kkl) Das Hessenligaspitzenspiel zwischen Hessenmeister SC Waldgirmes und Regionalligaabsteiger Viktoria Aschaffenburg endete mit einem 2:2-Unentschieden.
(kkl) Das Hessenligaspitzenspiel zwischen Hessenmeister SC Waldgirmes und Regionalligaabsteiger Viktoria Aschaffenburg endete gerecht mit einem 2:2-Unentschieden. Mit vier Toren und drei Elfmetern wurden die 450 Zuschauer für ihr Kommen trotz teilweise schlechter Wetterlage entlohnt. Für den SCW verlängerte sich damit die Serie der Unbesiegtheit auf zehn Spiele, der Trend der Heimunentschieden setzte sich ebenfalls fort. Es war schon die sechste Punkteteilung vor eigenem Publikum für den SC Waldgirmes.
SCW-Coach Thorsten Krick ersetzte die verletzten Neubert und Schmandt durch Fadi Michel und Sascha Kuche. Auch Viktoria-Trainer Marco Roth hatte eine Ausfall-Liste von sechs Personen zu beklagen, weshalb der Ex-SCWer Georgios Karagiannis eine weitere Chance in der Startelf bekam. Karagiannis verpasste auch die erste gute Chance nach acht Minuten, als er eine Flanke von Nazarov nicht verwerten konnte. Zwei Minuten später klingelte es auf der Gegenseite, als Leif Langholz nach Pass von Spielmacher Johannes Burk trocken flach ins Eck zum 1:0 traf. Den Ausgleich erzielten die Aschaffenburger per Strafstoß durch Simon Schmidt (17.). Referee Wiatrek ahndete eine Grätsche von André Weinecker gegen Nazarov am rechten Rande des Strafraums. Die SC-Abwehr zeigte sich wieder einmal nicht sattelfest, und der Wunsch nach dem vierten Heimspiel ohne Gegentor blieb schnell unerfüllt. Die Viktoria zeigte sich nicht nur in dieser Phase als passsicherer, was fehlte war ein gutes letztes Anspiel. Eine sehr gute Torchance für den SCW hatte der für den verletzt ausscheidenden Szymanski gekommene Denis Weinecker, der nach 37 Minuten per Drop-Kick abzog, Schlussmann Mundine konnte den Ball gerade so um den Pfosten lenken. Auf der Gegenseite parierte Ried kurz vor dem Halbzeitpfiff bei einem wuchtigen Schuss vom Torschützen Schmidt.
Denis Weinecker blieb auch in der zweiten Hälfte ein Treffer verwehrt, sein Schuss drei Minuten nach Wiederanpfiff wurde Beute von Mundine. Nachdem das Spiel ein wenig vor sich hingeplätschert war, schlugen die Mainfranken in der 65. Minute zu: der schon u. a. für Uerdingen, Oldenburg und Dresden spielende Gaubatz traf nach einer Ecke aus dem Strafraumgewühl zur Führung der Viktoria. Nach einem hohen Freistoß von André Weinecker rempelte nur eine Minute nach dem Treffer Torwart Mundine im Strafraum den mit aufgerückten Peter Bätzel um, und Wiatrek zeigte zum zweiten Mal auf den Elfmeterpunkt. SC-Kapitän Schmitt trat an, und Mundine hielt, den Nachschuss verschenkte auch noch der frei stehende Denis Weinecker und schoss neben das Tor. Es war bereits der dritte Elfmeter, den die Waldgirmeser in dieser Saison nicht nutzen konnten, der zweite von Schmitt, der nach dem Spiel sagte: »Das war’s wohl für mich vom Elfmeterpunkt, ich muss mich nun erst einmal bei meinen Kollegen entschuldigen.« Eine Viertelstunde später foulte Ünlü unstrittig den eingewechselten Kai Frenz im Strafraum, und Wiatrek gab den dritten Foulelfmeter des Spiels. Fadi Michel forderte zwar den Ball, doch Johannes Burk übernahm die Verantwortung vollendete flach ins Eck zum 2:2 Ausgleich. In der Endphase vergab Viktoria noch Chancen durch Ettl und den Ex-Fernwalder Messinese, beim SCW verpassten die Stürmer einen guten Querpass von Michel, der sich bis zur Grundlinie durchgetankt hatte.
Der Aschaffenburger Coach Marco Roth war zwar »mit der Leistung insgesamt zufrieden, aber nicht mit der Chancenverwertung. Meine Jungs sind natürlich gerade sehr niedergeschlagen. Woche für Woche sagt man nach dem Spiel, dass wir die bessere Mannschaft waren, doch wir fahren zu wenige Siege ein. Heute hat wieder das Quäntchen Glück gefehlt.« Thorsten Krick gab folgendes Fazit: »Es war ein spannendes und abwechslungsreiches Match. Die nervliche Belastung war leider wieder nicht gering. Wir haben gut ins Spiel gefunden und unsere einzige Chance in dieser Phase genutzt. Sicher kann man sagen, dass Aschaffenburg spielerisch vielleicht etwas gefälliger war, aber meine Mannschaft hat heute auch nicht enttäuscht. «
SC Waldgirmes: Ried - Bätzel, Pötzl, Andre Weinecker, Salzmann (ab 80. Kaguah), Schmitt, Michel, Kuche (ab 63. Frenz), Burk, Langholz, Szymanski (ab 30. Denis Weinecker).
Viktoria Aschaffenburg: Mundine - Gaubatz, Müller, Nazarov, Jovanovic, Uenlue, Schmidt, Cuc, Levy (ab 65. Ettl), Amiri (ab 87. Messinese), Karagiannis (ab 81. Banbal)
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