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Berlusconi-Blatt fürchtet «Viertes Reich»

Artikel vom 03.08.2012 - 16.58 Uhr

Berlusconi-Blatt fürchtet «Viertes Reich»

Rom (dpa) - «Viertes Reich» - in einer für die italienische Zeitung «Il Giornale» typischen Art hat das Blatt aus dem Medienimperium von Silvio Berlusconi die Äußerungen von EZB-Chef Mario Draghi zur Rettung des Euro kommentiert. «Heil Angela», heißt es auf der Titelseite unter einem Foto.
«Viertes Reich»
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Das Titelblatt der italienischen Zeitung «Il Giornale» vom 03.08.2012. Foto: Karl-Josef Hildenbrand
© dpa
Es zeigt die Kanzlerin, wie sie die rechte Hand hebt. «Das Nein Merkels und Deutschlands lässt uns und Europa in die Knie gehen», so «Il Giornale». Und der Leitartikel meint: «Gewonnen hat Deutschland, verloren haben Italien, Europa, der Euro.» Italien liege nicht mehr in Europa, sondern im Vierten Reich. Draghi habe sich Merkels Willen beugen müssen, gehöre somit zu den Verlierern.

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Artikel vom 03.08.2012 - 16.58 Uhr
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Leserkommentare
(04.08.2012 11:46)
Max Mustermann
Europa ohne die Schwachen
Was will man auch anderes erwarten, wenn ein Blatt aus dem Hause Berlusconi kommt? Der Mann verfügt über keinerlei Anstand und Ehre und folglich spiegelt sich das auch in den von ihm kontrollierten Medien wider. Würden Länder wie Griechenland, Spanien und auch Italien sich etwas darum bemühen sich an die Verträge zu halten und auch ihre Haushalte in ordnung zu bringen bräuchte man die ganze Diskussion nicht. Deutschland opfert sich hier um Europas und des Euros Willen auf und bekommt es nicht gedankt. Ich selbst bin ein klarer Befürworter des Euro, aber er kann nicht funktionieren, wenn extrem unterschiedlich starke Wirtschaften in einem Währungsraum zusammengefasst werden. Einzige Möglichkeit: Jeden der einfach zu schwach dafür ist rauswerfen und aufnehmen, wenn er es wieder zu wirtschaftlicher Stärke schafft. Was meint man denn, warum es vorher schwankende Wechselkurse gab?
(04.08.2012 09:14)
Lux
Annahmen
Die Befürchtungen des Blattes sind nicht unbegründet. Ein zukünftiges Vereintes Europa ist durchaus als Neuauflage des Römischen Reiches zu sehen. Nicht umsonst bilden die Römischen Verträge die Grundlage, und es ist kein Zufall, dass diese Verträge in Rom unterzeichnet wurden. Dass Deutschland eine führende Rolle spielen wird ist nicht verwunderlich. Wie es diese Rolle allerdings ausfüllt, bleibt der Fantasie überlassen. Unterstellt man aber Deutschland, dass es in vielem dem Assyrischen Reich der Antike ähnelt und dann die Geschichte dieses Reiches einmal näher unter die Lupe nimmt, kann man erahnen wohin die Reise geht und wie sie enden wird. Wie auch immer. Das IV.Reich/Vereintes Europa ist bereits weiter vorangeschritten, als mancher ahnt. Eine Umkehr ist nicht mehr möglich! Ein Land, das drittgrößter Waffenexporteur der Welt ist, kann seine Herkunft und seine Absichten nicht für immer verschleiern.
(03.08.2012 21:02)
bla
Neid
ist die höchste Form der Bewunderung!
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