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Lich ohne Chance gegen Hagen

Artikel vom 02.02.2009 - 09.15 Uhr

Lich ohne Chance gegen Hagen

(lad) Dass ein Sieg von LTi Lich in der zweiten Basketball-Bundesliga Pro A über den Tabellenzweiten Phoenix Hagen nicht einzukalkulieren war, war angesichts der Licher Personalsituation bereits im Vorfeld klar, zumal das Hinspiel unter zumindest geringfügig besseren Vorzeichen bereits mit 70:124 verloren worden war. Für ein wenig mehr Spannung bei der 59:99 (29:60)-Heimniederlage wären die 500 Zuschauer in der Dietrich-Bonhoeffer-Halle allerdings dankbar gewesen, denn das Spiel war bereits weit vor der Halbzeitpause entschieden.
BEMÜHT, ABER ERFOLGLOS: Der Licher Mark Reed (am Ball) ist ein ständiger Unruhestifter, hier im Eins-gegen-Eins gegen den Hagene
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BEMÜHT, ABER ERFOLGLOS: Der Licher Mark Reed (am Ball) ist ein ständiger Unruhestifter, hier im Eins-gegen-Eins gegen den Hagener Aaron Fleetwood, kann aber die deutliche 59:99-Heimniederlage gegen den Rangzweiten der Pro A nicht verhindern. (Foto: Wendling)
Enttäuschend verlief vor allem das mit großen Hoffnungen verbundene Comeback des Amerikaners Jesse Bunkley, der zum Zeitpunkt seiner Vertragsauflösung einer der besten Spieler der gesamten Liga war und im Hinrundenspiel gegen die Feuervögel 31 Punkte erzielt hatte. In diesem Spiel gelang ihm in knapp einer halben Stunde Spielzeit kein einziger Zähler, zudem musste er vier Minuten vor Ende nach seinem fünften (Frust-)Foul auf der Bank Platz nehmen.

»Jesse hatte offensichtlich noch Jetlag, da ging heute gar nichts«, bekannte Lichs Trainer Alexander Biller, dass er vor dem Spiel »eigentlich ein gutes Gefühl hatte. Aber Hagen hatte stets ein besseres Auge für die Mitspieler, während wir das Teamplay haben vermissen lassen. Das war schrecklich.«

Der Start war dem Tabellenletzten aus Lich noch hoffnungsvoll geglückt: Bereits nach zwei Sekunden netzte der sich über 40 Minuten hinweg aufopfernde Mark Reed zur Licher Führung ein, die bis zum 11:10 (6.) Bestand hatte. Bis zum 13:14 (8.) hielt das LTi-Team noch den Anschluss, doch jetzt brachte Hagen den Gastgeber mit vier Dreiern in Folge zum 26:17 (9.) aus dem Tritt. Nach Theo Tarvers 19:26 gelang den Mittelhessen nun knapp sechs Minuten lang kein Korb mehr, was die Phoenixianer nutzten, um Lich eine 18:0-Tunke zum 44:19 (15.) zu verpassen und damit die Weichen bereits auf Sieg zu stellen. Als Hagen auf 60:26 (20.) davongezogen war, war bereits klar, dass es nun nur noch eine Frage der Höhe des Ergebnisses sein sollte.

Trotz der aussichtslosen Lage fassten sich die Licher Spieler aber noch einmal ein Herz und verhinderten dank guter Zonenverteidigung knapp fünf Minuten lang einen Gegenkorb. Mit einem 10:0-Lauf verkürzten sie so zunächst auf 36:60 (23. durch den überzeugenden Matthias Michalowicz), beim 44:63 durch Matthias Perl (27.) hatten die Bierstädter sogar 15 Punkte des Rückstandes wieder aufgeholt. Doch acht Minuten später hatte Hagen - angefeuert von einer Polonaise seiner stets munteren Fans durch die halbe Halle - den Sack mit einem 20:4-Lauf auf 83:48 zugemacht. Immerhin gelang es dem Biller-Team gerade so noch, die Gegenpunkte im zweistelligen Bereich zu halten. Positiv fielen auf Licher Seite Matthias Perl, der den verletzten Rolf Scholz bestens vertrat, und Matthias Michalowicz auf sowie die Moral, sich nach der katastrophalen ersten Halbzeit zurückzukämpfen. Aber gleichzeitig zeigte das Spiel auch auf, dass sich in Lich etwas tun muss, damit das Team der zweiten Liga erhalten bleibt.

LTi Lich: Perl (14), Reed (18), Ruth, Benjamin Lischka (2), Bunkley, Tarver (16), Michalowicz (9).

Phoenix Hagen: Pryor (12), Griffin (10), Freeman (17), Kruel (6), Fleetwood (14), Kristof Schwarz (3), Grothe (16), Schulze-Pals, Spohr (9), Mueller (12).

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Artikel vom 02.02.2009 - 09.15 Uhr
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