Gekämpft und doch verloren - trotz einer starken Leistung beim Auswärtsspiel bei Tuspo Waldau stand der TV 05/07 Hüttenberg in der Handball-Oberliga der Frauen nach der 27:29 (14:14)-Niederlage am Ende wieder mit leeren Händen da.
Mehr als 40 Minuten waren die Schützlinge von Trainer Stefan Faber die spielbestimmende Mannschaft, doch für die dringend benötigten Punkte im Abstiegskampf reichte es am Ende nicht. Der TVH kam besser aus den Startlöchern. Bereits nach wenigen Minuten leuchtete eine 3:0-Führung von der Anzeigetafel. Spätestens zu dem Zeitpunkt merkten die Gastgeberinnen, dass diese Begegnung kein Selbstläufer sein würde und es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Beim 4:4-Ausgleichstreffer für Waldau kam ein leichter Bruch ins Hüttenberger Spiel, denn ab da wurde die mangelnde Chancenauswertung bestraft. Zu diesem Zeitpunkt witterten die Gastgeberinnen Morgenluft und konnten sich bis zur 20. Spielminute auf 10:7 absetzen. Die TVH-Mädels ließen den Kopf aber nicht hängen und packten ihr großes Kämpferherz aus. Immer wieder wurde die gegnerische Abwehr unter Druck gesetzt, zwangsläufig kam man so auch zu den erhofften Torchancen. Für diese kämpferische Einstellung wurde der TVH belohnt und konnte mit einem 14:14 in die Kabine gehen.
Bis zum 16:16 in der 37. Minute blieb der Spielverlauf ausgeglichen. Ab der 40. Spielminute hatte der TVH seine stärkste Phase. Die Hüttenberger Defensive arbeitete hervorragend und im Angriff wurden schöne Tore herausgespielt. Der verdiente Lohn war eine 22:19-Führung durch einen Gegenstoßtreffer von Geburtstagskind Sina Schmidt (48.).
Zu diesem Zeitpunkt verpassten es die Hüttenbergerinnen, den Sack zuzumachen. Eine zweimalige Überzahl konnte nicht in Tore umgemünzt werden. Das wurde von Waldau gnadenlos bestraft. Nachdem die Schiedsrichter zweimal Stürmerfoul gegen Hüttenberg pfiffen, konnten die Gastgeberinnen zum 25:25 ausgleichen. In der 54. Minute ging Waldau sogar mit 27:25 in Führung, doch der TVH erkämpfte sich bis zur 58. Minute wieder den 27:27-Ausgleich. Als die Hallenuhr 59:10 zeigte, entschied das Schiedsrichtergespann nach einer engagierten Abwehraktion des TVH auf Strafwurf für Waldau. Anika Müller behielt die Nerven und traf zur entscheidenden 28:27-Führung für die Gastgeberinnen. Dann reichte die Zeit einfach nicht mehr - und das 29:27 für Waldau am Schluss war nur noch Makulatur.
TV 05/07 Hüttenberg: Heep; Lüling, Schmidt (2), Elmshäuser, Ulm, Wenzl (8/4), Faber (2), Hermann (3), Oestreich (2), Schön (3), Ruppel (4), Löffler (3/1), Braun (1), Taylor (1).
Drei Teams sind noch in den Abstiegskampf der Handball-Bundesliga verstrickt: HSG Wetzlar, TV 05/07 Hüttenberg, Bergischer HC. Wer schafft den Klassenerhalt?