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Freude für Schüler - Geduldsprobe für Autofahrer

Artikel vom 03.02.2010 - 20.34 Uhr

Freude für Schüler - Geduldsprobe für Autofahrer

Das Einzige, was an diesem Mittwoch trotz Allem stattfindet, ist die geplante »Begegnung am dritten Ort«. Eine Schülergruppe aus Alsfeld in Begleitung zweier Lehrer trifft sich in Mainz mit einer französischen Schülergruppe. Dort werden sie gemeinsam vier Tage verbringen. Die Abfahrt hat sich jedoch um zwei Stunden verzögert, und man ist sicherheitshalber vom Bus auf die Bahn umgestiegen.

Auch in der Grundschule Feldatal war am Mittwoch alles ruhig, dort kämpfte der Hausmeister mit dem Schnee, und im Sekretariat konnte einiges aufgearbeitet werden. Nur ein Elternsprechtag hatte für den Abend abgesagt werden müssen. Allem Anschein nach hat die Nachricht von den geschlossenen Schulen die Mehrheit der Schüler rechtzeitig erreicht. So konnten die meisten den freien Tag genießen, und die Verwaltungen der Schulen konnten »endlich mal in Ruhe arbeiten.«

Weniger entspannt dürfte es insbesondere am Dienstag Abend für viele Autofahrer zugegangen sein: Denn der starke Wind trieb an exponierten Stellen immer wieder eine dicke Schneeschicht auf die Fahrbahnen, so dass die Räumfahrzeuge trotz Dauereinsatzes nicht nach kommen konnten. So war die B 49 zwischen Alsfeld und Mücke an mehreren Stellen nur wechselweise einspurig passierbar, ähnlich sah es auf der B 62 zwischen Alsfeld und Kirtorf aus. Um wenigstens die wichtigsten Straßen frei zu halten, mussten sich die Straßenmeistereien zwangsläufig auf die großen Verkehrsadern konzentrieren. Da blieb es nicht aus, dass Nebenstraßen mal ganz ausgespart blieben. Das war insbesondere dann der Fall, wenn ein Dorf über mehrere Straßen an das Straßennetz angeschlossen ist. So waren nicht alle Zufahrten nach Stumpertenrod für normale Pkw befahrbar, und Ulrichstein konnte man wegen Verwehungen von Bobenhausen aus direkt nicht erreichen.

Positiv fiel am Mittwoch Morgen dann auf, dass insbesondere die Steigungsstrecken sehr gut geräumt und teilweise sogar gestreut waren. Dies betraf Teile der Ringstraße am Hoherodskopf sowie die Steigung zwischen Unter-Seibertenrod und Ulrichstein. Auch die Strecke von Bobenhausen zur Kreuzung »Poppenstruth« war »wie geleckt«. Rund um Mücke bereiteten Schneeverwehungen Probleme, so oberhalb von Atzenhain, wo ein Lastzug in der Nacht von der Fahrbahn abgekommen und im Straßengraben gelandet war. Entsprechend eng ging es für den nachfolgenden Verkehr zu. Am Morgen wurde es noch enger, als ein polnischer Sattelzug sich langsam über die kleine Straße quälte - »Seine Reifen sind nicht die Besten« - bemerkte dazu ein Straßenwärter im Vorbeifahren aus dem Schneepflug heraus. Eng ging es auch zwischen Groß-Eichen und Höckersdorf zu, dort war nur einspuriger Verkehr möglich, die Fahrzeuge hatten an mehreren Stellen Ausweichplätze festgefahren. Insgesamt war unter den wenigen Fahrern am Mittwoch erhöhte Rücksichtnahme erkennbar.

In den Orten waren viele Menschen mit dem Freischaufeln ihrer Grundstücke und der Fußwege befasst, in höheren Lagen gab es mitunter keinen Platz mehr, den geräumten Schnee zu lagern. Waren die meisten mit Schneeschiebern, Besen und Schaufeln bei der Arbeit, sah man in einigen Orten auch kleine Schneefräsen.



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Artikel vom 03.02.2010 - 20.34 Uhr
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