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Lich spielt gut, aber am Ende fehlt das Glück

Artikel vom 18.01.2010 - 09.01 Uhr

Lich spielt gut, aber am Ende fehlt das Glück

(lad) Die Licher BasketBären sind eine Woche nach dem Erleichterung verschaffenden Heimsieg gegen Speyer in der zweiten Basketball-Bundesliga Pro B wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt worden. Gegen den BC Scholz Recycling Weißenhorn unterlagen die Mittelhessen am Samstagabend vor 400 Zuschauern in eigener Halle mit 88:96 (41:45).
MIT KORBLEGER schließt Mychal Green von den Licher BasketBären gegen den Weißenhorner Florian Möbius (r.) ab.	(Foto: Sinkel)
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MIT KORBLEGER schließt Mychal Green von den Licher BasketBären gegen den Weißenhorner Florian Möbius (r.) ab. (Foto: Sinkel)
Doch trotz der Niederlage kann dem Team eine gute spielerische und kämpferische Leistung attestiert werden, die sich bereits sehr vom Leistungsstand des vergangenen Jahres unterscheidet.

Oftmals ist es nur eine Ausrede, eine Suche nach einem Sündenbock, wenn sich eine Mannschaft und ihre Fans nach der Partie über das Schiedsrichtergespann beschweren, doch im Fall dieses Punktspiels war es leider nur allzu berechtigt. Vor allem in der ersten Halbzeit pfiffen die Unparteiischen eine umstrittene Entscheidung nach der anderen, und zwar stets gegen die Gastgeber. Dies führte dazu, dass Lichs Trainer Gerald Wasshuber bereits früh eine strittige Entscheidung kommentierte und ein technisches Foul bekam. Als nach 10:27 Minuten Spielzeit ein Ball an der Auslinie zu Wasshuber sprang, fing er ihn instinktiv und bekam - in diesem Fall korrekt entschieden - erneut ein »T« wegen Spieleingriffs und musste die Halle zum zweiten Mal in dieser Saison komplett verlassen (das erste Mal war übrigens beim selben Schiedsrichter).

Dies traf seine Mannschaft zur falschen Zeit, denn sie hatte gerade eine erfolgreiche Aufholjagd nach einem 9:17-Rückstand hingelegt. Mychal Green glich noch zum 22:22 aus (12.), doch dann häuften sich die Licher Ballverluste, sodass Weißenhorn durch den neuverpflichteten Greg Miller ein 33:24 (15.) vorlegen konnte. Lichs Co-Trainer Marcus Krapp hatte nach Wasshubers Verweis für die verbleibenden 30 Minuten das Coaching übernommen und machte nach einer kurzen Eingewöhnungszeit einen guten Job. Das Team erholte sich schnell vom Schock und hatte nach einem 8:0-Lauf den Anschluss zum 32:33 wieder hergestellt. Auch zur Halbzeitpause war beim 41:45 noch alles im grünen Bereich für die Gastgeber.

Im dritten Viertel erspielte sich nun Weißenhorn ein Übergewicht, was vor allem dem starken und bis vor Kurzem auch von Lich heftig umworbenen Cody Töpper zu verdanken war, der erst unter der Woche verpflichtet worden war und nun zum ersten Mal eingesetzt wurde. Er erzielte nicht nur 20 Punkte, darunter vier Dreier, sondern peitschte sein Team an. Dieses erspielte sich über das 58:49 (25.) bis zum 67:56 (28.) eine Elf-Punkte-Führung, die komfortabel erschien. Doch die BasketBären bissen zurück und verkürzten zur Viertelpause noch auf 65:69; in der letzten Sekunde hätte sogar ein Perl-Dreier fast noch seinen Weg zum 68:69 in den Gästekorb gefunden. Nach einem kurzen Hänger im Schlussviertel und einem 65:72-Rückstand fightete sich Lich noch einmal zurück und kam in der 34. Minute durch Kapitän Rolf Scholz mit dem 75:74 sogar zur ersten Führung des gesamten Spiels. Aber Weißenhorn bewies nun Nervenstärke und zeigte große Treffsicherheit, auch von der Dreierlinie, sodass zweieinhalb Minuten vor dem Ende ein 90:80 für die Gäste von der Anzeigetafel leuchtete. Doch nach einem Dreier von Scholz und einem Dreipunktspiel von Matthias Meinel (mit absichtlich gezogenem Foul) hatte Lich beim 86:90 und Ballbesitz wiederum alle Chancen. Doch der bis hierhin gute Green erwies sich als Pechvogel. Er übernahm die Verantwortung und setzte erst einen Mitteldistanzwurf an den Ring und nach wieder gewonnenem Ball danach auch knapp einen Dreier, der das 89:90 bedeutet hätte. Die Bären versuchten es nun über Fouls, die Weißenhorn jedoch allesamt versenkte.

»Wir hatten die Siegchance, waren aber nicht abgebrüht genug. Aber wir haben gut gespielt, bis zur letzten Minute gekämpft, in der Defense Druck gemacht und das Rebound-Duell gewonnen. Der X-Faktor heute war der starke Töpper, der den Unterschied gemacht hat. Gegen ein solch starkes Team kann man eben verlieren«, fasste Wasshuber korrekt zusammen.

Licher BasketBären: Scholz (10/1 Dreier), Perl (6), Green (24/1), Wente (7/1), Fairley (9/1), Meinel (12), Schläfer (2), Körber (9/3), Schirmer (9).

BC Weißenhorn: Brock (10), Simic (25/1), Miller (5/1), Möbius (25/1), Töpper (20/4), Zinder, McCollum, Schlafke (11/2).

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Artikel vom 18.01.2010 - 09.01 Uhr
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