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»Bin noch nicht wieder der Alte«

Artikel vom 06.02.2010 - 11.00 Uhr

»Bin noch nicht wieder der Alte«

Zwei Monate ist er im Krankenhaus und in der Reha in Braunfels gewesen. Nun hat Rainer Dotzauer als Sportlicher Leiter der HSG Wetzlar seine Arbeit wieder aufgenommen. AZ-Redakteur Ralf Waldschmidt sprach mit dem 62-Jährigen über seinen nach 1997 zweiten erlittenen Schlaganfall, über acht ereignisreiche Wochen beim Handball-Bundesligisten sowie über seine persönliche und die Zukunft des Klubs.
Rainer Dotzauer: »Ich werde dafür kämpfen, wieder der Alte zu werden.«
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Rainer Dotzauer: »Ich werde dafür kämpfen, wieder der Alte zu werden.«
Selten hat die verpönteste aller Journalisten-Fragen besser gepasst als jetzt: Wie geht es Ihnen?

Rainer Dotzauer: »Es geht mir von Tag zu Tag besser. Die Reha ist beendet. Seit Dienstag bin ich wieder am Schreibtisch. Die Ärzte hätten mich zwar gerne länger behalten, aber die Reise nach Wien zur EM war lange geplant und hat mir gutgetan. Man versucht mich nun, motorisch auf den Stand von vor 13 Jahren zu bringen, vor allem die Hand wieder beweglicher zu machen. Ich bin noch nicht wieder der Alte, aber auf den Weg dahin. Und ich werde dafür kämpfen, dass es so wieder wird.«

Hat sich Ihr neuerlicher Schlaganfall in irgendeiner Art und Weise angekündigt. Wie gehen Sie nach der Reha mit der gesundheitlichen Beeinträchtigung um?

Rainer Dotzauer: »Nein. Bei mir wurde ständig der Blutdruck überwacht. Ich hatte keinen Stress, keine besondere Aufregung, es gab keine Anzeichen. Das Problem - so sagen die Ärzte - war wohl das Medikament Marcumar, das ich seit acht Jahren einnehme und das mir nie Sorgen bereitete. Ich kann nur meiner Hausärztin Frau Dr. Wille danken, die von Münchholzhausen aus in wenigen Minuten bei mir war und die Situation sofort erkannt und entsprechend gehandelt hat. Ich weiß nicht, was ohne ihr schnelles Eingreifen heute mit mir wäre. Das ganze ist ja frühmorgens passiert, um halb sieben. Ich bin aufgestanden, da war mir etwas schwindelig, und im Bad bin ich dann umgekippt.«



Wie lautet der Rat der Ärzte?

Rainer Dotzauer: »Mir steht noch ein kleiner operativer Eingriff bevor, zu dem mir Prof. Dr. Seckewitz, der Mannschaftsarzt des TV Großwallstadt, geraten hat. Bei ihm waren auch schon Kurt Klühspies, Michael Roth oder Louis Rack in Behandlung. Das muss von einem Spezialisten in Leipzig, Bad Nauheim oder Frankfurt gemacht werden. Da muss man nur noch sehen, wo er vorgenommen wird. Natürlich sagen sie Ärzte, dass ich künftig kürzertreten soll.«



Sie hatten ohnehin angekündigt, im Sommer das operative Geschäft anderen zu überlassen. Hat sich an diesem Vorhaben etwas geändert?

Rainer Dotzauer: »Daran hat sich nichts geändert. Es bleibt dabei, was ich vor der Runde angekündigt habe. Die jüngste Entwicklung hat - so paradox es klingt - ja schon einmal eingefordert, dass es auch ohne mich gehen muss.«



Es ist viel passiert in ihrer Abwesenheit. Als sie in den Krankenstand gingen, hatte die HSG 12:10 Punkte auf dem Konto, seither gab es 1:13 Zähler in Folge. Wo liegen die Gründe?



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Artikel vom 06.02.2010 - 11.00 Uhr
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