(kam) Die U19-Junioren der LTi Gießen 46ers haben das Achtelfinale der Playoffs in der Nachwuchs-Bundesliga (NBBL) am Sonntag beim haushohen Favoriten ALBA Berlin drei Viertel lang offen gestaltet. In den letzten zehn Minuten allerdings brachen die Mittelhessen völlig ein und mussten schlussendlich mit einer 54:72 (29:34)-Schlappe nach Hause fahren.
Zuvor hatten die 46ers den Hauptstädtern mit wechselnden Verteidigungsvarianten das Leben in der Offensive schwer gemacht. Im Gegenzug spielten die Gäste ihre Stärke aus: Mit konsequentem Tempobasketball durch schnelles Umschalten kamen die Juniors zu einigen einfachen Punkten, und wenn der Fastbreak-Express mal nicht rollte, bewiesen die Lahnstädter Geduld und das Auge für den besser postierten Mitspieler. Über 13:15 (10.) waren es lediglich die vielen gegnerischen Offensivrebounds, die 46ers-Headcoach Toni Dirlic Sorgen bereiteten. Ärgerlich war außerdem, dass seine Schützlinge viele einfache Punkte liegen ließen, infolgedessen bis zur Halbzeit zwölf Ballverluste verzeichneten und so die Feuerkraft der ALBA-Außenschützen zu spüren bekamen. Die streuten im zweiten Viertel nicht weniger als fünf Treffer von jenseits der 6,25 Meter ein und schraubten den Vorsprung damit auf 29:17 (15.). Die Juniors zeigten sich allerdings unbeeindruckt, blieben dem geduldigen Systemspiel treu und konnten erneut aufschließen (26:29, 19.). In den zweiten Durchgang gingen einige 46ers-Akteure zwar mit bereits gefährlich belastetem Foulkonto, trotzdem hielten Topscorer Robin Christen und Co. die Partie weiter offen. Die Zwischenstände von 39:41 (25.) bis zu 45:47 (30.) zeugten von einer hochkonzentrierten Gießener Defensivleistung. Mit Anpfiff des vierten Viertels schien die Dirlic-Truppe dann aber Kraft und Konzentration gleichzeitig zu verlassen. Die Berliner Zonenverteidigung war kaum noch zu knacken, schließlich schieden erst LTi-Spielmacher Falko Theilig (36.) und dann Forward Oliver Nützel (37.) foulbedingt aus. Jetzt sorgten die Hausherren mit der absoluten Dominanz im Rebound und einem 20:0-Run auf 67:47 (38.) innerhalb weniger Minuten für die Vorentscheidung. »Das letzte Viertel täuscht deutlich über drei gute hinweg, die Niederlage ist zumindest in dieser Höhe nicht verdient«, kommentierte Dirlic nach dem Spiel. Bereits am kommenden Samstag besteht für den 46ers-Nachwuchs im Achtelfinal-Rückspiel in der Osthalle die Möglichkeit zur Revanche.
Drei Teams sind noch in den Abstiegskampf der Handball-Bundesliga verstrickt: HSG Wetzlar, TV 05/07 Hüttenberg, Bergischer HC. Wer schafft den Klassenerhalt?