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Lich und Gießen Pointers vor dem Matchball

Artikel vom 11.03.2011 - 10.00 Uhr

Lich und Gießen Pointers vor dem Matchball

(lad) Mit rosigen Aussichten gehen die mittelhessischen Pro-B-Ligisten Licher BasketBären und VfB 1900 Gießen Pointers in ihre zweiten Begegnungen des Playoff-Achtelfinales, denn sowohl die Bären als auch die Pointers gewannen je ihre erste Partie der Best-of-three-Serie und haben nun Matchball für den Viertelfinaleinzug.

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DIE RICHTUNG für Zeljko Pavlovic und die Gießen Pointers am Sonntag im Pro-B-Playoffspiel gegen die Schwelmer Baskets (17.30 Uhr, Osthalle) gibt Coach Dejan Kostic vor. (Foto: Friedrich)
In diesem Fall käme es dort dann zum Aufeinandertreffen beider Teams, das aller Voraussicht nach viel umjubelt wäre: Immerhin lockten bereits beide Punktrunden-Derbys insgesamt rund 2000 Zuschauer in die Hallen. Doch zunächst muss Lich seine Auswärtsreise zum BSV Wulfen antreten, bei dem die Bierstädter nach dem souverän gewonnenen ersten Spiel erneut klarer Favorit sind. Gießen empfängt unterdessen den Nordmeister Schwelmer Baskets, dessen Trotzreaktion nach der überraschenden Heimniederlage gegen den Außenseiter mit Spannung erwartet werden darf. Eventuelle dritte Spiele sind für Dienstag terminiert, bei denen Lich zu Hause und Gießen auswärts antreten müssten.

BSV Wulfen - Licher BasketBären (Sa. 20 Uhr) : Teil eins der Pflichtaufgabe wurde von Lich souverän erledigt, Teil zwei soll nun ähnlich problemlos verlaufen. Zur Erinnerung: Die Bären zogen Wulfen mit einer konsequenten Verteidigung frühzeitig den Zahn und waren sowohl auf den kleinen als auch auf den großen Positionen überlegen. Beim 75:56-Sieg Lichs, der sich sogar noch höher anfühlte, hatte der BSV nicht ein einziges Mal die Führung ergreifen können und ist somit trotz seines Heimvorteils auch in dieser Begegnung der Außenseiter. »Wir werden nur Kleinigkeiten umstellen, die nicht hundertprozentig funktionierten«, weiß Lichs Trainer Igor Starcevic, dass er ansonsten mit der Marschroute vom letzten Mal sicher fährt. »Ansonsten erwarte ich, dass Wulfen zu Hause besser trifft als bei uns. Mit unserer guten Verteidigung von der letzten Begegnung und aggressivem Spiel wollen wir dagegenhalten«, ist dem Coach klar, dass die NRWler von ihren Distanztreffern leben und mit einer besseren Quote als die unterirdischen 12,9 Prozent (4 von 31) gegen Lich durchaus für Überraschungen sorgen können. Dies liegt ganz an der Tagesform der amerikanischen Guards Steve Briggs und Tony White, die letzte Woche nur Kraut und Rüben schossen, in der Punktrunde zuvor aber meist positiv in Erscheinung getreten waren. Vor allem Briggs glänzt normalerweise mit 21,1 Punkten pro Spiel, wird dabei aber vom dritten Amerikaner, Joseph Henley, sogar noch übertroffen. Der Flügelspieler spielte gegen Lich ebenfalls grottig, ist aber in Normalform mit 22 Punkten und 9,2 Rebounds ein echter Topspieler. Auf Licher Seite kränkelt der letzten Samstag sehr überzeugende Robin Christen, sodass sein Einsatz ungewiss ist, aber dennoch treten die Hessen wieder als Favorit an.

VfB 1900 Gießen Pointers - Schwelmer Baskets (So. 17.30 Uhr Osthalle Gießen) : »Für uns ist jetzt ganz wichtig: Wir müssen nach der Euphorie wieder auf den Boden der Tatsachen zurückkommen«, warnt Pointers-Trainer Dejan Kostic vor zu viel Übermut nach dem Geniestreich in Begegnung eins, denn: »Schwelm ist immer noch der Meister Nord und eine supergeile Truppe. Ich vermute, dass sie inzwischen passende Antworten auf viele Sachen haben, die wir im Hinspiel gemacht haben«, hat der Coach große Erwartungen an eine Mannschaft von Schwelms Kaliber. Diese zeichnete sich in der Punktrunde schließlich durch große Flexibilität und Kampfgeist aus, was zu Bilanzen der Superlative und zur verdienten Nord-Meisterschaft führte. Die größten Stärken der wurfsicheren Baskets sind zum einen die dreierstarken amerikanischen Guards Jason Holmes und David Bunts, die zusammen 35 Punkte, zehn Rebounds und acht Assists pro Spiel erzielen. Und zum anderen vier zwischen 2,04 und 2,15 Meter hoch gewachsene Riesen mit Bundesliga- und teilweise sogar Nationalmannschaftserfahrung. Aus diesen ragt statistisch gesehen derzeit Kristofer Speier mit seinen durchschnittlich 16 Punkten und 9,3 Rebounds heraus; er war auch im letztwöchigen Duell mit 25 Punkten und zehn Rebounds der Topscorer der Partie.

Gegen diese Mannschaft ist Gießen ungeachtet des jüngsten Sieges der Außenseiter, aber trotz des Respekts glaubt Kostic an eine Chance: »Wir haben null Druck - wenn wir eine klitzekleine Chance bekommen, werden wir diese ausnutzen.« Um genügend Unterstützung gegen die sich mit zwei Bussen ankündigenden Gäste zu haben, hat sich der VfB mit den LTi Gießen 46ers zu einer Aktion zusammengeschlossen, nach der alle Besucher des 46ers-Spiels am Samstag um zwei Euro ermäßigten Eintritt zu den Pointers erhalten.

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Artikel vom 11.03.2011 - 10.00 Uhr
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