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Gießen Pointers vergeben Matchball

Artikel vom 14.03.2011 - 09.20 Uhr

Gießen Pointers vergeben Matchball

(lad) Die VfB 1900 Gießen Pointers haben gestern Abend im zweiten Playoff-Spiel gegen die Schwelmer Baskets den Viertelfinaleinzug und damit die Sensation - zumindest vorerst - verpasst. In einem bis kurz vor Schluss mitreißenden Spiel unterlagen die Pointers in der mit 1000 Zuschauern gefüllten heimischen Osthalle mit 71:81 (27:36), wodurch Schwelm in der Serie ausglich.

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MATCHBALL VERGEBEN: Till Wosnitza von den VfB 1900 Gießen Pointers rauft sich nach der verpassten Chance die Haare, mit einem Sieg gegen die Schwelmer Baskets ins Viertelfinale der Basketball-Pro-B einzuziehen. Letztlich verlieren die Pointers mit 71:81 und stehen am Dienstag in Schwelm vor der entscheidenden Partie. (Foto: Vogler)
Am Dienstag um 20 Uhr treffen beide Mannschaften zum dritten und letzten Mal aufeinander; Heimrecht haben die Baskets.

»Das ist auf jeden Fall eine ärgerliche Niederlage. Wir hatten sie eingeholt und es dann nicht geschafft, über den Berg zu kommen«, trauerte Pointers-Trainer Dejan Kostic der vergebenen Chance nach. Denn die war auf jeden Fall da. Ähnlich wie im letztwöchigen Spiel, als Gießen mit 83:81 in der fremden Halle siegreich war, legte Schwelm eine komfortable Führung vor, die der VfB allmählich einschmolz. Dieses Mal war es das erste Viertel, das einer Katastrophe glich und das die Hausherren mit einer hohen Hypothek belastete. So startete der Gast mit 7:0 und baute dies auf 23:8 (7.) aus. Bereits nach sechs Minuten hatten die defensiv völlig desorganisierten Gießener 15 Gegenpunkte aus Dreierversuchen kassiert. Eine Auszeit von Kostic fruchtete aber und brachte die 1900er-Verteidigung auf Vordermann.

In den folgenden neun Minuten fing sich Gießen nur zwei Gegenpunkte ein; von der Dreierlinie war Schwelm bis zur Halbzeitpause gar nicht mehr erfolgreich. Gleichzeitig verhinderte aber eine schwache Trefferquote gegen die größenmäßig und im Rebound überlegenen NRWler, dass Gießen deutlich verkürzte.

Vor allem dank des starken Sebastian Rotaru, der sein bestes Saisonspiel machte, betrug der Rückstand zehn Sekunden vor Ende der Halbzeit 27:34; hätte der VfB nicht sieben seiner zwölf Freiwürfe versemmelt, hätte es zu diesem Zeitpunkt sogar unentschieden gestanden.

Nach dem Seitenwechsel zogen die Gäste wieder auf 48:36 (25.) davon und schienen bereits mit dem Sieg zu planen, bevor die Gießener Aufholjagd für spürbare Verunsicherung beim Favoriten sorgte.

Peu à peu kämpfte sich der VfB heran, und in der 30. Minute traf Zeljko Pavlovic den ersten Dreier für sein Team zum 49:52. Direkt nach dem nächsten Viertelbeginn verkürzte Patrick Unger auf 51:52, und in der 35. Minute war es Marcus Johnson, der den 60:60-Ausgleich besorgte und die Halle laut werden ließ. Das Spiel schien gegen die nervösen Gäste zu kippen, doch bei Gießen schlichen sich jetzt Fehler ein, die Schwelm sofort ausnutzte. 50 Sekunden vor Schluss verkürzte Johnson noch einmal auf 71:76, aber das Spiel war gelaufen. Trainer Kostic gab sich kämpferisch: »Erkenntnis: Gießen darf man nie abschreiben - wir kommen immer wieder. Mit mehr Glück hätten wir auch gewonnen.«

VfB 1900 Gießen Pointers: Czepczynski, Barrett (10), Biallas, Felix Rotaru (4), Johnson (16/1), Wosnitza (3), Zabel (2), Pavlovic (12/2), Sebastian Rotaru (10), Unger (14).

Schwelmer Baskets: Holmes (16), Kramer (3/1), Dücker (10/1), Bunts (20/3), Speier (21), Opitz, Doll (6/2), Gentgen, Dohmen (5/1).

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Artikel vom 14.03.2011 - 09.20 Uhr
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