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Einsatzwillen reicht nicht ganz

Artikel vom 14.09.2008 - 23.05 Uhr

Einsatzwillen reicht nicht ganz

(hoc) Die neue Saison in der Handball-Oberliga Hessen begann für die heimische HSG wie im Vorjahr mit einer vermeidbaren Niederlage. Das Team des neuen Trainers Michael Judt kämpfte aufopferungsvoll, stand beim 30:34 (11:16) gegen den TV Fränkisch-Crumbach aber am Ende mit leeren Händen da. Trotz allem gingen viele der gut 300 Zuschauer nicht unzufrieden aus der Halle, hatten sie doch eine Mannschaft mit Moral und Einsatzwillen gesehen, die einige spielerisch Unzulänglichkeiten aufwies, sich aber nie geschlagen gab.
In einer nervösen Anfangsphase fanden beiderseits die Schützen noch nicht den richtigen Weg zum Tor (1:1, 5.). Danach kamen die Odenwälder etwas besser ins Spiel, nutzten die Lücken im Wettenberger Deckungsverband aus und setzten sich über 6:3 (8.) bis zum 11:5 nach einer guten Viertelstunde ab. Vor allem die rechte Angriffsseite mit dem starken Behrendt war nicht unter Kontrolle zu halten. Höhepunkt dieser Phase war ein Treffer von Gästekeeper Podsendek, der seinen Gegenüber mit einem Wurf über das Feld düpierte. Er war es auch, der den Gästen einen sicheren Rückhalt bot und zahlreiche Bälle entschärfte.

Nach 23 Minuten hatten die Gäste schon einen Acht-Tore-Vorsprung zum 15:7 herausgeworfen und ein Debakel schien sich anzubahnen.

Nach dem Wechsel kam zunächst die HSG Wettenberg ins Rollen und verkürzte in Überzahl binnen drei Minuten auf 14:16. Jetzt wurde auch das Publikum wieder munter und drängte die Gastgeber nach vorne. Doch das Hoch währte nur kurz. Angeführt von Spielmacher Massa setzte sich der TV wieder auf 16:21 ab. Dabei erzielte Ripper sogar einen Treffer in doppelter Unterzahl (42.). Beim 21:27 (47.), jetzt traf leider auch Gästekanonier Lieb, schien die Partie entschieden.

Aber mit der HSG war immer noch zu rechnen. Einige Fehler der Gäste, die durch die endlich beherzt attackierende Wettenberger 5:1-Deckung ausgelöst wurden, konnten genutzt werden und mit einem 5:0-Lauf innerhalb von fünf Minuten hatte die HSG durch einen Weber-Siebenmeter den Anschluss erzielt.

Die HSG-Anhänger hofften auf eine Wende, aber der in dieser Phase durchaus verdiente Ausgleich wollte nicht fallen. Fränkisch-Crumbach ging wieder mit drei Treffern in Front, Wettenberg verkürzte, aber durch die offene Deckung konnte Massa seinen Kreisläufer Mäußler in Szene setzen, der mit dem 30:33 in der Schlussminute die Entscheidung herbeiführte.

»Sicher hätten wir gerne gewonnen«, so HSG-Coach Judt nach dem Spiel, »aber einige kleine Punkte haben heute die fehlenden Prozente ausgemacht, die man in so einer Auftaktpartie gegen routinierte Spieler wie Massa und Ripper benötigt. Wir können mit dieser Besetzung keine Wunderdinge erwarten. Auf der linken Seite haben durch das Fehlen von Sascha Puhl und Michael Kneissl die Alternativen gefehlt. Der Abwehrverband hat noch nicht so gestanden, wie ich ihn mir vorstelle. Die Mannschaft hat aber Moral gezeigt und sich nicht ergeben.«

In Zahlen

Bundesliga Frauen: VfL Oldenburg - 1. FC Nürnberg 24:27, Thüringer HC - HC Frankfurt/Oder 36:38, Rhein-Main Bienen - BVB Dortmund 31:21, DJK/MJC Trier - Buxtehuder SV 21:26, HSG Blomberg-Lippe - FA Göppingen 27:25.

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