FSV Fernwald unterliegt mit 3:4 gegen den Hünfelder SV
(se) Ein interessantes Spiel mit einem für den FSV Fernwald unbefriedigenden Ausgang. Einen Tag, nachdem der FSV mit Daniyel Bulut einen neuen Trainer für die Saison präsentiert hatte, unterlagen die Hessenliga-Fußballer des FSV auf eigenem Platz dem Hünfelder SV mit 3:4 (2:3) und haben so den entscheidenden Schritt in Richtung Klassenerhalt verpasst. Mit den Osthessen stellte sich eine grundsolide Mannschaft am Samstag in
Steinbach vor.
FUSSBALL: Kahrmann Damar (FSV Fernwald/r.) zieht hier am Hünfelder Thorsten Trabert vorbei. Am Ende dieser Hessenliga-Partie hieß es 4:3 für die Osthessen. (Foto: Sinkel)
Der »kleine« HSV spielte seine Stärken geschickt und auch konsequent aus, hatte aber auch eine gehörige Portion Glück, dass der FSV seine Möglichkeiten trotz der drei Treffer nur unzureichend nutzte.
Mit etwas mehr Schussglück wäre der FSV als Sieger vom Platz gegangen und hätte anschließend den Klassenerhalt feiern können. So muss der FSV in den Spielen beim KSV Baunatal sowie gegen den VfB Marburg und den 1. FC Schwalmstadt noch den einen oder anderen Zähler einfahren, um auch in der kommenden Saison weiter Hessenliga-Fußball zu anbieten zu können.
FSV-Kapitän Daniel Beck trauerte nach dem Spiel den nicht genutzten Möglichkeiten hinterher. Die neue Personalie, die den Spielern am Freitag mitgeteilt wurde, habe aber keine Rolle gespielt. »Wir haben uns auf die Partie gegen Hünfeld konzentriert«, berichtete der Torjäger, der am Samstag wieder einmal einen »Zweierpack« landete, am Ende aber mit seinem Team mit leeren Händen dastand. »Alles in allem ein glücklicher Sieg«, konstatierte Hünfelds Trainer Oliver Bunzenthal, »denn Fernwald hat in der zweiten Halbzeit zwei- bis dreimal Pfosten oder Latte getroffen.« Sein Kollege aufseiten des FSV Fernwald, Stephan Belter, verteilte Komplimente an die Mannschaft, »was die Einstellung der Spieler vor allem in der zweiten Halbzeit angeht«. »Wir hatten vier hochkarätige Möglichkeiten und hätten so nachlegen können«, stellte Belter nach seinem fünftletzten Pflichtspiel als Trainer des FSV Fernwald fest und musste auch einräumen, dass zumindest die ersten drei Gegentreffer nicht unvermeidbar waren.
Dabei begann alles so vielversprechend. Nach neun Minuten erlief sich Daniel Beck einen langen Ball von Dominik König und gab Gästetorhüter Mario Gerstung aus kurzer Distanz das Nachsehen. Dabei profitierte der Torschütze von einer ungewöhnlichen Unentschlossenheit des gegnerischen Keepers und des lang aufgeschossenen Abwehrspielers Dominik Weber. Weber sollte aber drei Minuten später seinen Fehler wettmachen, als er eine weite Flanke von Christopher Krause zum 1:1 einköpfte. Doch der FSV hatte die richtige Antwort parat. Nach einer sehenswerten Kombination zwischen Sven Diedrich und Sven Ehser schoss Letztgenannter zum 2:1 ein. Danach hatten die Gäste ihre stärkste Phase. In der 33. Minute hatte Sven Schmitt im FSV-Tor Glück, dass ein Gewaltschuss von Daniel Schirmer knapp am Pfosten vorbeistrich. Etwas unglücklich fiel der Ausgleich in der 37. Minute. Dominik Völk rutschte bei einer Unebenheit des Bodens der Ball vom Fuß; Gästespieler Marius Hampl erlief sich das Leder, scheiterte zunächst am FSV-Schlussmann, den Abpraller beförderte Fabian Kallee sicher über die Linie. Damit nicht genug. In der 45. Minute köpfte der Hünfelder Dominik Weber einen (unberechtigten) Krause-Eckball zum 3:2 für seine Mannschaft ein.
Der zweite Durchgang war geprägt vom energischen Bemühen des FSV um den Ausgleich. Die Fernwälder entwickelten einen enormen Druck, aber auch eine gehörige Portion Schusspech. So traf Kahrmann Damar in der 48. Minute den Pfosten des Hünfelder Tores. In der 69. Minute flankte Damar auf den am langen Pfosten lauernden Beck, dessen Kopfball vom Pfosten zurückprallte.
Drei Teams sind noch in den Abstiegskampf der Handball-Bundesliga verstrickt: HSG Wetzlar, TV 05/07 Hüttenberg, Bergischer HC. Wer schafft den Klassenerhalt?