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46ers chancenlos im Hessenderby

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Artikel vom 10.03.2016 - 00.06 Uhr

46ers chancenlos im Hessenderby

(mv) Eigentlich wollten die Gießen 46ers am Mittwochabend im Hessenderby einen weiteren Schritt in Richtung Playoffs machen. Doch im Härtetest gegen den Rivalen Frankfurt Skyliners erwiesen sich die Lahnstädter als zu weich: Mit 61:86 (38:45) setzte es eine deutliche Niederlage für die Gießener, die den Frankfurter Jordan Theodore nie in den Griff bekamen.

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Bester Gießener in einem schwachen 46ers-Team: Guard Eric Palm zeigt, wie es gegen Frankfurt (verdeckt Philip Scrubb) geht – mit Power zum Korb bei der 61:86-Hessenderby-Niederlage. (Foto: Friedrich)
© Harald Friedrich
In der Anfangsphase konnten die 46ers vor 3687 Zuschauern einige Minuten auf Augenhöhe mit den Frankfurtern agieren, und im Nachhinein könnte man auf die Idee kommen, es hätte daran gelegen, dass Jordan Theodore zu diesem Zeitpunkt noch auf der Bank saß: Am Ende des Bundesliga-Basketballspiels hatte der US-Amerikaner Gießen dann 27 Punkte eingeschenkt, zehn seiner elf Würfe aus dem Feld im 46ers-Korb versenkt, diverse Verteidiger verschlissen und das Hessenderby damit so dominiert, wie kaum ein Spieler vor ihm.

Aufseiten der Gastgeber dagegen gab es kaum Spieler, die sich positiv in den Vordergrund spielen konnten: Am ehesten noch Eric Palm, der mit 13 Punkten am Ende bester Werfer bei den 46ers war – ein Beleg für die schwache Offensivleistung der Gießener. Die konnten sich so gut wie nie Freiräume erspielen, hatten dagegen mit der harten Gangart der Frankfurter ebenso Probleme wie mit der Regelauslegung der Unparteiischen. »Das war schon im Hinrundenspiel so. Die Frankfurter machen das schon clever, die verkaufen da Dinge, die gar nicht da sind, und die Schiedsrichter sehen nur die Reaktion, aber nicht, was dazu geführt hat. Es gibt eben Menschen, mit denen man zurechtkommt und Menschen, mit denen man nicht zurechtkommt – das ist auch zwischen Trainern und Schiedsrichtern so«, grummelte 46ers-Coach Denis Wucherer nach der Begegnung.

Dem hatten die Referees im zweiten Viertel ein technisches Foul verpasst, ausgerechnet in der wohl stärksten Phase der Gießener. In den zweiten zehn Minuten gelang es dem Team zumindest über weite Strecken, die Lücken in der Frankfurter Defense und damit gute Abschlüsse zu finden. Aber kaum waren die 46ers knapp zwei Minuten vor Ende der ersten Halbzeit auf drei Punkte an die Skyliners herangekommen (33:36, 19.), schlugen die Frankfurter in Person von Theodore zu: Zwei Dreier verwandelte der Pointguard selbst, einen weiteren von Quantez Robertson bereitete er vor und hatte so großen Anteil an der wieder deutlichen Führung seines Teams zur Pause (45:38).

Aber nach dem Wechsel waren es dann nur noch die Gäste vom Main, die in der Osthalle spielten. Zu häufig warfen die Gießener den Ball weg, passten ihn quer über die Zone in die Hände der Frankfurter und verhinderten nicht nur eigene Punkte, sondern leiteten immer wieder Fastbreaks ein. War es in Bayreuth noch möglich, Fehler wieder zu korrigieren, bestraften die auf sicherem Playoffkurs liegenden Skyliners ohne jede Gnade sämtliche Patzer von Cameron Wells und Co. »Sie haben uns drei Viertel lang dominiert. Wenn du 23-mal den Ball wegwirfst, hast du gegen so eine Mannschaft nicht die Spur einer Chance. Frankfurt war in allen Belangen zu stark«, zollte Wucherer Respekt.

Vor der Partie hatte der Coach die Partie als Gradmesser in Sachen Playoffs ausgerufen, nun musste er feststellen: »Jetzt müssen wir erstmal nach Bamberg, da kann man nicht unbedingt mit einem Sieg rechnen. Aber dann kommen Teams, gegen die wir eine Serie starten könnten. Aber man darf nicht vergessen, dass wir ein paar Mal Glück hatten. Es ist nicht immer alles so golden, wie es glänzt.« Sollte man die vier Punkte Rückstand auf Würzburg noch aufholen wollen, müssen die 46ers in den kommenden Wochen mehr zeigen als am Mittwochabend.

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Artikel vom 10.03.2016 - 00.06 Uhr
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Leserkommentare
(11.03.2016 09:26)
blocus1
Mund abputzen und weiter gehts
Zwar wirklich nicht toll gespielt, aber gegen einen starken Gegner, gegen den es auch in Topform schwierig geworden wäre. Aber egal, Saison läuft doch super ! Ist nur schade, dass nächste Saison wohl wieder eine fast kpl. neue Mannschaft auf dem Platz stehen wird. Aber das ist wohl das Los der finanzschwächeren Teams.
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