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Halasova wird zur tragischen Figur

Artikel vom 22.02.2010 - 10.00 Uhr

Halasova wird zur tragischen Figur

Trotz zahlreicher Glanzparaden von Torhüter Vilma Gainskyte reichte es für die Zweitliga-Handballerinnen des TV 05 Mainzlar nicht. Neun Sekunden vor dem Ende hatte die stärkste Mainzlarer Feldspielerin, Martina Halasova, vom SiebenmeterPunkt die große Ausgleichschance. Doch Nellingens Torfrau Andrea May parierte und Mainzlar verlor ein packendes Zweitligaduell vor über 300 hin- und hergerissenen Zuschauern mit 26:27 (12:14).
GROSSER RÜCKHALT, aber trotzdem verloren: TVM-Torhüterin Vilma Gainskyte.
(Foto: Friedrich)
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GROSSER RÜCKHALT, aber trotzdem verloren: TVM-Torhüterin Vilma Gainskyte. (Foto: Friedrich)
Im Gegensatz zum Pokaldebakel gegen die Trierer Miezen präsentierten sich die Gastgeberinnen kampfstark und taktisch über weite Strecken gut sortiert. Rückhalt Gainskyte hat einen simplen Grund für die Stabilisierung parat: »Martina hat wieder mitgespielt und uns Sicherheit gegeben. Sie ist extrem wichtig für uns - vor allem in der Deckung, wo wir noch etwas besser stehen müssen, um auch solch ein Spiel gewinnen zu können.«

In der Tat war die angesprochene Halasova ein Fels in der Brandung, die auch gegen ausgebuffte und stets austeilenden Spielerinnen wie Nellingens Marion Radonic mit harten Bandagen Paroli bot. Doch auch die 32-Jährige hatte wie ihre Kolleginnen Schwierigkeiten, ins Spiel zu kommen. Denn in der Anfangsphase hatte sich Nellingen als Tabellenzweiter und Aufstiegsanwärter präsentiert. Nach fünf Minuten schloss Sandra Faustka einen Tempogegenstoß mustergültig zum 3:1 für die »Hornets« ab. Als die ehemalige Lützellindenerin Christine Maric ebenfalls per Gegenstoßtreffer in Erscheinung getreten war und der Gast aus dem Schwabenland mit 5:1 (7.) führte, fühlten sich die TVM-Anhänger an die bittere Pokalpleite aus der Vorwoche erinnert.

Für Maric war aber schon im Frühstadium einer lebendigen und letztlich spannenden Begegnung klar, dass es kein Spaziergang werden würde: »Ich habe selbst unter Jürgen Gerlach gespielt und mir war klar, dass das Team nach der Niederlage im Pokal anders auftreten wird. Wir haben am Ende glücklich gewonnen, denn Mainzlar hätte schon einen Punkt verdient gehabt.«

Gerade vom Siebenmeterpunkt war Halasova nicht zu stoppen. Zum 7:10 (20.) und 8:11 (21.) warf die Slowakin sicher ein, ehe Laura Schmitt mit einem schnell vorgetragenen und präzise abgeschlossenen Tempogegenstoß den Rückstand zur Pause auf 12:14 verkürzte.

Während sich die Spielerinnen auf dem Parkett mühten, nahm auf der Tribüne der Unmut über die Schiedsrichterleistung zu. Das Gespann Gentes/Franz hatte sich am Samstag zwar keine groben Schnitzer erlaubt, doch im Zweifel Kleinigkeiten wie Schrittfehler oder Fußspiel gegen die wacker kämpfenden Gastgeberinnen ausgelegt. Gerade in der spielentscheidenden Schlussphase waren es diese Kleinigkeiten, die Mainzlar um einen oder gar zwei Punkte brachten.



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Artikel vom 22.02.2010 - 10.00 Uhr
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