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Bogojevic fordert »40 Minuten Kampf«

Artikel vom 12.03.2010 - 02.00 Uhr

Bogojevic fordert »40 Minuten Kampf«

(gae) Nach dem Befreiungsschlag in Paderborn soll für die LTi Gießen 46ers der nächste große Schritt in Richtung Nichtabstieg folgen. Dazu muss der mittelhessische Basketball-Erstligist am Samstag um 20 Uhr in der Osthalle den harten Brocken TBB Trier aus dem Weg räumen. Mit einem Heimsieg gegen den direkten Abstiegskonkurrenten würde sich die Truppe von Trainer Vladimir Bogojevic auf jeden Fall vor die Moselstädter setzen und in der Tabelle mindestens auf Rang 15 platziert sein - womöglich sogar noch eine Stufe höher klettern, wenn man das Programm der weiteren Abstiegskandidaten betrachtet (Paderborn gegen den Dritten Oldenburg, Hagen gegen Spitzenreiter Berlin und Düsseldorf beim Vierten Bamberg).
SEINE GUTE LEISTUNG aus dem Paderborn-Spiel will Gießens Powerforward Joe Werner (r.) am Samstag um 20 Uhr in der Osthalle in ei
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SEINE GUTE LEISTUNG aus dem Paderborn-Spiel will Gießens Powerforward Joe Werner (r.) am Samstag um 20 Uhr in der Osthalle in einem weiteren Schlüsselspiel der 46ers gegen TBB Trier bestätigen. (Foto: Vogler)
Bogojevic wünscht sich nichts sehnlicher als einen Heimsieg mit einem unterstützungsfreudigen Osthallen-Publikum im Rücken. »Wir müssen alle von Beginn an zeigen, dass in Gießen nichts zu holen ist«, appelliert er an seine Mannschaft - und an die Fans. Das geht für ihn nur über ein physisches Spiel seines Teams auf dem Feld und den entsprechenden Support der Anhänger, die auch mal unbefriedigende Aktionen verzeihen sollen. Der 33-jährige Headcoach der 46ers fordert: »40 Minuten Kampf«. So wird erneut Gießens Energizer Joe Werner in der Startaufstellung stehen und versuchen, seine Power beim Positionskampf unter dem Brett in die Waagschale zu werfen. Dagegen stehen noch Fragezeichen hinter den Einsätzen von Stevan Tapuskovic (grippaler Infekt) und Viktor Jakovic (im Training leicht umgeknickt). Ansonsten hatte »Vladi« am Donnerstagnachmittag keine Ausfälle zu beklagen.

Unterdessen wollen die Moselstädter ihre Niederlagenserie beenden und haben deswegen auch einige Fanbusse gechartert, um von ihren Anhängern in Gießen die nötige Unterstützung zu erhalten. Das Team des belgischen Trainers Yves Defraigne hat aus den letzten 14 BBL-Partien gerade einmal einen Sieg verbuchen können. Zuletzt präsentierte sich der Rang-14. aber in guter Verfassung und hielt die Begegnung bei den Artland Dragons bis in die Schlusssekunde offen, ehe »Drachen«-Zugang Hollis Price mit einem eiskalt verwandelten Dreier das hart umkämpfte 76:73 besiegelte. Da werden Erinnerungen aus dem Hinspiel wach, als die 46ers in Trier ebenfalls unkonzentriert waren und sich am Ende einen unnötigen Wurf von Derek Raivio jenseits der 6,25-m-Linie einfingen, der letztlich die 83:87-Niederlage bedeutete.

Das Spiel der Defraigne-Crew, die wie die Gießener 33 Punkte auf dem Konto, aber noch ein schweres Nachholspiel (am Mittwoch beim Ligakrösus Alba Berlin) hat, steht und fällt mit der Leistung von Christoph Copeland. Der flexible Powerforward ist nur schwer zu stoppen und mit 16,3 Punkten im Schnitt der erfolgreichste Werfer im Team. Dass die Moselstädter nach einem verheißungsvollen Start in den Tabellenkeller gerutscht sind, ist sicherlich auch mit der Verletzung von George Evans zu erklären. Der 39-jährige US-Amerikaner hatte sich Anfang Februar eine Rippenmuskelverletzung zugezogen und fehlte daher dem Team bis zum letzten Samstag in Quakenbrück. Dass der 2,03 m große Center noch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte ist, zeigt die für ihn nur geringe Einsatzzeit von 15 Minuten, normal sind knapp 27. Die Dreierrotation unter dem Korb komplettiert Maksym Shtein, der sich im Schnitt vier Rebounds angelt und ein unbequemer Gegenspieler ist.

Das Prunkstück der Trierer ist aber der Backcourt. Für Brian Brown, der überraschend die TBB verließ, wurde Drew Neitzel für die Aufbauposition verpflichtet, die er sich mit dem etatmäßigen Guard Raivio teilt. Letztgenannter ist ein exzellenter Dreierwerfer, der rund 40 Prozent seiner Würfe von weit draußen trifft. James Gillingham bekleidet die Position zwei und hat einen guten Drive zum Korb. Der effektivste Spieler der Gäste ist aber Jamal Shuler, der durch seine außergewöhnliche Ahtletik besticht und zudem 13,8 Zähler und 5,2 Rebounds im Schnitt beisteuert. Nicht zu unterschätzen ist zudem Flügelspieler Miladin Pekovic, der mit 42,2 Prozent die beste Dreierquote der Trierer aufweist.

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Artikel vom 12.03.2010 - 02.00 Uhr
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