Mit dem Unentschieden zufrieden zogen sich die Gäste immer weiter in die eigene Hälfte zurück, während die Unistädter nicht imstande waren, weitere Möglichkeiten zur 2:1-Führung zu kreieren. Vielmehr zeichnete sich die Partie durch viele Nickligkeiten aus, die dem Schiedsrichter und hauptberuflichem Literaturkritiker Christoph Schröder gar nicht gefallen hatten. Mit insgesamt acht Gelben Karten maßregelte Schröder die Spieler auf seine ganz eigene Weise.
In den Schlussminuten fielen dann doch noch die erlösenden Tore zum Sieg. David Kilian brachte über links den Ball zu Sebastian Bubbel, der das Leder aus jedoch abseitsverdächtiger Position über die Linie bugsierte. Fortan blies der SV in den letzten Sekunden zum Angriff, wodurch sich Kontermöglichkeiten für die Gastgeber ergaben, von denen der eingewechselte Nebil Celik nach uneigennützigem Zuspiel von Parson eine Chance zum 3:1-Endstand nutzte.
Der VfB 1900 muss nun in den nächsten Spielen, die allesamt gegen die Spitzenteams stattfinden, beweisen, dass er auch in der Lage ist, seinen Tabellenplatz im oberen Drittel zu verteidigen.
VfB 1900 Gießen: Kühn; Koch (ab 74. Zimmermann), Chabou, Schmidt, Mohr, Spottka, Stehle, Özen (ab 81. Kilian), Parson, Bubbel (ab 89. Celik), Weber.
Drei Teams sind noch in den Abstiegskampf der Handball-Bundesliga verstrickt: HSG Wetzlar, TV 05/07 Hüttenberg, Bergischer HC. Wer schafft den Klassenerhalt?