(se) Die Hessenliga-Fußballer des FSV Fernwald sind von ihrer guten Form der ersten Saisonspiele weiterhin ein gutes Stück entfernt. Am Samstag musste der FSV gegen die SG Rot-Weiss Frankfurt mit einem 0:0 zufrieden sein und zeigte eine Leistung, die bestenfalls als zufriedenstellend bezeichnet werden kann. Die Kritik von FSV-Trainer Niko Semlitsch fiel nach der Partie moderat aus, er attestierte seinen Spielern immerhin die richtige Einstellung.
Kein Durchkommen für den Fernwälder Daniel Beck, der in dieser Szene vom Frankfurter Andrew Sarfo gestoppt wird. (Friedrich)
»Auch die Laufbereitschaft war da.« Kein Spiel also, das an die vorangegangene Partie in Baunatal erinnerte, allerdings erneut kein Sieg für den Fußballsportverein. Bei einem torlosen Spiel kann man davon ausgehen, dass die Offensivabteilungen hüben wie drüben nicht ihren besten Tag hatten. Das gilt auch für die Partie am Samstag in Steinbach. Es gab auf beiden Seiten einige Gelegenheiten, doch aus verschiedenen Gründen klappte es mit dem Torerfolg bei beiden Mannschaften nicht.
Der Steinbacher Trainer ließ zunächst einmal Jens Boehnke auf der Bank. Für ihn rückte Nicolai König in die Innenverteidigung, Burim Gashi übernahm dessen Posten als rechter Außenverteidiger. Auf der linken Abwehrseite agierte Dominik Völk. Die um Stefan Dolzer neu formierte Abwehr funktionierte recht gut, auch wenn die Frankfurter nicht ganz ohne Chancen blieben.
Die Fernwälder bemühten sich von Beginn an, das Spiel zu dominieren. Doch das gelang nicht so recht. Mit einer Reihe von Fehlpässen brachte sich der FSV immer wieder um vielversprechende Angriffe und den Gast ins Spiel, ohne dass die Frankfurter vor der Pause übermäßig gefährlich wurden. Die erste Möglichkeit der Partie hatte nach 18 Minuten Daniel Beck, dessen Kopfball aus sechs Metern in den Armen des Rot-Weiss-Torhüters Martin Wagner landete. Wenig später strich ein Beck-Schuss knapp über die Latte. Im weiteren Verlauf des ersten Durchgangs tat sich vor den jeweiligen Toren wenig. Ihre erste Möglichkeit besaßen die Gäste in der 42. Minute durch Tolga Kocak, der zehn Meter vor dem Steinbacher Tor und gestört von Nicolai König den Ball nicht richtig traf, so dass das Leder knapp am linken oberen Tordreieck vorbeistrich. Auf der anderen Seite versuchte Daniel Beck aus spitzem Winkel sein Glück, hatte offensichtlich übersehen, dass zwei Mitspieler vor dem Tor auf ein Zuspiel warteten.
In der zweiten Spielhälfte brachte Niko Semlitsch Uerkan Oezen für Ahmet Marankoz und sorgte damit für eine Belebung des Angriffsspiels. Oezen riss mit seinen Dribblings immer wieder Löcher in die gegnerische Hintermannschaft. Bereits in der 49. Minute spielte Oezen in einem Doppelpass mit Deniz Vural die Gäste-Abwehr aus, doch Andreas Proske, der wie Dominik Völk ein bemerkenswertes Laufpensum absolvierte, setzte den Ball über das Tor. In der Folgezeit zeigten die Fernwälder mehrfach vielversprechende Ansätze, doch zu einem Abschluss kamen sie nicht. Nach einer Stunde hatte sich Dominik König auf der linken Seite durchgesetzt, seine Hereingabe brachte Daniel Beck aber nicht unter Kontrolle.
Zwei Minuten später schien die Frankfurter Führung fällig. Nach einer weiten Flanke über die gesamte FSV-Hintermannschaft setzte Rot-Weiss-Kapitän Milosz Adam Freund den Ball aus sechs Metern über das Tor. Eine Riesenmöglichkeit war leichtfertig vergeben. Fünf Minuten später hob Daniel Beck aus kurzer Distanz den Ball über den Frankfurter Torhüter, aber auch über das Tor. Nun entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. So streifte in der 73. Minute ein 18-Meter-Schuss des Frankfurters Vito Raimondi den rechten Außenpfosten. Drei Minuten später wollte sein Teamkollege Zakaria Amjahid Kamber Koc im FSV-Tor mit einem Schuss ins kurze Ecke überwinden, doch der Keeper der Fernwälder war auf dem Posten. Auf der anderen Seite wurde ein Beck-Schuss zur Eck abgewehrt (81.). Drei Minuten später die größte FSV-Chance des gesamten Spiels: Nach einem weiten Abschlag von Kamber Koc legte Daniel Beck den Ball per Kopf Dominik König auf, der lief auf der linken Außenbahn seinem Gegenspieler davon und flankte aus Uerkan Oezen, der aus sechs Metern den Ball über das Tor hob.
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