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Davari: »Wir holen etwas in Frankfurt«

Artikel vom 04.02.2012 - 07.00 Uhr

Davari: »Wir holen etwas in Frankfurt«

(jms) So schnell kann es im Fußball gehen. Im Interview mit dieser Zeitung plauderte Fußball-Profi Daniel Davari im Oktober, wie gerne er als Nummer eins von Eintracht Braunschweig zwischen den Pfosten stehen würde. Jetzt ist es schon soweit.

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Der Garbenteicher Daniel Davari hat sich beim Zweitligisten Eintracht Braunschweig etabliert. (Foto: imago)
Der Sohn eines iranischen Vaters und einer deutschen Mutter, mit beiden Staatsbürgerschaften ausgestattet, hatte sich das Ziel »Bundesliga-Torwart« auf die Fahne geschrieben. Kaum drei Wochen nach dieser Wunschäußerung stand Davari im Tor der Niedersachsen und feierte beim 3:1-Sieg gegen den Karlsruher SC sein Zweitligadebüt. Inzwischen ist der Marktwert des 1,92 Meter großen Torstehers laut dem Internetportal »transfermarkt.de« auf 500 000 Euro taxiert. Der 24-jährige Davari dürfte bei den Braunschweiger Löwen eine Zukunft haben.

Luft nach oben hat der Garbenteicher, der aus der Jugend der TSG Wieseck zum FSV Mainz 05 wechselte, aber noch. Das zeigen vor allem die Noten des renommierten Fachblattes »Kicker«. Das bewertet Davari mit einer Durchschnittsnote von 3,41. In seinen 16 Spielen erhielt er siebenmal eine glatte drei. Der Keeper selbst gibt aber nichts auf derartige Bewertungen: »Ich verstehe die Noten nicht und weiß auch nicht, nach welchen Kriterien die gehen. Ich habe schon für ein gutes Spiel eine Fünf bekommen und für ein schlechtes eine 2,5. Ich schaue da gar nicht mehr drauf.« Der Durchschnittswert entspricht aber dennoch der Selbsteinschätzung Davaris: »Ich denke, dass ich eine ordentliche Halbserie gespielt habe. Es gab solche und solche Spiele. Aber wenn man bedenkt, dass ich davor fast zwei Jahre nicht gespielt habe und dann in der zweiten Liga zum Einsatz gekommen bin, kann ich zufrieden sein. Natürlich will ich mich weiterentwickeln.«

Im Konkurrenzkampf mit Marjan Petkovic, der sich gegen die Frankfurter Eintracht zunächst einen Muskelfaserriss zuzog und dann im Training einen Meniskusriss erlitt, sieht sich der Mittelhesse gut positioniert: »Unser Trainer wird die Entscheidung erst kurz vor dem Spiel bekannt geben. Ich bin zuversichtlich, denn die Vorbereitung war gut. Wir hatten gute Bedingungen und sind bereit.« Bereit für das schwierige Auswärtsspiel bei der im eigenen Stadion in dieser Runde noch ungeschlagenen Frankfurter Eintracht am Sonntag um 13.30 Uhr, wo die Braunschweiger dem großen Aufstiegsfavoriten ein Bein stellen möchte.

»Für uns alle ist dieses Spiel etwas Besonderes. Denn wir spielen vor einer großen Kulisse, und Eintracht Frankfurt ist ein großer Klub, der wahrscheinlich ab Sommer wieder in der ersten Liga spielen wird. Ich freue mich sehr auf das Spiel.« Das Hinspiel hatten die Frankfurter sehr souverän in Braunschweig mit 3:0 für sich entschieden. Nun soll die Revanche erfolgen. Dass Davari mit seiner Mannschaft für Überraschungen gut ist, musste der Tabellenzweite Greuther Fürth am eigenen Leib erfahren. Die Kleeblätter unterlagen dem Team von Thorsten Lieberknecht im eigenen Stadion mit 1:3. »Der Trainer hat uns in diesem Spiel gut eingestellt und wird uns auch für das Frankfurt-Spiel gut vorbereiten. Uns kommen Spiele bei spielstarken Teams entgegen. Deshalb glaube ich, dass wir auch in Frankfurt etwas holen können«, sagt Davari, der sich der Unterstützung von mindestens 3000 Braunschweiger Fans sicher sein kann. Der Stehplatzblock im Gästebereich ist schon lange ausverkauft.

Der niedersächsische Traditionsverein kann sich ohnehin großer Unterstützung gewiss sein. »Bei uns ist immer was los. Die Fans sind super«, sagt Davari, der mittlerweile nicht mehr unerkannt durch Braunschweig laufen kann: »Mittlerweile werde ich erkannt. Die Menschen in Braunschweig sind sehr direkt, und so bekomme ich positives und negatives Feedback. Es kommt schon mal vor, dass mir jemand Ratschläge gibt, wie ich das eine oder andere Tor hätte verhindern können.«



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