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Der Kampf um den Liga-Erhalt geht weiter

Artikel vom 18.05.2009 - 10.00 Uhr

Der Kampf um den Liga-Erhalt geht weiter

(ms) Durchaus zufrieden war man am Samstag gegen 17 Uhr im Lager des FSV Fernwald. In einer munteren Begegnung der Fußball-Hessenliga erreichte die Mannschaft von Trainer Niko Semlitsch gegen die TSG Wörsdorf ein 2:2 (0:2). Die Abstiegssorgen schien sich der einzige Gießener Sportkreisvertreter in dieser Klasse bereits entledigt, da sorgte fast zeitgleich Regionalligist Viktoria Aschaffenburg für einen Paukenschlag. Die Verantwortlichen der Viktoria teilten nach der 0:2-Niederlage gegen den TSV 1860 München II mit, dass man aus finanziellen Gründen in der kommenden Fußball-Saison auf eine Teilnahme an der Süd-Regionalliga verzichtet. Damit stehen die Mainfranken nach der SpVgg Unterhaching II und dem TSV Großbardorf als dritter Absteiger fest. Die Viktoria wird in der Hessenliga einen Neuanfang wagen, zunächst aber hat das Auswirkungen auf das aktuelle Spielgeschehen in der Hessenliga. Denn wäre kein »Hesse« aus der Regionalliga Süd in die Hessenliga abgestiegen, wäre es bei lediglich drei Direkt-Absteigern geblieben, nun werden es aber vier Direktabsteiger - und der Fünftletzte muss in die Relegationsrunde »nach unten« mit den Vertretern der Verbandsliga Mitte, Nord und Süd.
Hessenliga: 2:2 trennten sich der FSV Fernwald und die TSG Wörsdorf. Hier muss FSV-Keeper Tobias Haardt gegen Gästestürmer Mariu
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Hessenliga: 2:2 trennten sich der FSV Fernwald und die TSG Wörsdorf. Hier muss FSV-Keeper Tobias Haardt gegen Gästestürmer Marius Bornwasser Kopf und Kragen riskieren. (Foto: Friedrich)
Und da kommt der FSV Fernwald wieder ins Spiel, der aktuelle Rangzwölfte hat vier Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz »nach unten«, den der RSV Würges bekleidet. Um letztlich auf der sicheren Seite zu sein, benötigt der FSV aus den beiden letzten Saisonspielen noch drei Punkte. Für Spannung im Abstiegskampf ist nach dem Rückzug der Viktoria aus der Regionalliga Süd hinreichend gesorgt.

Zum Spiel: Von Beginn an war es der FSV, der das Heft in die Hand nahm. In den ersten 45 Minuten jedoch meist brotlos. Denn die Defensive der Gäste stand prächtig. Da war kaum ein Durchkommen. Die TSG indes versuchte immer wieder Marius Bornwasser und Patrick Kürzer in Position zu bringen - und das gelang. So nach 13 Minuten, als Bornwasser abgezogen hatte. Allerdings wurde aus dem Schuss eher eine Vorlage. Sturmkollege Kürzer schaltete schneller als sein überforderter Bewacher Bentaayate, das 1:0 für den Gast war perfekt. Es folgten wütende Angriffe des FSV, und nach 19 Minuten setzte Can Özkan, der zunächst im Sturmzentrum agierte, eine Hereingabe von Daniel Beck volley über das TSG-Tor. Nur vier Minuten später glänzte erneut Beck als Passgeber, Renato Levy kam rund sieben Meter vor dem Tor frei zum Schuss, doch er schaffte es, den Ball neben den Kasten zu setzen. Besser machte es sechs Minuten später erneut der Gast. Wieder hatte sich Kürzer gegen Bentaayate behauptet und das 2:0 markieren können. Kurz vor der Pause hatte der FSV dann Glück, dass Bornwasser das 3:0 verpasste, als er an FSV-Keeper Haardt scheiterte.

Niko Semlitsch reagierte in der Pause. Für den enttäuschenden Bentaayate kam Andreas Proske in die Partie, der das Spiel des FSV sichtlich belebte. Von Vorteil war auch, dass Semlitsch bereits nach knapp 35 Minuten Daniel Beck wieder in die Mitte und Özkan auf die rechte Seite beordert hatte.

Nach dem Wechsel spielte dann nur noch der FSV Fernwald, der aber zunächst Glück hatte, dass nach 51 Minuten Bornwasser nach einem Fehler von Geist das 3:0 verpasste. Der Druck des FSV nahm zu. Özkan (53.) scheiterte noch am Außenpfosten, ehe in der 70. Minute Daniel Beck zuschlug. Nach einem Missverständnis zwischen Kuczok und Jourdan war der FSV-Spielführer der Nutznießer - 1:2. Nur vier Minuten später bediente dann Özkan Daniel Beck, und der traf zum vielumjubelten 2:2. Domini König (76.) und Beck (89.) hatten dann weitere Chancen, doch ein Sieg des FSV wäre doch des Guten zu viel gewesen.

»Wir haben ein kurioses Fußballspiel gesehen«, erkärte Semlitsch nach der Begegnung, der ausführte. »Letztendlich bin ich froh, dass wir nach dem 0:2 noch den Ausgleich geschafft haben.« Sein Pendant Nico De Rinaldis konnte mit dem Remis auch ganz gut leben. »Meine Mannschaft ging nachher auf dem Zahnfleisch, so musste das 2:2 zwangsläufig fallen.«

FSV Fernwald: Haardt; Bentaa-yate (ab 46. Proske), Nicolai König, Geist (ab 65. Kuche), Völk, Gashi, Vural, Levy, Dominik König (ab 88. Özen), Özkan, Beck.

TSG Wörsdorf; Jourdan; Forg, Steinemann, Litke (ab 72. Jantz), Kuczok, Dominigg, Kretschmer, Oteng, Durur (ab 78. Gros), Kürzer (ab 84. Hertling), Bornwasser.

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Unholzer (Birkenau). - Zuschauer: 150. - Torfolge: 0:1 (13.) Kürzer, 0:2 (29.) Kürzer, 1:2 (70.) Beck, 2:2 (74.) Beck. - Gelbe Karten: Dominik König, Proske - Jourdan, Litke, Forg.

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Artikel vom 18.05.2009 - 10.00 Uhr
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