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Weitere 330 000 Euro für Bioenergie-Region

Artikel vom 03.08.2012 - 18.22 Uhr

Weitere 330 000 Euro für Bioenergie-Region

Gießen/Heuchelheim (mlu). Wie Landrätin Anita Schneider am Donnerstag in einer Pressekonferenz mitteilte, wurde die Bioenergie-Region Mittelhessen in die zweite Förderphase des Bundeswettbewerbs aufgenommen. Während bislang Netzwerke geschaffen und Projekte konzipiert wurden, sollen diese nun realisiert werden.

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(v.l.) Peter Momper, Anette Kurth ( (Beide AC Consult & Engineering GmbH), Landrätin Anita Schneider, Gerhard Schmidt (Mitglied der Regionalversammlung Mittelhessen), Gabriele Gotthard und Dr. Manfred Felske-Zech (beide Kreisstabsstelle Wirtschafts- und Tourismusförderung). (Foto: mlu)
Vor vier Jahren wurde vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz der Wettbewerb »Bioenergie-Regionen« ausgelobt, um im Rahmen von Energiewende und Klimaschutz regionale Entwicklungsstrategien für die Nutzung des Energieträgers Biomasse zu fördern. Seit 2009 wurden in einer dreijährigen Förderphase 25 ausgewählte Regionen mit bis zu 400 000 Euro für die Umsetzung ihrer Konzepte bezuschusst. Eine davon war in Mittelhessen der Zusammenschluss der Leader-Regionen Gießener Land und Vogelsberg plus Institut für ländliche Strukturforschung an der Frankfurter Goethe-Universität. Projektträger ist die AC Consult & Engineering GmbH in Heuchelheim, in deren Räumlichkeiten Landrätin Anita Schneider am Donnerstag mitteilte, dass das Projekt bei einem Gesamtbudget in Höhe von 513 000 nunmehr für weitere drei Jahre mit 330 000 Euro gefördert wird.

Je 75 000 Euro steuern die Kreise Gießen und Vogelsberg bei. Mit von der Partie ist in der zweiten Förderphase der Landkreis Marburg-Biedenkopf mit rund 35 000 Euro. Wie Peter Momper, der Projektleiter und Geschäftsführer der AC Consult & Engineering GmbH, erklärte, war das Finden einer Zwillingsregion, mithin die Erweiterung der Kofinanzierung, eine Voraussetzung zur Bewerbung bei der Neuausschreibung. Bis 2015 werden nur noch 21 Regionen gefördert, darunter Hersfeld-Rotenburg/Schwalm-Eder.

Regionale Wertschöpfungsketten



Bislang wurden in der Bioenergie-Region Mittelhessen Projektpartnerschaften mit Unternehmen, Hochschulen sowie Vertretern aus Landwirtschaft, Politik und Gesellschaft geschlossen und somit »regionale Wertschöpfungsketten« initiiert. Überdies werden neuartige Biobrennstoffe und Technologien zur Verwertung landwirtschaftlicher Reststoffe wie Gras-Schnitt erprobt.

In der zweiten Förderphase gelte es, die auf angestoßenen Projekte mit den Netzwerkpartnern zu realisieren, erläuterte Schneider. Über den Beitritt des Kreises Marburg-Biedenkopf als »Zwillingsregion« zeigte sie sich besonders erfreut, zumal die Energiewende die regionale Kooperation erfordere und nur durch »systematische Zusammenarbeit« gelingen könne: »Im Kreis Marburg-Biedenkopf gibt es viele innovative Projekte, von denen wir bezüglich der Energiewende und des Klimaschutzes viel lernen können.«

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Der Wertschöpfungsfaktor Biomasse bleibt im Gießener Land auf der Agenda.
Zuständig für regionale Energiepolitik innerhalb der Kreis-Stabsstelle Wirtschaftsförderung, betonte Dr. Manfred Felske-Zech, dass im Zusammenhang der Energiewende viel über Strom, doch kaum über Wärme gesprochen werde, obschon im Kreis Gießen 50 Prozent des gesamten Öl- und Gasverbrauchs der Wärmeerzeugung geschuldet seien. Vor diesem Hintergrund sei es unerlässlich, die regionalen Potenziale für Energiegewinn aus Biomasse auszuschöpfen, vor allem, weil aus Biomasse erzeugte Energie »grundlast- und speicherfähig« sei.



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Artikel vom 03.08.2012 - 18.22 Uhr
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