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Allendorf (Lumda): Raubmord aufgeklärt

Artikel vom 20.03.2010 - 03.00 Uhr

Allendorf (Lumda): Raubmord aufgeklärt

Allendorf/Lumda (mb/pm). Der entsetzliche Raubmord an der damals 68-jährigen alleinstehenden Rentnerin Katharine Münch aus der Treiser Straße in Allendorf/Lumda steht nach 14 Jahren offenbar vor der Aufklärung.
So sah vor 14 Jahren das Haus an der Treiser Straße in Allendorf/Lumda aus, in dem die Rentnerin Katharine Münch am 26. Februar
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So sah vor 14 Jahren das Haus an der Treiser Straße in Allendorf/Lumda aus, in dem die Rentnerin Katharine Münch am 26. Februar 1996 ermordet wurde. Zwei der Tat verdächtige Männer aus dem Kreisgebiet wurden in Untersuchungshaft genommen. (Foto: Archiv)
Zwei tatverdächtige Männer aus dem Landkreis Gießen wurden in Untersuchungshaft genommen. Das Polizeipräsidium Mittelhessen und die Staatsanwaltschaft Gießen gaben dazu am frühen Freitagnachmittag eine gemeinsame Pressemitteilung heraus. Katharine Münch war am 26. Februar 1996 von Nachbarn tot im ihrem Haus gefunden worden.

Am Morgen des 26. Februar 1996 war Nachbarn der 68-jährigen Katharine Münch gegen 9.20 Uhr aufgefallen, dass die Rollläden an ihrem Haus noch geschlossen waren und dass sich die Tageszeitung, die sie immer früh hereinholte, noch im Briefkasten befand. Die Rentnerin hatte Nachbarn für Notfälle einen Hausschlüssel gegeben. Er wurde benutzt, um in das Haus zu gelangen.Katharine Münch wurde mit schwersten Verletzungen am Kopf und am Oberkörper tot gefunden. Die angeordnete Obduktion ergab wenig später, dass die Rentnerin erwürgt worden war. Sofort bestand der Verdacht, dass sie einem Raubmord zum Opfer gefallen sein könnte. Mehrere Zimmer des Hauses waren offensichtlich durchsucht worden. Von einem oder mehreren Tätern fehlte jede Spur.

Um des oder der Täter habhaft zu werden, setzten umfangreiche Ermittlungen ein. Die Spurensicherungsgruppe des Landeskriminalamtes wurde eingeschaltet; die Kriminalpolizei bildete eine Sonderkommission »Katharine Münch«. Die Öffentlichkeit wurde immer wieder um Unterstützung der Ermittlungen gebeten und zudem ein Hinweistelefon geschaltet. Flugblätter wurden verteilt. Hoffnungen richteten sich zeitweise darauf, dass ein sehr auffälliges Feuerzeug zur Aufklärung des Mordes beitragen könnte. Anfang April 1996 wurde ein junger Mann aus Allendorf/Lumda festgenommen, der mit dem Feuerzeug in Verbindung gebracht worden war. Alle Verdachtsmomente gegen ihn wurden aber ausgeräumt.

Zahlreiche Hinweise und die intensive Ermittlungsarbeit führten nicht zur Aufklärung des schrecklichen Verbrechens, das die Bevölkerung von Allendorf/Lumda und Umgebung über Wochen und Monate beschäftigte und entsetzte. Niemand konnte eine Erklärung dafür finden, warum dem Leben der 68-jährigen Rentnerin gewaltsam ein Ende gesetzt worden war.

Wie die Polizei und die Staatsanwaltschaft am frühen Freitagnachmittag in ihrer gemeinsamen Presseerklärung mitteilten, war – nach knapp 14 Jahren – zu Anfang dieses Jahres bei der Polizei in Gießen erneut ein Hinweis eingegangen, der aus dem weiteren Umfeld der beiden nun dringend verdächtigen Männer stammen soll. Sofort wurden die Ermittlungen wieder aufgenommen. Umfangreiche Nachforschungen, intensive Untersuchungen und weitere polizeiliche und juristische Maßnahmen begannen erneut. Der Verdacht gegen zwei Männer, die der Polizei bereits wegen anderer Delikte bekannt geworden waren, erhärtete sich von Tag zu Tag.



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