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Stolz auf die hessenweit modernste Leitstelle

Artikel vom 27.01.2010 - 20.57 Uhr

Stolz auf die hessenweit modernste Leitstelle

Vogelsbergkreis (ks). Mit einem halben Jahr Verspätung wurde am Mittwoch die neue Vogelsberger Zentrale Leitstelle für Rettungsdienst und Katastrophenschutz in Lauterbach eingeweiht.
Blick in das Herzstück der neuen Leitstelle, wo die Notrufe eingehen. (Foto: ks)
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Blick in das Herzstück der neuen Leitstelle, wo die Notrufe eingehen. (Foto: ks)
Sie hat schon im Sommer vergangenen Jahres den Dienst aufgenommen. Weil Dr. Lars Witteck dabei sein sollte, war es schwierig, einen Termin zu finden, wofür sich der Regierungspräsident in seiner kurzen Ansprache entschuldigte. Landrat Marx verteidigte noch einmal die seinerzeit umstrittene Entscheidung, die Leitstelle von Alsfeld nach Lauterbach zu verlegen. »Das war eine geniale Lösung,« so Marx wörtlich, besonders was die Kosten angehe. Auch der Leiter der Gefahrenabwehr, Werner Rinke, zeigte sich sehr zufrieden.

In einem Rückblick sagte Marx, dass sich 2007 die Frage stellte, wie mit der veralteten Leitstelle in Alsfeld umzugehen sei. Vom Land sei zwar signalisiert worden, man könne schon 2009 eine neue Leitstelle haben, aber schnell sei klar gewesen, dass die nicht in die Räume in Alsfeld passte. Eine Lösung am Standort Alsfeld hätte laut Marx mindestens 1,3 Millionen Euro gekostet. Es sei schon 1972 »technisch und taktisch ein Fehler gewesen,« die Leitstelle in Alsfeld zu installieren, so der Landrat, sie gehöre dahin, »wo der Katastrophenschutzstab tagt und wo der Landrat sitzt«. Mitte 2008 habe der Kreistag dann entschieden, der Landrat solle die Kosten ermitteln und Räume vorschlagen. Darauf habe seine Verwaltung ein Konzept vorgelegt, die Leitstelle relativ kostengünstig am Kreishaus in Lauterbach unterzubringen. Prima, habe er sich gedacht, das werde auch den Kommunalpolitikern gefallen, »aber da hatte ich mich getäuscht.« Daraufhin habe er allein entschieden. Mittlerweile hätten sich die sieben Mitarbeiter der Leitstelle gut eingewöhnt, alle sind laut Marx zufrieden. Hessenweit verfüge man nun über die modernste Leitstelle. Marx richtete Dank an das Land für die Finanzierung der Einrichtung.

Regierungspräsident Dr. Lars Witteck betonte die Bedeutung einer Einrichtung, »die an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr für die Bevölkerung da ist.« Deswegen sei es keine Frage, dass einer der größten Flächenkreise in Hessen eine solche Leitstelle unbedingt braucht. So sei es auch für das Land selbstverständlich gewesen, rund 400 000 Euro in die Ausstattung der Leitstelle mit Funk, Telefonen, Strom, Antennenanlagen sowie Büromöbeln zu investieren.

Und wenn der neue Digitalfunk kommt, dann sei die Umstellung relativ einfach möglich. Laut Ministeriumsvertreter ist der Mobilfunk derzeit in Südhessen im Probelauf, 2012/2013 soll er dann in ganz Hessen etabliert werden. Allerdings müssen bis dahin noch hunderte von Funkstandorten aufgebaut werden. Regierungspräsident Witteck dankte abschließend der Feuerwehr Schlitz, die kurzfristig beim Montieren der Antennenanlage mit der Drehleiter ausgeholfen hatte. Kreisbrandinspektor Werner Rinke betonte in seiner Ansprache, es sei immens wichtig gewesen, »die Kräfte hier zu bündeln.« Man habe diese Zusammenführung im Kreishaus in Lauterbach gebraucht, »denn alles andere machte wenig Sinn.« So seien zum Beispiel die bislang notwendigen doppelten Alarmpläne nun nicht mehr nötig. Die neue Zentrale umfasse nun Büros, Stabsraum, Leitstelle mit IuK-Zentrale sowie Nebenräume. Rinke richtete seinen Dank an das Innenministerium für die unkomplizierte Zusammenarbeit. Der Vogelsbergkreis sei nun für denkbare Gefahrenlagen gut gerüstet. Auch der Übergang der Leitstellentätigkeit von Alsfeld auf Lauterbach habe reibungslos funktioniert, lobte Rinke.

Die Kosten des Kreises für die Leitstelle hätten sich nur auf rund 10 000 Euro belaufen, insgesamt fielen im Rahmen der Umbauarbeiten am Gebäude rund 100 000 Euro an.

Bei einem anschließenden Rundgang konnten sich dann die Gäste der Einweihungsfeier am Mittwoch ein Bild von der neuen Leitstelle in Aktion machen und hautnah erfahren, wie bedeutsam die Arbeit ist. So ging während des Besuches gerade ein Notruf ein, nach dem ein hochbetagter Mann gestürzt war und dringend ärztliche Hilfe brauchte.

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Artikel vom 27.01.2010 - 20.57 Uhr
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