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»Nur TSG hat mich gereizt«

Artikel vom 13.03.2010 - 10.00 Uhr

»Nur TSG hat mich gereizt«

Mohr: »Die Nachfolge von Ottmar Wagner anzutreten, wäre für jeden Trainer schwer. Er hat in den vergangenen vier Jahren das Optimum mit seiner Mannschaft erreicht. Ich sehe es daher als Herausforderung an.«

Sie gelten als Anhänger des modernen Fußballs mit Viererkette. Wird es nun bei der TSG eine Systemumstellung bei den Aktiven geben, nachdem die Viererkette bereits seit einigen Jahren in der Jugendabteilung der TSG praktiziert wird?

Mohr: »Die Umstellung auf die Viererkette ist ein klarer Wunsch des Vereins und deckt sich mit meiner Philosophie von modernem Fußball. Aber auch hier gibt es verschiedene taktische Formen. Die Entscheidung, welche man hier zur Anwendung bringen kann, hängt von der Leistungsfähigkeit der eigenen Mannschaft, aber auch vom jeweiligen Gegner ab. Ich persönlich favorisiere die Viererkette mit einer Raute im Mittelfeld. Letztlich ist aber immer das Ergebnis wichtig. Wenn sich eine Spielform nicht umsetzen lässt oder die Ergebnisse nicht stimmen, muss man als Trainer immer wieder aufs Neue reagieren.«

Mit Julian Simon, Frederick Bouffier und Jonas Zessin haben sie immer wieder Talente aus der TSG-Nachwuchsschmiede in den Aktivenbereich integriert und sich damit auch einen Ruf als Förderer des Nachwuchses geschaffen. Werden Sie dies nun auch bei der TSG weiterverfolgen, und wie sieht ihr Konzept für die kommenden Jahre aus?

Mohr: »Ich strebe eine enge Zusammenarbeit mit dem Trainer der A-Junioren an. Im Sommer kommen sechs bis sieben Spieler aus der Jugend heraus, die ich gerne halten möchte. Hierzu werden in den kommenden Wochen erste Gespräche geführt. Dies gilt aber auch für die gestandenen TSG-Spieler. Nur allein auf den Nachwuchs zu setzen, wird nicht funktionieren. Für eine erfolgreiche Arbeit im Aktivenbereich benötigt man gewachsene Strukturen. Es ist daher wichtig, dass der Stamm der bisherigen Elf gehalten wird. Wir werden zudem den Fokus auf die zweite Mannschaft richten. Dies ist notwendig, damit ein guter Unterbau für das Verbandsliga-Team vorhanden ist und Spieler, die auf dem Sprung sind oder nach Verletzungen zurückkehren, langsam wieder an die erste Mannschaft herangeführt werden können.

Was wird sich für Sie persönlich hinsichtlich des Zeitaufwandes ändern? Und welche Auswirkungen hat dies auf Ihre Tätigkeit als Lehrreferent des HFV und ihre Arbeit im Vorstand der Fußballtrainervereinigung?

Mohr: »Mein Hauptaugenmerk wird der TSG gehören. In Birklar habe ich bislang zweimal pro Woche trainiert. Dies wird sich bei der TSG auf drei Trainingseinheiten pro Woche steigern. Da ich die Vereine der Verbandsliga bislang noch nicht kenne, wird ein weiterer Schwerpunkt zunächst in der Arbeit der Spielbeobachtung liegen. Meine Tätigkeit als Lehrreferent beim HFV möchte ich gerne weiter ausüben, da mir die Ausbildung junger Trainer am Herzen liegt. Innerhalb des Vorstands der Trainervereinigung haben wir uns mittlerweile etwas neu organisiert, so dass ich hier meine Tätigkeit etwas abspecken werde.«

Welche Auswirkungen werden Ihrer Meinung nach die anstehenden Trainerwechsel auf die aktuellen Leistungen der SG Birklar und der TSG Wieseck haben?



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Artikel vom 13.03.2010 - 10.00 Uhr
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