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Globus-Cup-Gründer: »Es wird immer schwieriger«

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Artikel vom 09.01.2017 - 06.00 Uhr

Globus-Cup-Gründer: »Es wird immer schwieriger«

(sno) Der Globus-Mittelhessen-Cup versammelt zwar nahezu alle mittelhessischen Topteams, der Glanz von früher aber fehlt etwas. Sieger nach Neunmeterschießen ist Eintracht Wetzlar. Rund 1000 Zuschauer kommen über die drei Tage verteilt. Die Meinungen über das Niveau gehen auseinander.

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Für die zwei heimischen Teams aus Heuchelheim und Watzenborn-Steinberg reicht es nur zum Spiel um Platz drei. Dort duellieren sich Heuchelheims Torhüter Benjamin leib und der Teutone Taskin Kadri. (Foto: ras)
© Rainer Schmidt
Die letzten Szenen am gestrigen Abend in Dutenhofen waren symbolisch für den Globus-Mittelhessen-Cup Anfang 2017. Ein Fußball-Gruppenligist und ein Kreisoberligist standen sich im Finale gegenüber, das Neunmeterschießen musste herhalten. Eintracht Wetzlar setzte sich mit 5:4 gegen den FC Cleeberg durch, ein Team, das sich ehrgeizig präsentierte, aber auch nicht für die große Fußballkunst steht.

Die mittelhessischen Topteams waren bis auf Watzenborn-Steinberg, das seine zweite Mannschaft schickte, vertreten. Glanz und Gloria aus früheren Zeiten aber fehlte, was auch der Turniergründer Wolf-Rüdiger Blöhß zugab: »Es wird immer schwieriger Mannschaften mit hoher Spielstärke zu bekommen. Ich erinnere mich noch daran, als wir vor 31 Jahren hier anfingen. Da gab es in Mittelhessen ein einziges Hallenturnier, in Niedergirmes. Heute sind wir zwar nach wie vor das spielstärkste Turnier in der Region, es gibt auch zig andere Hallenturniere.« Die Jugend von Eintracht Frankfurt oder Hessen Kassel spielte bereits in Dutenhofen vor, genauso wie die jetzigen Regionalligisten TSV Steinbach und Teutonia Watzenborn-Steinberg. Nun standen Cleeberg und Eintracht Wetzlar im Finale.

»Es gab Kabinettstückchen und schönen Fußball, aber es gibt da auch viel Krampf«, räumte Blöhß ein. Was die Zuschauerzahl angeht, formulierte Heuchelheims Trainer Patrick Schreiter treffend: »Was sich schon auf den Sportplätzen abzeichnet, dass es schwieriger wird, die Leute zu begeistern, setzt sich in der Halle fort.« Insgesamt kamen über die drei Turniertage rund 1000 Zuschauer.

In den vier Dreier-Gruppen wurden aus zwölf Teams acht Viertelfinalisten gesucht – der Weg des späteren Siegers Eintracht Wetzlar führte über ein 3:1-Sieg über Kinzenbach, ein 4:2 nach Neunmeterschießen über Watzenborn-Steinberg II und ein 5:4 vom Punkt über Cleeberg. Dritter wurden die TSF Heuchelheim, deren Trainer Schreiter nicht zwingend ein gesunkenes Niveau feststellen wollte: »Das Spiel hat sich eben verändert, es ist dynamischer geworden, man lässt dem Gegner weniger Raum.« Den vierten Platz belegte die zweite Mannschaft aus Watzenborn-Steinberg. Zum besten Spieler des Turniers wurde Benedikt Heinz vom FC Cleeberg gewählt – überhaupt war es für den Kreisoberligisten ein gelungener Auftritt. Zum ersten Mal nahm man teil, gleich ging’s für Cleeberg bis ins Finale. Zum besten Torhüter wurde Tolga Sahin von der Teutonia gekürt.

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