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»Wir wollen ihr Tun an die große Glocke hängen«

Artikel vom 09.10.2009 - 20.57 Uhr

»Wir wollen ihr Tun an die große Glocke hängen«

Vogelsbergkreis (ks). Das Bündnis für Familie hat am Donnerstag in Lauterbach Urkunden an vier Firmen und eine Gemeindeverwaltung verliehen. Sie zeichnen sich durch besondere Familienfreundlichkeit aus, so Landrat Rudolf Marx in seiner Ansprache im Kreishaus.
Die fünf Preisträger des Wettbewerbs »Zukunft Familie« wurden jetzt Landratsamt ausgezeichnet. Geld gibt es zwar keines, dafür k
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Die fünf Preisträger des Wettbewerbs »Zukunft Familie« wurden jetzt Landratsamt ausgezeichnet. Geld gibt es zwar keines, dafür können sich Firmen und eine Gemeindeverwaltung eine Urkunde aufhängen, die ihre Familienfreundlichkeit bescheinigt. (Foto: ks)
Der Wettbewerb »Zukunft Familie - Familienunterstützende Maßnahmen am Arbeitsplatz« wurde im Mai gestartet. Dabei ging es darum, praktische Möglichkeiten im Alltag aufzuspüren und dies beispielhaft kundzutun. »Viele Firmen meinen, sie bräuchten ihre Aktivitäten in dieser Hinsicht nicht an die große Glocke hängen, doch genau das wollen wir heute tun«, so Andrea Ortstadt von Vogelsberg Consult, welche den Wettbewerb begleitete.

Landrat Marx bedankte sich bei den Firmen, die mitgemacht haben. »Denn hier geht es um Demografiepolitik, um Wirtschaftsförderung und damit um Standortpolitik.« Als Landkreis familienfreundlich sein, da stelle sich auch die Frage, wie die Balance zwischen Arbeitswelt und Familien gelingt. Dabei gehe es um Möglichkeiten der Kinderbetreuung genauso wie um die Möglichkeit, die eigenen Eltern, wenn sie alt und gebrechlich sind, zu versorgen. Marx erwähnte die enge Zusammenarbeit mit der IHK und den Handwerkskammer, die beide zu den Gründungsmitgliedern des Vogelsberger Bündnisses für Familie zählen.

Andrea Ortstadt, Projektmanagerin bei Vogelsberg Consult, und im Bündnis für Familie engagiert, stellte die Preisträger VR Bank HessenLand und Gemeinschaft Altenschlirf vor. Die Gemeinschaft Altenschlirf (158 Beschäftigte, davon 110 Frauen) zeichne sich durch ihre individuellen Arbeitszeitmodelle aus, durch flexible Elternzeitmöglichkeiten, einen Kindergartenzuschuss bis 100 Euro und dadurch, dass Kinder zur Arbeit mitgebracht werden können. Darüber hinaus kann die Pflege von Angehörigen individuell vereinbart werden.

Bei der VR Bank HessenLand (410 Mitarbeiter, davon 242 Frauen) wurde neben anderen Bemühungen als beispielhaft die »Work-Life-Balance-Projektgruppe« hervorgehoben, das regelmäßige Eltern-Café, Angebote zur Weiterbildung in Elternzeit und etliches mehr.

Manfred Weber, stellvertretender Leiter der Geschäftsstelle Mittelhessen der Handwerkskammer Wiesbaden, stellte die Preisträger Gemeinde Grebenhain und Hartmann Spezialkarosserien Alsfeld vor. Die Gemeinde Grebenhain (56 Beschäftigte, davon 35 Frauen) zeichne sich durch flexible Arbeitszeiten, Teilzeitmodelle, Heimarbeit, Fortbildung in der Elternzeit und weitere vielfältige Rücksichtnahmen auf familiäre Belange aus. Bei Hartmann Spezialkarosserien (99 Beschäftigte, davon zwölf Frauen) betonte er die individuell möglichen Arbeitszeitmodelle, die Rücksichtnahme auf familiäre Verpflichtungen sowie weitere Angebote rund um die Vereinbarkeit von Familie und Berufe.

Dr. Manfred Felske-Zech von der IHK Gießen-Friedberg stellte Sport-Riegel aus Lauterbach vor (fünf Beschäftigte, davon vier Frauen), wo intensiv auf familiäre Belange Rücksicht genommen werde, so dürften Kinder ins Geschäft mitgebracht werden. Stellvertretend in Empfang nahmen die Urkunden Christina Badmann und Horst Türke (Gemeinschaft Altenschlirf), Bürgermeister Manfred Dickert (Grebenhain), Esther Stein (Hartmann Alsfeld), Nadine Hahn und Eveline Heck (Sport-Riegel) sowie Gabi Schäfer-Langohr, Katrin Heipel, Stefan Wettengel und Ulrich Jäger (VR Bank HessenLand).

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Artikel vom 09.10.2009 - 20.57 Uhr
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