(lad) Sportliche Höchstleistungen am Rande der Gießener Innenstadt: Am Sonntag zogen insgesamt 400 Sportler beim DAK Triathlon Gießen zunächst ihre Bahnen im Freibad in der Ringallee, radelten von dort aus gen Wieseckaue, durch die Philosophenstraße und durch die Eichgärtenallee zurück ans Bad, um von dort aus auf die finale Laufstrecke um den Schwanenteich einzubiegen.
TEIL EINS BEIM DAK TRIATHLON GIESSEN: Im Freibad an der Ringallee ziehen die Teilnehmer ihre Bahnen, ehe es auf die Rad- und anschließend auf die Laufstrecke geht. (Foto: Friedrich)
Beste Voraussetzungen für ein Sportfest mit guter Stimmung, hätte nicht das frühherbstliche Wetter mit Kälte, Nässe und Wind dafür gesorgt, dass nennenswerte Zuschauermassen der Strecke fernblieben.
Der Lauf war zugleich der vierte und letzte Lauf des Gecko Mittelhessencups, in dessen Siegerliste sich mit Tanja Hohmann eine ehemalige Gießenerin eintragen und damit ihren Titel aus dem Vorjahr verteidigen konnte.
»Wir hätten noch deutlich mehr Teilnehmer haben können, aber wegen der Baustellen in Gießen mussten wir leider eine 5,5 km kurze Radstrecke wählen, die nicht für mehr als 400 Teilnehmer geeignet war. Deshalb mussten wir die Meldelisten früh stoppen«, war Claudius Pyrlik von der Agentur first wave, die gemeinsam mit der DAK und der Stadt Gießen Ausrichter des Sport-Events war, mit der Resonanz zufrieden. In der Summe aller vier Läufe vermeldete der Gecko Mittelhessencup 1500 Starter, wobei der kalte Mai in Grünberg und Butzbach für vergleichweise niedrige Meldeergebnisse gesorgt hatte.
»Ich komme gerne nach Gießen zurück. Die Strecken sind gut und die Organisation auch - ich komme auch nächstes Jahr wieder«, war die frühere Gießenerin Tanja Hohmann zufrieden mit dem Abschluss des Gecko Mittelhessencups, durch den sie ihren Vorjahreserfolg in der Gesamtwertung wiederholen konnte. In der Tageswertung musste sich die Neu-Kölnerin, die dort seit zwei Jahren an der Hochschule doziert, allerdings Susanne Braun aus Oberstedten geschlagen geben. In der olympischen Kurzdistanz mit 1,5 km schwimmen, 38,5 km Rad fahren und 10 km laufen benötigte Braun insgesamt 2:17:26 Stunden gegenüber 2:19:58 von Hohmann, deren stärkste Teildisziplin der Lauf in 42:34 Minuten war. Dritte wurde Andrea Dullnig vom TV Großen-Buseck (2:45:39 Stunden). Mit dem Sieg sicherte sich Braun auch den zweiten Platz in der Gesamtwertung mit 68 Punkten, während Hohmann mit 95 Zählern triumphierte.
In der Gesamtwertung der Männer kam mit Georg Abel vom Tri Team Gießen ein Einheimischer auf den zweiten Rang. Diesen festigte er mit seinem unangefochtenen Erfolg auf der Mitteldistanz, die sich aus 2 km schwimmen, 60,5 km Rad fahren und 15 km laufen zusammensetzt. »Aufgrund meiner Belastungen der letzten Wochen wusste ich nicht, was beim Laufen noch geht. Deshalb habe ich von Anfang an Druck gemacht«, erklärt Abel, wie er seinem ärgsten Konkurrenten bereits im Schwimmbecken um exakt vier Minuten enteilte, die er auf dem Rad bereits auf 7:20 Minuten und im Ziel schließlich auf üppige 10:04 Minuten ausgebaut hatte. In 2:54:28 Stunden blieb er zudem als einziger Starter unter der Drei-Stunden-Marke. Zweiter wurde hier der Baunataler Michael Zahrt (3:04:32), während mit dem Gießener Thomas Schaukal (3:16:40) und dem Laubacher Mario Desch (3:32:14) zwei weitere Einheimische als Vierter und Sechster weit vorne landeten. Mit seinem zweiten Sieg nach Butzbach im Sprint kam Abel auf 80 Punkte in der Cupwertung, die alle Disziplinen einschließt.
So startete der Gesamtsieger Uwe Widmann am Sonntag auf der Kurzstrecke, die er souverän in 1:52:48 Stunden gewann und somit sein Konto auf 115 Punkte aufstockte. Der ehemalige Profi aus Mannheim hatte zuvor bereits in Bad Camberg und in Butzbach (Kurzdistanz) gesiegt und nun nach eigener Aussage nur einen Trainingslauf benötigt, um 4:18 Minuten auf den Zweitplatzierten der Kurzstrecke, Ralf Valentin vom Tri Team Gießen, herauszuholen. Dabei hatte er es auf die Laufstrecke ankommen lassen, denn nach den ersten beiden Disziplinen hatte er weniger als eine Minute Vorsprung auf Valentin. Doch die 33:12 Minuten im »Zehner« waren eine klare Sprache. Der aus Linden stammende Michl Hänel zeigte in 2:07:20 Stunden als Fünfter eine ordentliche Leistung, vor allem sein Lauf in 33:47 Minuten ragt heraus, dank dessen er sich noch von Platz acht vorschieben konnte. Direkt hinter ihm landete der Gießener Dennis Wiegran in 2:07:42 Stunden.
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