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Deutschland im WM-Finale

Artikel vom 16.07.2010 - 09.30 Uhr

Deutschland im WM-Finale

(aj) Die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Damen steht erstmals seit 20 Jahren wieder in einem Weltmeisterschaftsendspiel. Vergessen ist die bittere Halbfinal-Niederlage vor vier Jahren in der Verlängerung gegen Kanada, nachdem die deutschen Damen am Donnerstag in einem harten Kampfspiel Semifinalgegner Australien verdient mit 66:47 bezwungen haben.
Im Endspiel von Birmingham trifft das Team Germany nun am Samstag um 13.30 Uhr Ortszeit in der National Indoor Arena auf die USA, die den noch amtierenden Weltmeister Kanada mit 68:58 bezwang.

Australien - Deutschland 47:66 (13:21 /26:29 /32:49): »Das war ein ganz hartes Stück Arbeit, aber schließlich war es ja auch ein WM-Halbfinale«, schmunzelte Bundestrainer Holger Glinicki, nachdem sich der erste Jubel der überglücklichen Mannschaft gelegt hatte und spielte damit bereits indirekt auf die teilweise grenzwertig harte Gangart des Teams aus Down Under an: »Wir haben den Kampf angenommen, Marina Mohnen war einmal mehr bärenstark, und ein dickes Lob muss ich auch Birgit Meitner aussprechen.«

Damit bezog sich der Hamburger auf eine starke Phase der Australierinnen, die im zweiten Viertel nach einem 9:19 (8.) Rückstand aufkamen und bis auf 22:25 (15.) durch die starke Kylie Gauci verkürzten. Die Ausgburgerin übernahm in dieser Phase die Kontrolle des Spiels und legte damit auch den Grundstein für den spielentscheidenden 12:2-Zwischenspurt nach dem Seitenwechsel. Mit einer druckvollen Verteidigung und einem sicheren und schnellen Spielaufbau waren es in dieser Phase vor allem die Centerinnen Gesche Schünemann und eben Italien-Legionärin Marina Mohnen, die das Ergebnis bis auf 41:28 (26.) ausbauten. Beide erzielten mit jeweils 13 Rebounds zudem ein sogenanntes Double-Double in Rebounds und Punkten. Bis zur Schlussminute verteidigten die DBB-Korbjägerinnen diesen Vorsprung gegen die nun immer giftiger werdenden Australierinnen mit der nötigen Abgeklärtheit und großem Kampfgeist.

Nach Bronze bei der WM 2006 in Amsterdam steht schon jetzt fest, dass die deutsche Mannschaft diesen Erfolg bereits übertroffen hat und nach Silber 1990 zum ersten Mal seit 1986 wieder Weltmeister werden kann.

Punkte Australien: Kylie Gauci (12/1 Dreier), Cobi Crispin (10), Liesl Tesch (5), Shelley Chaplin (6), Katie Hill (6), Sarah Stewart (6), Clare Burzynski (2).

Deutschland: Marina Mohnen (26, AS Santo Stefano/ITA), Gesche Schünemann (15, RSV Lahn-Dill), Annika Zeyen (15, Uni of Alabama /USA), Simone Kues (8, HSV), Birgit Meitner (2, SV Augsburg), Mareike Adermann (Uni of Wisconsin/USA), Edina Müller (ASV Bonn), Silke Bleifuß (n.e., Mainhatten Skywheelers), Annabel Breuer (n.e., SKV Ravensburg), Heike Friedrich (n.e., Mainhatten Skywheelers), Maria Kühn (n.e., SV Augsburg), Maya Lindholm (n.e., HSV).

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Artikel vom 16.07.2010 - 09.30 Uhr
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