Für TC Rot-Weiß Gießen wichtiger Schritt in Richtung Meisterschaft
(gae) »Wir hatten viel Respekt vor Singen. Die sind wirklich gut. Aber wir haben uns auf unsere Stärken konzentriert«, erklärte eine glückliche Katja Gröninger nach dem 6:3 des TC Rot-Weiß Gießen gegen den TC Singen in der Tennis-Regionalliga Damen 40.
DER TC ROT-WEISS GIESSEN um Spielführerin Katja Gröninger schlägt in der Damen 40 Regionalliga den starken Neuling TC Singen mit 6:3. (Foto: Friedrich)
Schon nach den Einzeln hatten sich die Gastgeberinnen einen beruhigenden 4:2-Vorsprung herausgearbeitet. Auf den gut bespielbaren Sandplätzen an der Grünberger Straße legte die an Nummer eins agierende Barbara Seeger vor. Zwar benötigte »Babsi« ein paar Spiele, um ihren Rhythmus im Match zu finden. Letztlich war aber ihre Variabilität in den Schlägen der Grund für den gelungenen 6:3, 6:3-Auftakt gegen die Schweizerin Claudine Ferralli.
Nicht von Erfolg gekrönt war dagegen der Auftritt von Gröninger. Die Nummer zwei der Rot-Weißen kam gegen die stark aufspielende Isolde Hepp-Schwarz nicht in Tritt. »Ich war einfach indisponiert«, bilanzierte Gröninger. Das klare 2:6, 2:6 gegen ihre Widersacherin spiegelt aber nicht den wahren Verlauf. Mehr als neun Spiele gingen über Einstand, sodass für Gröninger auch ein wenig Pech dazukam.
Eine tolle kämpferische Leistung zeigte unterdessen Silke Liebchen-Moneke vor den rund 50 Zuschauern auf der Rot-Weiß-Anlage. Die Nummer drei musste sich zwar im ersten Satz mit 0:6 geschlagen geben, drehte anschließend aber auf. »Silke hat richtig Gas gegeben«, konstatierte Gröninger, die nach ihrem Einzel coachte. »Wir haben umgestellt«, erklärte Gröninger. Anstatt verhalten zu spielen, wurde jetzt jeder Aufschlag attackiert. Der Mut wurde belohnt, Liebchen-Moneke glich mit dem 6:3 aus, sodass es in den Tiebreak ging. Liebchen-Moneke blieb bei der offensiven Variante und führte bereits 6:1, letztlich »rettete« sie sich noch gegen Regina Meyer-Stoll ins 7:6 und holte den zweiten Punkt im Einzel für die Gießenerinnen.
Die hinteren Einzel waren letztlich eine klare Angelegenheit für die doch spielende Andrea Rolshausen (kam noch pünktlich von einer Klassenfahrt an) und für Kamila Allertova. »Wir wussten, dass die Singenerinnen hinten abfallen würden«, erläuterte Gröninger das 6:2, 6:1 von Rolshausen gegen Beate Berghold und das 6:0, 6:1 von Allertova gegen Ulrike Dowideit.
Zwar patzten Gröninger/Liebchen-Moneke in ihrem Doppel beim 4:6, 3:6 gegen Ferralli/Hepp-Schwarz, aber Seeger/Allertova gegen Meyer-Stoll/Joachimski mit 6:3, 6:3 und Lysa/Rolshausen gegen Berghold/Dowideit mit 6:1, 6:1 fuhren den verdienten 6:3-Gesamterfog ein. Die nächsten Partien (am 15. Mai gegen Eschenburg und am 12. Juni bei WR Stuttgart) können die Gießenerinnen entspannt angehen, ehe das mögliche »Finale« am 26. Juni beim Mitfavoriten TC Doggenburg Stuttgart ansteht.
Drei Teams sind noch in den Abstiegskampf der Handball-Bundesliga verstrickt: HSG Wetzlar, TV 05/07 Hüttenberg, Bergischer HC. Wer schafft den Klassenerhalt?