Im Hessenderby der Rollstuhlbasketballbundesliga trifft der RSV Lahn-Dill am Samstag (19.30 Uhr) auf die Mainhatten Skywheelers aus Frankfurt.
DIRK KÖHLER und sein RSV Lahn-Dill erwarten morgen die Mainhatten Skywheelers. (jth)
(aj) Im Fokus des vierten Spieltages in der Rollstuhlbasketball-Bundesliga steht am Wochenende insbesondere das mit viel Brisanz besetzte Hessen-Derby zwischen dem Gastgeber RSV Lahn-Dill und den Mainhatten Skywheelers, die bis zur Vorsaison unter dem altehrwürdigen Namen RSC Frankfurt antraten. Am Samstag um 19.30 Uhr dürften die Wetzlarer Rollis in der Sporthalle der August-Bebel-Schule dabei auch erstmals in dieser Saison in Bestbesetzung antreten, nachdem sich das Lazarett in den vergangenen Tagen sichtlich gelichtet hat.
»Momentan steigert sich die Hürde für uns von Spiel zu Spiel«, so RSV-Trainer Nicolai Zeltinger mit Blick auf das Derby und dem zuvor relativ leichten Aufgalopp in die neue Spielzeit. Der Monat der Wahrheit hat es für die Mannschaft um Kapitän Joey Johnson dabei in sich: Zunächst die Hürde der Vorwoche mit dem Auswärtsspiel in Bonn, nun das Duell mit dem alten Rivalen aus Frankfurt, ehe dann am 22. November das Topspiel gegen Zwickau in der Rittal Arena steigt. Hinter den Skywheelers verbirgt sich dabei der Traditionsverein RSC Frankfurt, der bereits 1980 seine erste deutsche Meisterschaft feierte, bevor der inzwischen dreifache Champions-League- Sieger RSV Lahn-Dill überhaupt gegründet war. Drei Meistertitel und einen Pokalsieg haben die Frankfurter bisher angehäuft, ehe sich das Kräfteverhältnis seit Ende der 90er Jahre klar zugunsten der Mittelhessen gewendet hat. Brisanz birgt die Tatsache, dass in der gemeinsamen Bundesligageschichte zahlreiche Akteure bereits die Trikots beider Kontrahenten getragen haben. Aktiv ist davon allerdings zurzeit nur eine Spielerin, nämlich Nora Schratz, die von 1999 bis 2006 für den RSV Lahn-Dill aktiv war und in den letzten drei Jahren für die Frankfurter auf Korbjagd ging. Mit Marco Hopp hat ein anderes bekanntes Gesicht auf der Skywheelers Bank Platz genommen. Der neue Trainer war von Sommer 2001 bis Ende 2002 selbst Lahn-Diller und feierte mit seinem damaligen Team den ersten Europapokaltriumph der RSV-Geschichte.
(vr) Die Basketballerinnen des Teams Mittelhessen wollen auch in der U17-Nachwuchs-Bundesliga ihre weiße Weste wahren und am Sonntag (14 Uhr/Hartmannhalle) bei den Basketball 4 Girls Chemnitz einen Sieg herausspielen. Mit welcher Aufstellung das Trainergespann Birte Schaake/Christine Hellkötter allerdings nach Sachsen reisen wird, entscheidet sich erst am Spieltag.
Die Gastgeberinnen konnten in dieser Saison aus drei Partien noch keinen Sieg einfahren und befinden sich derzeit auf dem vorletzten Tabellenplatz. Dementsprechend tritt die Basketball-Gemeinschaft aus Grünberg und Marburg in Chemnitz als Favorit an. Allerdings könnte es sein, dass Schaake und Hellkötter nur ein stark dezimierter Kader zur Verfügung steht: Vier ihrer Athletinnen sind erkrankt, sodass die endgültige Teamaufstellung noch ungewiss ist. Auch Mittelhessens Punktegarantinnen Aline Stiller und Keisha Carthäuser gehören zu den Erkrankten. Um variabler in der Verteidigung zu sein, haben die Hessinnen in der zurückliegenden Trainingswoche an einer Zone gearbeitet, welche auch gegen Chemnitz verstärkt zum Einsatz kommen soll.
(kam) Vor der Saison gehörte der TSV Breitengüßbach nicht nur für Sebastian Hühn, Headcoach der U16-Junioren der LTi Gießen 46ers, zum Favoritenkreis im Rennen um den Meistertitel in der Jugend-Bundesliga (JBBL). Nun machen die 46ers-Junioren den Oberfranken sogar den ersten Tabellenplatz in der Division Mitte-Ost streitig: Am letzten Spieltag verlor Breitengüßbach völlig überraschend in Jena, rangiert damit bei einem Spiel weniger in der Tabelle weiter hinter den Mittelhessen. Wenn der TSV am Sonntag um 12 Uhr in der Osthalle gastiert, gibt es für Hühn also keinen Grund zur übermäßigen Besorgnis. Für den 29-Jährigen und seine Truppe geht es auch um die Tabellenführung. Dafür ist jedoch in der Verteidigung der Gießener eine deutliche Steigerung nötig. Sorgen personeller Art bereitet zudem Spielmacher Arda Arslantas, der mit einer Bänderdehnung mindestens zwei Wochen ausfällt. So muss sich der Trainer wie vor fast jedem Duell in der noch jungen JBBL auf sein eigenes Team besinnen: »Breitengüßbach ist schwer einzuschätzen. Wichtig ist, dass wir besser umschalten und verteidigen als zuletzt.«
Drei Teams sind noch in den Abstiegskampf der Handball-Bundesliga verstrickt: HSG Wetzlar, TV 05/07 Hüttenberg, Bergischer HC. Wer schafft den Klassenerhalt?