelhessen firmiert. Am Donnerstagabend wurde der Rad-Cup Mittelhessen in einem Pressegespräch vorgestellt.
Lieferten erste Informationen zum Rad-Cup Mittelhessen (v. l.): Dr. Bernd Wieczorek (Bürgermeister Lollar), Horst Klinkel (Orga-
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Lieferten erste Informationen zum Rad-Cup Mittelhessen (v. l.): Dr. Bernd Wieczorek (Bürgermeister Lollar), Horst Klinkel (Orga-Team Rad-Cup), Karl-H. Leschhorn (Radsportbezirk Lahn), Gerd Kloske (RV Gießen-Kleinlinden), Horst Hormann (Bürgermeister Allendorf/Lda.), Kurt Hillgärtner (Bürgermeister Rabenau), Torsten Günther (RSG Gießen und Wieseck), Thomas Brunner (Bürgermeister Wettenberg), Werner Speier (Orga-Team), Klaus Krombach, Werner Pfaff (beide RV Lollar). (Foto: cso)
Unter der Federführung der RSG Gießen und Wieseck, des RV Lollar sowie des RV Gießen-Kleinlinden bilden ein Einzelzeitfahren und zwei Rundkurse (kurze und lange Runde) die einzelnen Läufe, die jeweils von einem der Vereine betreut werden.

Zum ersten Pressegespräch stellten sich gestern nicht nur die Vereinsvertreter, sondern auch die Bürgermeister der ausrichtenden Kommunen, die zum Teil ebenfalls über Radfahrerfahrung verfügen.

Der Samstag (5. Juni) startet mit dem »Einzelzeitfahren Schmelz«. Der 11,5 km lange Streckenverlauf nimmt seinen Anfang in Salzböden und führt über die Schmelzmühle nach Krofdorf-Gleiberg zum Ziel. Das ansonsten komplett asphaltierte Profil der drei Rennläufe ist nur an der Schmelzmühle durch einen weniger guten Straßenbelag gekennzeichnet.

Wie auch im Einzelzeitfahren so werden bei dem zweiten Lauf am Nachmittag in Lollar drei Renngruppen auf die Strecke entlassen. Neben den »Jedermännern« handelt es sich dabei um die Lizenzfahrer der Seniorenkategorien sowie der Elite-Akteure (A/B/C). Um dem ganzen ein besonderes Flair zu verleihen, gehen Letztere in Lollar erst zu vorgerückter Stunde ins Rennen. Damit soll den Besuchern ein beleuchteter Zieleinlauf garantiert werden. Die Strecke in Lollar hat ihren Start- und Zielbereich beim Rathaus. »Zuschauermagnet wird hier sicher die scharfe Kurve sein, an der die Waldstraße in die Heinrich-Schmidt-Straße übergeht«, vermutete Dietel. Die Elite-Fahrer absolvieren beim zweiten Lauf insgesamt 25 Runden á 2,5 km. Dies entspricht einer Gesamtlänge von 62,5 km.

Höhepunkt und Abschluss des Wochenendes bildet dann am Sonntag das »Rund im Lumdatal«-Rennen. Im Vorjahr wurden im Rahmen dieses Events die Hessenmeisterschaften ausgetragen. Neben den bereits bestehenden Klassen gehen hier auch die Schüler der Altersklassen U11 und U13 ins Rennen. 107,9 km (13 Runden á 8,3 km) müssen die Athleten bewältigen, ehe sie in Allendorf/Lda. ins Ziel einkehren dürfen. Dessen Bürgermeister Horst Hormann kennt die Tücken dieser Strecke nur allzu gut. »Der Climbacher Berg ist mit Abstand das schwierigste Teilstück. Hier gilt es, 200 Höhenmeter auf etwa zwei km Länge zu bewältigen. Die steilste Stelle dieses Anstiegs hat eine Steigung von 14 Prozent«, wusste Hormann.

Neben der Einzelwertung für jedes der drei Rennen führen die Veranstalter auch eine Gesamtwertung durch. Bei dem bundesweit ausgeschriebenen Mittelhessen-Cup rechnen die Vereine mit einem sehr großen Zuspruch. Für Profis ist das Rennen nicht zugänglich. Anmeldungen sind bereits jetzt unter folgender email-Adresse möglich: info@radcup-mittelhessen.de (auch für Sponsoren gültig). Genauere Informationen zur Anmeldung werden noch bekannt gegeben.

Wie Dietel erklärte, entstand die Idee zu diesem Event vor etwa einem Jahr. Die RSG Gießen und Wieseck war traditionell Ausrichter des Radrennens an der Schmelz und wollte, dass diese schon oft durchgeführte Veranstaltung wächst. Dagegen erlebte das »Rund im Lumdatal«-Rennen unter der Ägide des RV Gießen-Kleinlinden im vergangenen Jahr erst seinen zweiten Geburtstag. Der RV Lollar, der seine bekannteste Veranstaltung, den Großen Buderus-Preis, schon vor Jahrzehnten eingestellt hat, war umso mehr daran interessiert, wieder mit einem größeren Ereignis aufwarten zu können. Da auch das Feedback der Einwohner in den betreffenden Gemeinden (vor allem im Lumdatal) extrem positiv ausgefallen sei, traten die drei Vereinen als eine Zweckgemeinschaft zusammen und begannen, das Projekt zu schultern. Voller Vorfreude blickt Stephan Dietel schon jetzt in Richtung Juni: »Ich denke, das Rennen wird sich einen Namen machen. Es ist ein ernster Test zu einem recht frühen Zeitpunkt in der Saison.« Lollars Bürgermeister Dr. Bernd Wieczorek wagte sogar die These, dass diese Art der Kooperation beispielhaft sei: »Wo sieht man so etwas schon mal im Fußball, dass drei Vereine etwas zusammen organisieren.« Amtskollege Hormann lobte indes die gute Zusammenarbeit mit der Grünberger Polizei bei den bisherigen Rennen im Lumdatal.

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Artikel vom 12.02.2010 - 10.00 Uhr
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