(ado) Nach zwei 5:9-Heimspielniederlagen in Duellen mit potenziellen Direktkonkurrenten um einen Nichtabstiegsplatz steigt der Druck auf den NSC Watzenborn-Steinberg gewaltig. Nur aufgrund der beiden allerdings hart erkämpften Auftakterfolge befinden sich die Akteure nicht ganz unten in der Tischtennis-Regionalliga-Tabelle.
Doch dieses kleine Polster ist nun aufgezehrt, gilt es doch, am Ende der Runde mindestens vier Mannschaften hinter sich zu lassen. In beiden Begegnungen musste der NSC ohne Florian Müller antreten, der im mittleren Paarkreuz der einzige Spieler des Teams ist, der als sicherer Punktelieferant angesehen werden kann.
Zudem muss Mannschaftsführer Thomas Schmidt in die Mitte aufrücken, wo er nur phasenweise gegenhalten konnte und mit vier Einzelniederlagen aus dem Wochenende ging.
NSC Watzenborn-Steinberg - TTC Herbornseelbach 5:9: Ein Traumstart zu Beginn der Partie mit zwei gewonnenen Doppeln machte Hoffnung. In beeindruckender Weise fertigten sowohl Fabian Moritz/Torsten Kirchherr als auch Stefan Harnisch/Schmidt ihre Gegner ab. Dagegen standen Marcin Kubiak und Ruven Sauer erwartungsgemäß auf verlorenem Posten. Nach der 3:1-Führung durch Kubiak kam es zum ersten sehenswerten Auftritt des deutschen Spitzenspielers Nico Stehle, der Moritz nicht den Hauch einer Chance ließ. Ein tödlicher Ball in jedem Ballwechsel war das einzige Mittel gegen den ehemaligen Europameister im Doppel und Deutschen Vizemeister von 2008, doch dies gelang zu selten. In fast allen längeren begeisternden Ballwechseln hatte Stehle regelmäßig das bessere Ende für sich. Harnisch konnte die Führung der Pohlheimer zunächst verteidigen und auch Sauer schien lange auf der Siegerstraße. Im ersten Satz verschlug er beim 9:9 einen todsicheren »Turm«, gewann die Sätze zwei und drei, doch im vierten Satz verließ er bei einer 4:0-Führung seine konzentrierte Marschrichtung. Kirchherr war es vorbehalten, die letzte NSC-Führung zum Halbzeitstand von 5:4 zu holen. Mit großer Routine aus der Halbdistanz ließ er seinen Gegner nie ins direkte Angriffsspiel kommen. Danach hatten die Gastgeber ihr Zelluloid jedoch verschossen. Kubiak war in einem sehenswerten Spiel kurz vor einem Satzgewinn gegen Stehle, doch beim Rest des NSC-Teams war einfach die Luft draußen und so setzte es fünf Einzelniederlagen in Folge.
NSC Watzenborn-Steinberg - Post SV Zeulenroda 5:9: In der zweiten Wochenendbegegnung gab es eine entscheidende Negativ-Parallele zum Spiel gegen Herbornseelbach. Erneut hielten die Pohlheimer nur bis zum 5:5 dagegen und brachten anschließend keinen Einzelerfolg mehr zustande. Schon der Start verlief jedoch mit nur einem, allerdings haushohen Sieg im Doppel für Moritz und Kirchherr enttäuschend. Die Niederlage der Paarung Harnisch und Schmidt entsprach so gar nicht den Wunschvorstellungen des NSC-Teams. Positiv ist der Auftritt des Gastgeber-Spitzenpaarkreuzes zu werten. Zunächst brachten Kubiak und Moritz den NSC mit unerwartet sicheren 3:0-Siegen wieder in Führung; Kubiak war es auch, der noch einmal zum 5:5-Ausgleich punktete. Einziger sonstiger Lichtblick im Pohlheimer Team war Sauers 3:0 gegen die Nummer sechs der Gäste, Phillip Schädlich. Die folgende Niederlagenserie wurde durch eine unverständliche 0:3-Niederlage von Moritz eingeleitet, nachdem er den Spitzenspieler Schreyer im ersten Durchgang seinerseits noch in einem Klassespiel mit 3:0 besiegt hatte. Im Anschluss daran konnten weder Harnisch, noch Schmidt oder Sauer wenigstens einen Satz für sich entscheiden und die 5:9-Niederlage stand fest.
Drei Teams sind noch in den Abstiegskampf der Handball-Bundesliga verstrickt: HSG Wetzlar, TV 05/07 Hüttenberg, Bergischer HC. Wer schafft den Klassenerhalt?