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Mainzlar nimmt Rang fünf ins Visier

Artikel vom 12.03.2010 - 10.00 Uhr

Mainzlar nimmt Rang fünf ins Visier

Eigentlich könnten die Zweitliga-Handballerinnen vom TV 05 Mainzlar am Samstag ganz gemütlich und ohne Druck zum Auswärtsspiel zum TuS Weibern fahren. Doch wenn ab 19.30 Uhr das drittletzte Spiel der Hauptrunde in dieser Spielzeit angepfiffen wird, ist eine Menge Brisanz im Spiel. »Wir haben das Hinspiel noch genau vor Augen«, sagt Mainzlars Co-Trainer Eckhard Weber. Der Stachel nach der 27:28-Hinspielniederlage sitzt noch immer.
NICHT ZU HALTEN: Sophia Bepler (19) hat hier wieder einmal die Wildunger Abwehr durcheinandergewirbelt. Nach dem Vorwochen-Trium
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NICHT ZU HALTEN: Sophia Bepler (19) hat hier wieder einmal die Wildunger Abwehr durcheinandergewirbelt. Nach dem Vorwochen-Triumph im Hessenduell will sie mit den Zweitliga-Handballerinnen des TV 05 Mainzlar auch beim TuS Weibern etwas ausrichten. (Foto: ras)
(jms)

»Wir haben zwischenzeitlich mit sechs Toren geführt und verlieren das Spiel noch. So etwas vergisst man nicht so schnell. Das war schon sehr ärgerlich«, meint Weber. Zudem gab es in der Vergangenheit zwischen beiden Klubs dicke Luft, weil einst Nina Hess, Gina Duketis und Nicole Dauth beim TVM in Ungnade gefallen waren und nach Weibern gewechselt sind.

Das Weiberns Trainer Jan Reuland nach der Hinspielbegegnung die Pressekonferenz boykottierte und nicht gerade zu den besten Freunden von TVM-Cheftrainer Dr. Jürgen Gerlach gehört, nimmt Weber mit Humor: »In Weibern gibt es keine Pressekonferenzen. Vielleicht redet er nicht gerne vor vielen Leuten.«

Für den TV 05 Mainzlar, der das Minimalziel Klassenerhalt bereits geschafft hat, ist die Fahrt in die Eifel zum einen mit Revanchegedanken und zum anderen mit einer kleinen Hoffnung verbunden. »Der fünfte Tabellenplatz ist noch möglich. Den wollen wir erreichen. Es ist nicht unrealistisch, dass eine der ersten vier Teams aus wirtschaftlichen Gründen nicht an den Playoff-Spielen teilnimmt.Und für den Fall der Fälle wollen wir bereit stehen. Bad Wildungen wollen wir noch abfangen«, meint Weber, der den vierten Platz bereits abgehakt hat.

Ein Kandidat auf einen Verzicht soll pikanterweise der TuS Weibern, der auf dem dritten Platz und somit auf Bundesligakurs liegt, sein. Beim Etat des Eifelclubs sollen bereits in dieser Saison erhebliche Beträge wegen ausgefallener oder nicht vollständig gezahlter Sponsorengelder fehlen. »Doch das Wirtschaftliche liegt nicht in unserer Hand. Wir müssen unsere Hausaufgabe machen und den fünften Platz erreichen. Alles andere ist nicht unser Problem«, sagt der Co-Trainer, der am Samstag keine personellen Engpässe zu verzeichnen hat.

Sportlich ist die Realisierung weniger wahrscheinlich. Bei sechs noch zu vergebenden Punkten hat die SG Bietigheim fünf Punkte Vorsprung. Ungeachtet der ganzen Rechenspiele konzentrieren sich die Spielerinnen auf die letzten drei Hauptrundenspiele. Und gerade beim Tabellendritten Weibern ist eine gewisse Vorsicht angebracht. Das Team aus der Eifel ist gerade im Rückraum sehr stark besetzt. Simone Salz ist im rechten Rückraum eine sehr abschlussstarke Spielerin. Ihr gutes und punktgenaues Zusammenspiel mit der Kreisläuferin Inga Etheber ist ligaweit gefürchtet. »Das macht Weibern sehr gut. Die ganze Liga kennt das gute Zusammenspiel an den Kreis. Doch ein richtiges Rezept hat noch keine Mannschaft gefunden. Wichtig ist, dass wir nicht unnötig in Eins-gegen-eins-Situationen gehen und so kompakt stehen wie zuletzt. Wir müssen unsere gute Leistung vom vergangenen Sonntag bestätigen«, sagt Weber, der auch davor warnt, zu lässig mit den eigenen Torchancen umzugehen. Denn im Tor des TuS steht mit der österreichischen Nationalspielerin Elisabeth Herbst ein starker Rückhalt. Mit Annick Bosshart auf der linken Außenbahn verfügen die »Tussies« über eine pfeilschnelle Außenspielerin mit einem guten Zug zum Tor.

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Artikel vom 12.03.2010 - 10.00 Uhr
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