Nachrichten Web
Sie sind hier: Startseite » Sport » Lokalsport »

Lahn-Dill geht nicht vom Gas

Artikel vom 06.02.2012 - 16.00 Uhr

Lahn-Dill geht nicht vom Gas

(aj) Der RSV Lahn-Dill, Tabellenführer der Rollstuhlbasketball-Bundesliga, hat am Samstagabend einen klaren 100:40 (48:18)-Heimsieg gegen einen allerdings stark ersatzgeschwächten Gast aus Jena gefeiert. Damit verteidigten die Mittelhessen auch am 15. Spieltag ihren Platz an der Sonne im Fernduell mit Erzrivale RSC-Rollis Zwickau, der zeitgleich in Frankfurt erst in der Verlängerung die Oberhand behielt.

ThomasGundert_060212_4c_1
Lupe - Artikelbild vergrössern
ALLES IM GRIFF hat der RSV Lahn-Dill gegen Jena – so wie hier Thomas Gundert (M.) im Luftkampf mit Michael Kay (r.) und Mehmet Hayirli. (Foto: Diekmann)
Die knapp 900 Zuschauer in der Wetzlarer August-Bebel-Sporthalle mussten auf Jenaer Seite neben Santiago Mora und Topscorer Ahmet Coskun zwar auch auf den Ex-RSVler Lars Christink verzichten, bekamen dafür aber einen RSV Lahn-Dill zu Gesicht, der auf dem Weg in die Playoffs nicht eine Sekunde vom Gas ging. Die durch eine Grippewelle stark dezimierten Thüringen sahen sich gleich zu Beginn einem enorm druckvoll agierenden Gastgeber gegenüber, der nach nur vier Spielminuten bereits mit 10:0 in Front lag. Steve Serio nach wenigen Sekunden, zweimal Center Dirk Köhler, Michael Paye und Kapitän Joey Johnson trugen sich bereits in der Startphase in die am Ende eindeutige Statistik ein.

Immer wieder war der seines Führungsduos Christink/Coskun beraubte Gast dem immensen Druck der RSV-Verteidigung nicht gewachsen, hatte enorme Schwierigkeiten überhaupt ein geordnetes Angriffsspiel aufzuziehen und beklagte so im gesamten Verlauf der Partie 36 Ballverluste. Die Mannschaft von Trainer Nicolai Zeltinger ihrerseits nutze die Ballgewinne zu seinem Fastbreak-Spiel und schraubte das Ergebnis bis zur Halbzeit über 22:6 (9.) und 39:12 (15.) auf 48:18 nach oben. Insbesondere das Auge der US-Boys Paye und Serio mit zusammen 13 Assists und die Lufthoheit mit einem Rebound-Verhältnis von 32:22 durch die Center Johnson, Köhler und Felix Schell machte in dieser Phase den deutlichen Unterschied zwischen dem Titelaspiranten und dem angeschlagenen Kellerkind. Nach dem Seitenwechsel nahm der achtfache Meister dann die Einhundert-Punkte-Schallmauer ins Visier. Wieder mit der etatmäßigen Startformation aus der Kabine kommend, brannte das Zeltinger-Team nun ein wahres Feuerwerk ab. Nationalspielerin Gesche Schünemann war es, die zweieinhalb Minuten vor der Schlusssirene den von den Fans ersehnten einhundertsten Punkt zum 100:31-Zwischenstand erzielte. »Auch wenn es sich merkwürdig anhört, aber auch für mein Team war das Spiel gegen einen derart dezimierten Kontrahenten nicht leicht. Ich bin mit der fast durchgehend hohen Konzentration im Spiel meiner Mannschaft zufrieden, muss aber vor allem der tapfer kämpfenden Rumpftruppe aus Jena meinen Respekt zollen«, so RSV-Trainer Zeltinger nach der Partie.

Lahn-Dill: Köhler (28), Serio (23), Johnson (12), Paye (10), Schell (9), Schünemann (8), Gundert (6), Böhme (2), Haller (2), Amend, Horie, Mojtahedi.

Jena: Kay (11), Kietzer (9), Hayirli (8), Vogel (6), Heimbach (4), Schüler (2), Brühl, Heinecke.

Artikel Drucken Drucken  Versenden
Artikel vom 06.02.2012 - 16.00 Uhr
Social Networks
Facebook Twitter studiVZ meinVZ schülerVZ MySpace  Del.icio.us
X Diesen Artikel versenden






* Bitte füllen Sie alle Felder aus.
Kommentar schreiben
Impressum Kontakt AGB Nutzungsbedingungen Datenschutz
TopSeitenanfang