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Stabile Stromversorgung - aber lokale Gasengpässe

Artikel vom 13.02.2012 - 17.48 Uhr

Stabile Stromversorgung - aber lokale Gasengpässe

Berlin (dpa) - Erstmals seit Tagen hat Deutschland am Montag zeitweise wieder mehr Strom ein- als ausgeführt. Es gab durch das vielerorts trübe Wetter teils weniger als 1000 Megawatt an Wind- und Solarstromproduktion - bei über 50 000 Megawatt an installierter Leistung in diesem Bereich.
Erdgas-Verdichterstation
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Eine Erdgas-Verdichterstation in Olbernhau (Sachsen). Foto: WINGAS
© dpa
In den vergangenen Tagen hatten Wind- und Solarparks noch oft mehr als 10 000 Megawatt Strom produziert und so zu Stromüberschüssen beigetragen. Die Lage am Montag zeigte damit, welche Herausforderung der Atomausstieg bis 2022 mit sich bringt.

Trotz des kalten Wetters sieht Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) in Deutschland weiterhin eine stabile Energieversorgung. Zwar sei es bei der Gasversorgung in Süddeutschland regional zu Schwierigkeiten gekommen, aber nicht flächendeckend, sagte er am Montag im ARD-«Morgenmagazin». Insgesamt gebe es eine angespannte Situation. Deswegen habe die Bundesnetzagentur Verträge mit weiteren Kraftwerksbetreibern abgeschlossen, um Engpässe abdecken zu können.

Auch EU-Energiekommissar Günther Oettinger rechnete trotz regionaler Schwierigkeiten nicht mit Versorgungsengpässen, verwies aber auf Probleme im Gasbereich. «Klar ist, wir haben derzeit eine schwierige Aufgabe», sagte Oettinger am Montag in Berlin. Es bestehe das Problem, ob genügend Gas nach Deutschland geliefert werde.

Er betonte zugleich: «Ich glaube, dass (...) die Versorgungssicherheit für Strom im wesentlichen, aber auch für Gas gehalten werden kann.» Dem Nachrichtensender n-tv sagte er mit Blick auf die Gaslieferungen aus Russland: «Wir haben derzeit einen hohen Gasbedarf und deswegen ist es notwendig, dass wir neben unseren russischen Partnern die Lieferländer weiter ausbauen.» Gerade im Süden hatten Gaskraftwerke teilweise Lieferengpässe zu beklagen.

Oettinger mahnte einen schnellen Netzausbau an, damit die Energiewende klappen kann. «Klar ist, wenn in den nächsten Jahren neun weitere Kernkraftwerke ordnungsgemäß abgeschaltet werden, muss bis dahin die Einschaltung neuer Produktionsmengen gelungen sein.»



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Artikel vom 13.02.2012 - 17.48 Uhr
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Leserkommentare
(13.02.2012 21:29)
Fischerburkhardsfelden
Mut zur Solarenergie
Mein nächster Bausparvertrag geht in eine Solaranlage. Der Gedanke kalt dazusitzen, läßt mich selbst bei karibischer Raumtemperatur erschaudern. Nur der Nachteil: Um aus einer Photovoltaikanlage Drehstrom zu gewinnen ist ein Netzanschluß notwendig. Bei einem Blackout nützt einem der selbst gewonnene Solarstrom nichts. Bei Solarthermie braucht man wie bei jeder Heizung Strom zum Regeln und Pumpen.
(13.02.2012 12:18)
bla
Kein Problem
Witzige Feststellung: Es gibt zwar regional Schwierigkeiten, aber keine Probleme.
Sicherlich wohnt Rösler nicht in Süddeutschland und hat es muggelisch warm.
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