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Mainzlar will Wiedergutmachung

Artikel vom 19.02.2010 - 10.00 Uhr

Mainzlar will Wiedergutmachung

»Das Schöne am Sport ist, dass es immer wieder Möglichkeiten gibt, Wiedergutmachung zu betreiben.« Mario Schrödel hat die 19:45-Pokal-Niederlage gegen die DJK MJC Trier abgehakt und fordert von den Zweitliga-Handballerinnen des TV 05 Mainzlar volle Konzentration auf den Ligaalltag. In der 2. Handball-Bundesliga Süd ist das Team seit vier Spielen ungeschlagen. Am Samstagabend kommt um 19.30 Uhr mit dem TV Nellingen der aktuelle Tabellenzweite, der zuletzt im Pokal gegen Borussia Dortmund mit 30:27 die Oberhand behielt.
Am Samstag wieder dabei: Martina Halasova (20), die hier von Laura Magelinskas (TV Beyeröhde) nicht gestoppt werden kann und geg
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Am Samstag wieder dabei: Martina Halasova (20), die hier von Laura Magelinskas (TV Beyeröhde) nicht gestoppt werden kann und gegen Trier schmerzlich vermisst wurde. (Foto: Krschak)
Und auch Mainzlars Co-Trainer Eckhard Weber beschäftigt sich nicht mehr mit dem ernüchternden Ergebnis vom vergangenen Samstag: »In der Hinrunde hatten wir unseren Tiefpunkt in Bietigheim, wo wir deutlich verloren hatten. Jetzt mussten wir gegen Trier eine bittere Klatsche hinnehmen. Aber es geht weiter. Gegen Nellingen gehen wir wieder als Außenseiter ins Rennen. Doch diesmal wollen wir die Partie so lange wie möglich offen halten.«

Pluspunkt bei diesem Unterfangen ist die Einsatzfähigkeit von Martina Halasova. Nachdem sich die Sportliche Führung in der vergangenen Woche bis zum späten Vorabend der Partie im Irrglauben befunden hatte, Halasova könne aufgrund einer veralterten und längst überholten Regelung nicht eingesetzt werden, hing der Haussegen beim TVM schief. Cheftrainer Dr. Jürgen Gerlach forderte innerhalb des Klubs Veränderungen - am besten gleich in allen Bereichen. Für Schrödel ist das Zukunftsmusik: »Jeder sieht, dass einiges gemacht wurde. Es gibt viele Leute im Verein, die sich engagieren. Wir alle wollen Verbesserungen und arbeiten daran. Klar ist, dass wir im Vergleich zu den anderen Hallen in der 2. Liga nicht gut wegkommen. Aber jetzt muss erst einmal diese Saison gut zu Ende gespielt werden. Und da konzentrieren wir uns jetzt voll auf das Sportliche.«

Ein hohes Maß an Aufmerksamkeit und taktischer Disziplin werden morgen Abend auch notwendig sein, um das »Team der Stunde« zu ärgern. Weber: »Nellingen ist robust, schnell auf den Außen und gut im Rückraum. Die Mannschaft bringt alles mit, was eine Spitzenmannschaft haben muss. Das haben wir auch im Hinspiel erlebt.« Beim TVN verkauften sich die Mittelhessinnen im Angriff teuer. Doch ohne Halasova im Mittelblock verhielt es sich in der Verteidigung ähnlich wie bei der Niederlage gegen Trier. 39 Gegentreffer standen am Ende den 31 selbst erzielten Toren gegenüber. Das Trainerduo Gerlach und Weber missfiel zudem die robuste Vorgehensweise der qualitativ starken Gegnerinnen.

Der Kader der »Hornets« ist ausgeglichen besetzt und mit Augenmaß zusammengestellt worden. Trainer Stefan Haigis führte die Mannschaft zuletzt konsequent an die Spitze. Herzstück des Nellinger Angriffsspiels ist Spielmacherin Christine Maric, die bis 2004 beim TV Lützellinden gewirbelt hat. Die 24-Jährige bringt bei einer Körperlänge von 1,76 Metern und einer sehr athletischen Figur alles mit, was eine Tophandballerin ausmacht. Ihr gutes Auge für die Nebenspielerin zeichnet Maric ebenso aus wie ihr konsequentes und Verhalten im Torabschluss.

Ein hohes Maß an Erfahrung und Routine bringt Irina Kalpakova ins Spiel ein. Die ehemalige Bundesligaspielerin nahm bereits an Welt- und Europameisterschaften teil und ist im rechten sowie linken Rückraum variabel einsetzbar. Ähnlich erfahren und sehr clever tritt Marion Radonic am Kreis in Erscheinung. Gerade mit ihrer wenig zimperlichen Art Handball zu spielen, muss sich die TVM-Deckung intensiv auseinandersetzen, da die Anspiele zwischen Rückraum und Kreis bei den Nellingerinnen eine besondere Stärke sind und somit ein enormes »Gefahrenpotenzial« darstellen.

Weber fordert dabei sein Team auf, in allen Belangen die Ruhe zu bewahren: »Auch wenn wir zurückliegen sollten, müssen wir weiter konzentriert agieren, um so etwas wie gegen Trier zu vermeiden. Ich bin aber zuversichtlich, denn die Mannschaft hat im Training sehr gut mitgezogen. Die Wiedergutmachung hat jetzt höchste Priorität.« Und wenigstens Weber beweist rückblickend auf den nicht ganz freiwilligen »Ausfall« von Martina Halasova Humor: »Sie ist dabei, da sie für Sulzbach noch kein Zweitligaspiel in dieser Saison bestritten hat. Da bin ich sicher.«

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Artikel vom 19.02.2010 - 10.00 Uhr
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