(jth) Beatrice Marscheck vom LAZ Gießen/SV Garbenteich gelang bei den
Internationalen deutschen Hochschulmeisterschaften in Tübingen der
erste »Kracher« der Saison. Die Lehramtsstudentin, die an der
Justus-Liebig-Universität Gießen studiert und für die
Wettkampfgemeinschaft Gießen (Justus-Liebig-Universität und
Fachhochschule) am Start war, holte sich mit 6,26 m im Weitsprung ihren
ersten deutschen Hochschulmeistertitel.
Internationale Deutsche Hochschulmeisterin: Beatrice Marscheck aus Garbenteich. (Foto: jth)
Außerdem sicherte sie sich im 100-m- sowie im 200-m-Finale noch den zweiten Platz. Auch das 4x-100-m-Sprintquartett sicherte sich in 48,33 den zweiten Platz, sodass von einem erfolgreichen Ausflug zu den Hochschulmeisterschaften gesprochen werden kann.
Als erste Disziplin stand für die Athletin von Trainer Markus Czech auf dem Gelände des Instituts für Sportwissenschaft der Eberhard-Karls-Universität Tübingen der 100-m-Vorlauf auf dem Programm. Bereits hier blitzte ihre außerordentlich gute Verfassung auf, denn mit neuer Saisonbestleistung von 11,85 sicherte sie sich mit schnellster Vorlaufzeit die Endlaufteilnahme. Direkt nach dem Vorlauf stand der Weitsprung auf der Tagesordnung. »Ich möchte gerne mal einen 6,30 Satz machen« lautete die Ankündigung von Marscheck .
Der Wettkampf ging verhalten mit 5,18 m los. Doch schon im zweiten und dritten Versuch sprang Marscheck jeweils 6,26 m weit. Im Endkampf landete sie dann noch dreimal jenseits der Sechsmetermarke, konnte jedoch die 6,26 m nicht toppen. »Ich bin mit der Konstanz meiner Sprünge sehr zufrieden und freue mich riesig über den ersten Internationalen Deutschen Meistertitel. Als nächstes Ziel sollte dann eine Weite im Bereich von 6,30 bis 6,40 m drin sein«, erklärte Marscheck nach dem Wettkampf. Auf dem zweiten Rang platzierte sich Melanie Petersohn (Uni Halle-Wittenberg) mit 6,04 m vor Laurance Bechtel (Uni Heidelberg), die 5,90 m weit sprang. Zum Abschluss des ersten Wettkampftages ging Marscheck dann als Mitfavoritin im 100-m-Finale an den Start. Allerdings konnte sie die Spannung in der Startposition nicht halten und fabrizierte einen Fehlstart. Beim zweiten Startversuch musste Beatrice Marscheck dann länger sitzen bleiben, denn durch die neue Fehlstartregel führt jeder weitere Fehlstart zur Disqualifikation. »Auf den ersten Metern lief ich ein wenig hinterher und konnte meine Maximalgeschwindigkeit erst spät aufbauen«, berichtete sie später, »es hat nicht ganz gereicht zum Schluss.« Im Ziel blieb die Uhr bei 12,00, stehen und in der Endabrechnung stand ein zweiter Rang und somit der Gewinn der deutschen Vizemeisterschaft fest. Es siegte Anja Wackershausen (Uni Tübingen) mit 11,97.
Wettkampftag zwei begann mit dem 200-m-Vorlauf. Hier wollte Beatrice Marscheck die Qualifikationsnorm für die deutschen Einzelmeisterschaften von 24,60 meistern. »Ich lief mit 24,68 sec. eine verbesserungsfähige Zeit, denn die Kurve war bescheiden. Die Norm hatte ich zwar noch nicht geschafft, doch ich war gut drauf und vertraute auf den Endlauf«, erklärte sie. Im Finale klappte es dann auch mit der Quali-Norm, denn 24,46 bedeuteten nicht nur Saisonbestleistung, sondern auch zugleich die deutsche Vizemeisterschaft hinter Anja Wackershausen, die in 24,05 als Siegerin von der Bahn ging.
Die abschließenden 4x-100-Meter-Staffel brachte dann in der Besetzung Johanna Kurz, Beatrice Marscheck, Katrin Schröder und der Wetzlarer Schlussläuferin Sandra Oehme eine weitere Medaille für die Uni Gießen ein, denn in 48,33 sec belegte das Quartett hauchdünn hinter der siegreichen Staffel der Uni Karlsruhe (8,31) den Silberrang. In den Einzeldisziplinen setzte sich auch die Wetzlarerin Sandra Oehme für das Team der Gießener Wettkampfgemeinschaft in Szene. Mit 12,22 brillierte sie im 100-m-Endlauf als Vierte sowie mit 24,58 und der DM-Quali mit der Bronzemedaille im 200-m-Finale. Johanna Kurz (TSV Kirchhain) sicherte sich im 400-m-Endlauf mit 58,72 die Bronzemedaille, und Katrin Schröder vom LAZ Gießen/MTV 1946 Gießen war mit 5,36 m im Weitsprungwettbewerb als Sechste ebenfalls erfolgreich. Im Feld der Männer erreichte Peter Seel (LG Wetzlar) nach 11,41 im Vorlauf über 100 m den Zwischenlauf, wo er jedoch nach 11,52 hängen blieb. Über 800 m liefen Maik Schmidt in 2:00,24 (13.) und Markus Jost in 2:00,71 als 14. ins Ziel. Oliver Hoffmann (TSV Kirchhain) konnte für das Männer-Team mit dem vierten Rang über die 1500 m Distanz in 4:02,44 die beste Einzelplatzierung erringen.
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