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Pegelstände im Kreis Gießen auch in den nächsten Tagen leicht steigend

Artikel vom 25.02.2010 - 23.00 Uhr

Pegelstände im Kreis Gießen auch in den nächsten Tagen leicht steigend

Gießen (rüg). Die Schneeschmelze und örtlich ergiebige Regenfälle haben zu ersten Straßensperrungen im Gießener Kreisgebiet wegen Hochwassers geführt. Schon am Mittwoch wurde die Kreisstraße 186 zwischen Trais-Horloff und Steinheim gesperrt.
Land unter heißt es derzeit an vielen Orten im Landkreis Gießen. Schneeschmelze und Regenfälle ließen überall die Flüsse und Bäc
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Land unter heißt es derzeit an vielen Orten im Landkreis Gießen. Schneeschmelze und Regenfälle ließen überall die Flüsse und Bäche über die Ufer treten. So auch den Riedbach in Trais-Horloff. Besonders betroffen ist der Kiosk »Zum Seeteufel«, das am Trais-Horloffer See unter Wasser steht - wie auch viele andere Wochenendhäuser. Die Hochwassersituation hat schon zu Straßensperrungen geführt. Laut RP sollen die Pegelstände in den nächsten Tagen noch leicht steigen. (Foto: tr)
Wie der Pressesprecher des Landkreises Gießen, Wolfgang Kubat, am Donnerstag auf Anfrage mitteilte, seien auch die K 29 zwischen Lollar und Daubringen sowie die Landesstraße 3359 bei Heuchelheim bis auf weiteres »dicht«. Stark betroffen ist auch das Wochenendgebiet am Inheidener/Trais-Horloffer See. Für die Hochwasserwarnung zuständig ist die Obere Wasserbehörde beim Regierungspräsidium Gießen. Das RP teilte mit, dass die Pegelstände morgens um 8 Uhr und nachmittags um 14 Uhr kontrolliert würden. Bei der morgendlichen Kontrolle der Lahn am Donnerstag seien bei Gießen 6,09 Meter gemessen worden, dies bedeute Stufe II in der Hochwasserwarnung. In Stufe I spreche man von einem vollständig gefüllten Flussbecken, in Stufe II von einer flächenhaften Überflutung ufernaher Grundstücke.

Der Pegel der Lahn könne nach den derzeitigen Einschätzungen noch leicht steigen, es dürften sich aber vorerst keine größeren Änderungen ergeben, so die Behörde. Allerdings könnte infolge der Schneeschmelze und weiterer Regenfälle Freitagnacht die Grenze zu Stufe III erreicht werden. Bei einer weiteren Messung wurden am Donnerstagnachmittag am Pegel Gießen 6,14 Meter gemessen - Tendenz leicht steigend, teilte Pressesprecherin Gabriele Fischer mit. Bei der OVAG befürchtete man, dass ein Anstieg der Pegel der Horloff das Quellgebiet gefährden könnte. Wie Peter Hög, Leiter des Wasserwerks Hungen-Inheiden, am Donnerstag auf Anfrage mitteilte, sei der Pegelstand der Horloff bedenklich, aber zurzeit bestehe keine direkte Gefahr. Um das Gebäude seien zum Schutz vor Hochwasser Deiche erreichtet worden. Allerdings sei es derzeit schwer, längerfristige Prognosen zu geben. Das Trinkwasser werde nach Absprache mit den Gesundheitsbehörden aber vorsorglich geklärt

(dv) Die Schneeschmelze verbunden mit Niederschlag hat auch rund um Hungen zu Überschwemmungen geführt. So sind die Wiesen nördlich vor Hungen unter Wasser, die Horloff selbst war Donnerstagmittag gegenüber dem Vortag leicht gefallen. Sie fließt auch im weiteren Verlauf zügig ab. Allerdings ist die Höhe an der Brücke beim Klärwerk Utphe schon knapp unter der Durchlassgrenze angekommen.

Probleme bereitet einmal mehr der Riedbach für das Wochenendgebiet am Trais-Horloff/Inheidener See. Der Kiosk auf der Trais-Horloffer Seite steht im Wasser. Die Brücke in Höhe des Parkplatzes am Bahnhof lässt nicht mehr die volle Wassermenge durch, sodass sich der Riedbach davor staut und bereits durch den Damm drückt. Die ersten Wochenendhäuser stehen wieder einmal im Wasser. Ein Anlieger: »Meine Koffer sind gepackt, im Moment steigt der Pegel einen Zentimeter pro Stunde.« Stadtbrandinspektor Richard Pleyer war vor Ort. Im Moment heiße es abwarten und hoffen, dass es keine weiteren Niederschläge gibt. Für Donnerstagnachmittag war eine Lagebesprechung im Rathaus angesetzt.

(sf) Auch der Seenbach ist von Freienseen über Seenbrücke und Stockhausen bis Flensungen über die Ufer getreten. Die Landschaft hat sich zu einer riesigen Seenplatte verwandelt, denn die Schneemassen sind relativ schnell getaut und der Bach kann die große Wassermenge nicht mehr aufnehmen.

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Artikel vom 25.02.2010 - 23.00 Uhr
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