(lad) Fünftes Spiel, fünfter Aufsteiger: Die Licher BasketBären setzen in der zweiten Basketball-Bundesliga Pro B seine Serie fort. Die Bären erwarten am Samstag (20 Uhr) die Reserve des Bundesligisten Deutsche Bank Skyliners Frankfurt in der Dietrich-Bonhoeffer-Halle.
»Wir müssen sehen, dass wir gut aus den Startlöchern kommen und uns nicht so einlullen lassen wie in Vechta. Wir haben einen Sieg dringend nötig, um Vertrauen zu tanken«, weiß Lichs Headcoach Gerald Wasshuber, dass nach drei Niederlagen in vier Spielen wieder ein Erfolgserlebnis hermuss.
Dabei ist die Licher Personalsituation momentan schwer einzuschätzen: Zwar trainieren die bisher verletzten Flügelspieler Peer Wente und Matthias Meinel wieder mit, dafür laborierten seit der letzten Begegnung Rolf Scholz, Viktor Klassen, Johannes Schläfer und Matthias Perl an kleineren Blessuren, sodass sie mit einem Fragezeichen versehen sind, die Chance auf ein Team in Bestbesetzung aber dennoch besteht.
Auf Frankfurter Seite läuft alles über Aufbauspieler Willis Gardner. Der 23-jährige Amerikaner steht im Schnitt satte 38 Minuten auf dem Parkett; erzielt durchschnittlich 15,7 Punkte und verteilt sehr starke 9,3 Assists; auch seine Dreierquote ist gut (46 Prozent). Allerdings haben die Mainstädter auf seiner Position keine ernsthafte Alternative: gelingt es Lich, den Allrounder auch nur halbwegs unter Kontrolle zu bekommen, steigen die Chancen erheblich.
Außer ihm punkten gleich vier andere Spieler zweistellig: die Flügelspieler Igor Starcevic, Armin Willemsen und Fabian Franke sowie Shootingguard Filmore Beck. Altersmäßig ist das Team bunt gemischt: Der aus Langen bestens bekannte zwei Meter lange Starcevic ist bereits 37 Jahre alt, steht aber durchschnittlich nach wie vor 34:38 Minuten auf dem Parkett und kommt dabei auf zwölf Punkte. Hingegen ist Riesentalent Beck erst 18 Lenze jung, der ebenso wie Franke auch für die erste Mannschaft vorgesehen ist. Da diese aber bereits am Freitag spielt, ist der Einsatz der Youngster in Lich ziemlich sicher. Beck glänzte beispielsweise gegen Rist Wedel mit 31 Punkten, darunter sechs Dreier, während der 21-jährige Franke 12,5 Punkte pro Spiel beisteuert.
Schwachpunkt ist die Centerposition, die sich der erst 20-jährige Manuel Imamovic (2,02 Meter) und der 32-jährige bundesligaerfahrene Gregor Kern (2,05) teilen; beide überzeugten noch nicht. Dennoch sammeln die Skyliners im Schnitt pro Partie fünf Rebounds mehr als Lich.
»Frankfurt hat seine Mannschaft wie auch wir sehr spät zusammengestellt und spielt eine sehr kleine Rotation«, verkündet Wasshuber die Hoffnung auf ein positives Resultat, sollte es Lich gelingen, sich bereits früh auf den Gegner einzustellen.
Drei Teams sind noch in den Abstiegskampf der Handball-Bundesliga verstrickt: HSG Wetzlar, TV 05/07 Hüttenberg, Bergischer HC. Wer schafft den Klassenerhalt?