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Enttäuschte 46ers in Frankfurt

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Artikel vom 09.01.2017 - 06.00 Uhr

Enttäuschte 46ers in Frankfurt

(mv) Nach Siegen trennen sich die hessischen Rivalen in der Basketball-Bundesliga in dieser Saison 1:1. Die Gießen 46ers unterlagen beim Rückrundenauftakt am Sonntag bei den Frankfurt Skyliners mit 61:65 und konnten somit ihren Erfolg aus der Hinserie nicht wiederholen.

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Hängende Köpfe bei den Gießen 46ers um Skyler Bowlin nach der Niederlage bei den Frankfurt Skyliners .
© Red
Die Mittelhessen wurden von der intensiven Verteidigung der Frankfurter über 40 Minuten einer harten Prüfung unterzogen, die sie am Ende nicht bestanden: Gerade einmal 3 5 Prozent Trefferquote aus dem Feld standen nach Spielende bei den 46ers zu Buche, mit Cameron Wells (19 Punkte) und Dwayne Evans (15 Zähler) kamen am Ende nur zwei Gießener auf eine zweistellige Punktausbeute. Trainer Denis Wucherer hatte taktisch umgestellt, Center Maurice Pluskota erstmals seit mehreren Monaten wieder in die Startformation berufen, ebenso wie Dwayne Evans. Dafür nahmen Marco Völler und Justin Sears auf der Bank Platz – letzterer hatte unter der Woche im Training einen Ellenbogenschlag ins Gesicht erhalten und zwei Tage mit dem Verdacht auf eine leichte Gehirnerschütterung ausgesetzt.

Trotz der ungewohnten ersten Fünf hielten die 46ers im ersten Viertel gut mit und die Partie eng: Zwar konnten die Frankfurter eine 21:16-Führung nach den ersten zehn Minuten behaupten, kurz vor der Halbzeit aber glich Kapitän Wells per Dreier zum 28:28 aus (19.). Es sollte allerdings das einzige Unentschieden der Partie bleiben, eine Führung sollte den Gießenern nach der Anfangsphase in der verbleibenden Spielzeit nicht mehr gelingen.

Immer wussten die Frankfurter eine Antwort auf die Ideen der 46ers, zwangen sie in die späten Sekunden der Schussuhr und ließen nur selten gute Würfe zu. Vor allem das Mannschaftsspiel der Gäste konnten die Skyliners gut unterbinden: Zwar war Wells am Ende bester Werfer, das effektive Passspiel mit den Kollegen verhinderte die Verteidigung von Frankfurts Urgestein Quantez Robertson aber größtenteils – gerade einmal sieben magere Assists verzeichnete die Statistik am Ende für die Gießener.

Erst in der Schlussphase gab es noch einmal eine Aufholjagd in der defensiv geprägten Partie: Evans und Wells führten die Gießener zu Beginn der Schlussminute noch einmal bis auf zwei Zähler an Frankfurt heran (59:61, 40.), ein Block von Evans bedeutete sogar Ballbesitz für Gießen. Doch ein Schrittfehler von Sears, der kurz darauf auch noch zwei Freiwürfe verwarf, bedeuteten das Ende aller Siegeshoffnungen. Für die 46ers-Akteure steht nun Erholung an: Da am Wochenende das Allstar-Spiel der Basketball-Bundesliga in Bonn auf dem Plan steht, ist diese Woche nach der intensiven letzten Zeit, mit vielen Spielen, bei den Gießenern trainingsfrei.

An der Erschöpfung lag es aber nicht, dass die 46ers als Verlierer vom Parkett gingen: »In puncto Intensität und Einsatz war das okay, am Ende hat die Mannschaft gewonnen, die zwei, drei wichtige Würfe mehr getroffen hat«, wollte Trainer Denis Wucherer seinen Spielern nach der Partie keine Vorwürfe machen. »In Gießen haben die Frankfurter nicht mit dieser defensiven Intensität und mannschaftlichen Geschlossenheit agiert, wie sie das nun unter Gordon Herbert wieder tun. Daraus konnten wir damals Kapital schlagen. Heute haben wir versucht, die Intensität der Frankfurter mitzugehen, das ist uns gelungen, sodass es auf so manche Eins-gegen-Eins-Situation ankam. Das haben die Skyliners mit AJ English und Shavon Shields heute besser gelöst als eigentlich alle Spieler bei uns, mit Ausnahme vielleicht von Cameron Wells.«

Hallenverbot für 46ers-Anhänger

Am Ende sahen die offiziell 5002 Fans in der Höchster Ballsporthalle also einen verdienten Sieg der Frankfurter. Obwohl die Halle als ausverkauft galt, waren aber mindestens neun Zuschauer weniger anwesend: Nachdem Gießener Fans vor der Partie auf einem Marsch vom Bahnhof Höchst bis zur Halle bengalische Fackeln und Rauch gezündet hatten, griff die Polizei sofort hart durch und zog einige jugendliche Fans zur Personalienfeststellung heraus. Neun 46ers-Anhänger erhielten ein Hallenverbot und Platzverweise aufgrund von Verstößen gegen das Versammlungs- sowie das Sprengstoffgesetz. Ein weiterer Fan wurde mit auf die Wache genommen, nachdem er sich der erkennungsdienstlichen Behandlung körperlich widersetzte, hieß es aus Polizeikreisen. Auch während der Partie blieben gepanzerte und mit Helmen ausgestattete Polizisten der Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit in der Halle. Schlussendlich waren somit dann wohl doch mehr als 5000 Zuschauer anwesend.

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Artikel vom 09.01.2017 - 06.00 Uhr
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