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Für die 46ers wird es immer düsterer

Artikel vom 18.04.2009 - 10.00 Uhr

Für die 46ers wird es immer düsterer

Das sportliche Überleben in der Basketball-Bundesliga hängt für Gründungsmitglied LTi Gießen 46ers am seidenen Faden. Im viertletzten Spiel der Saison unterlagen die Mittelhessen den Brose Baskets Bamberg mit 61:77 (20:39).
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Autsch, das hat weh getan: Die LTi Gießen 46ers um Playmaker Heiko Schaffartzik (mit Ball) zeigten besonders in Halbzeit eins eine desolate Leistung gegen den Tabellensiebten Brose Baskets Bamberg (hier John Goldsberry). (Foto: Vogler)
Der Tabellensiebte aus Franken dominierte die Partie in den ersten drei Vierteln nach Belieben und ließ die heimischen Fans bereits zur Pause ein Pfeifkonzert anstimmen. Nur im letzten Spielabschnitt konnte das Team von Trainer Vladimir Bogojevic gegen den Meister von 2005 und 2007 mithalten. Sollten die 46ers nun im Hessenderby morgen (15 Uhr, Ballsporthalle Höchst) gegen die Deutsche Bank Skyliners Frankfurt unterliegen, könnte der Abstieg der Gießener mit einem zeitgleichen Sieg der Köln 99ers in Braunschweig bereits besiegelt werden.

Mit einem Block gegen Nationalspieler Demond Greene eröffnete Michael Umeh die Partie, trotzdem gehörten die ersten Punkte dem Serben Predrag Suput, der einen Dreier für die Bamberger versenkte (0:3, 2.). Sein Gegenspieler Corey Rouse ließ es sich dafür nicht nehmen, die ersten Zähler der 46ers mit einem Dunking über den Flügelspieler zu erzielen, um so den Rückstand zu verkürzen. Auf die gleiche Art und Weise markierte Rouse auch die erste Gießener Führung (4:3, 4.).

Dann allerdings kamen die Gäste besser ins Spiel, konnten mit einem Lauf Abstand zwischen sich und die Mittelhessen bringen (4:10, 6.). Erst Johannes Lischka gelang es, von der Freiwurflinie wieder für die Gastgeber zu punkten (5:10, 8.), doch ein weiterer Treffer des Puerto-Ricaners Filiberto Rivera im direkten Gegenzug zwang Gießens Headcoach zu einer Auszeit. Bis zum Viertelende gelang es dem Traditionsverein nicht mehr, den Vorsprung zu verkürzen, nach den ersten zehn Minuten lagen die Hausherren bereits mit 9:16 zurück.

Auch das zweite Viertel war geprägt von Fehlern auf beiden Seiten und einer schlechten Schiedsrichterleistung. Die drei Herren in Neongelb waren nur selten auf Höhe des Geschehens und ließen einige Male nicht nur die Fans mit den Köpfen schütteln. Die Gießener kamen auch weiterhin offensiv nicht ins Rollen, trafen ihre Würfe von außen nicht und sahen sich Mitte des Viertels das erste Mal einem zweistelligen Rückstand gegenüber (12:22, 14.). Zwar präsentierten sich die Gäste, immerhin Tabellensiebter, nicht gerade wie ein Playoff-Aspirant, gegen die Defense der 46ers war dies gestern Abend jedoch auch nur zeitweise nötig.

Offensiv dagegen war bei den Gießenern kaum vielversprechendes Mannschaftsspiel zu sehen, stattdessen waren es immer wieder Einzelaktionen, die zu Körben für die Bogojevic-Truppe führten. Die 3 270 Fans in der Osthalle zeigten bereits zu diesem Zeitpunkt nur noch wenig Vertrauen in die Leistung der 46ers und skandierten »Und so spielt ein Absteiger«. Mit einem gellenden Pfeifkonzert schickten die Anhänger ihr Team kurz darauf in die Halbzeitpause: Beim 20:39 nach zwanzig Minuten gab es keinen Bereich, in dem das Heimteam die Zuschauer hätte überzeugen können.



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Artikel vom 18.04.2009 - 10.00 Uhr
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