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Allendorf und Christophersen wirbeln

Artikel vom 15.11.2009 - 23.26 Uhr

Allendorf und Christophersen wirbeln

»Man kann es besser und schlechter lösen«, war das nüchterne Fazit von Trainer Michael Roth, für den die Leistung seiner HSG Wetzlar beim sicheren Bundesliga-29:21 (17:10) über Aufsteiger TSV Hannover-Burgdorf eine ordentliche, aber keinesfalls überzubewerten war.
EIN MANN FÜR ALLE FÄLLE: Neben seinen zehn Treffern glänzte Wetzlars Nationalspieler Sven-Sören Christophersen (hinten) auch mit
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EIN MANN FÜR ALLE FÄLLE: Neben seinen zehn Treffern glänzte Wetzlars Nationalspieler Sven-Sören Christophersen (hinten) auch mit einigen Assists. Hier wartet Kreisläufer Gregor Werum (22) auf das Anspiel, welches die Gästeakteure Robertas Pauzuolis (l.) und Jacek Bedzikowski (21) zu unterbinden versuchen. (Foto: Vogler)
Vor 3000 Zuschauern in der Wetzlarer Rittal-Arena hätte sich der 47-Jährige noch gewünscht, die eine oder andere Chance sicherer zu verwerten und die Konzentration über einen noch längeren Zeitraum aufrecht zu halten. »Wichtig aber war, dass wir den Gegner dominiert haben.«

Einen Neuling aus Niedersachsen, der an den zentralen Stellen seines Spiels personell erheblich geschwächt und für dessen Trainer Frank Carstens »das Spiel schon nach zehn Minuten vorbei« war. Mit Regisseur Daniel Brack und dem Halblinken Piotr Przybecki fehlten den Burgdorfern exakt die beiden Kräfte, auf denen im Aufbau und im Abschluss sonst der Großteil der Verantwortung liegt. »Das wir 60 Minuten auf beide verzichten mussten, ist aber keine Entschuldigung für unsere schlechte Leistung, allenfalls eine Erklärung«, kritisierte Carstens sein Team ob der Vielzahl an technischen Fehlern. »Wetzlar hat praktisch zu fünft verteidigt und schon einmal einen nach vorne geschickt, der dann den Gegenstoß versenkte«, ließ der Gäste-Trainer sogar etwas Sarkasmus in sein Statement fließen.

In der Tat mussten sich die Timo Salzer und Co. nicht gerade strecken, um mit dem 4:0 einen Blitzstart (7.) hinzulegen. Erfolgreich war hier Peter Jungwirth, der den kurzfristig ausgefallenen Avishay Smoler auf Rechtsaußen glänzend vertrat. Der Israeli hatte sich im Freitagtraining das Außenband im linken Fuß gerissen. Den ersten Treffer für den Aufsteiger erzielte Lars Lehnhoff per Siebenmeter (8.), auf das erste Feldtor durch Kreisläufer Andrius Stelmokas mussten die Niedersachsen gar elf Minuten warten: 2:6. Aber es kam noch schlimmer. Als Timo Salzer in der 20. Minute einen neuerlichen Gegenstoß erfolgreich abschloss, lagen die Mittelhessen bereits mit sage und schreibe 13:5 in Führung.

Der TSV Hannover-Burgdorf spielte im Angriff statisch, ohne Aktionstempo und mit allzu durchsichtigen Passfolgen. Da durften sich abwechselnd Giorgos Chalkidis, Timo Salzer oder Sven Sören Christophersen wie diebische Elstern freuen, wenn sie wieder einmal den Norddeutschen das Spielgerät »stiebitzt« hatten und Richtung Gästetor auf- und davongeeilt waren. Jacek Bedzikowski zerrieb sich auf der Mitte, das Abwehrzentrum Stelmokas/Bedzikowski/Pauzuolis brachte sich selten rechtzeitig in Stellung und der Ex-Mindener Jan Fiete Buschmann brachte rein gar nichts zustande.

Dafür hatten die Wetzlarer ihren Spaß. Sven-Sören Christophersen und Michael Allendorf sorgten auf der linken Seite mit zusammen 19 Treffern (!) für derart viel Wirbel, dass sich Timo Salzer auf das Bälle verteilen und Daniel Valo bzw. Alois Mraz auf das Bälle verwalten beschränken konnten. Die Wetzlarer Überlegenheit war derart frappierend, dass Trainer Michael Roth ab der 24. Minute bereits Petar Djordjic zum Einsatz brachte und in der Endphase auch Sebastian Weber auf Linksaußen (!), Timm Schneider und Timo Ludwig aufbot. Zwischenzeitlicher Übermut bei vergebenen »Freien« und die noch immer vorhandenen Schwächen im Überzahlverhalten verhinderten über das Pausen-17:10 (Christophersen-Siebenmeter) und den ersten Zehn-Tore-Vorsprung beim 23:13 (wieder Chistophersen) am Ende einen noch deutlicheren Erfolg der HSG Wetzlar.



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Artikel vom 15.11.2009 - 23.26 Uhr
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