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»Wachmann-Affäre« schadet der Keltenwelt

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Artikel vom 17.05.2011 - 15.00 Uhr

»Wachmann-Affäre« schadet der Keltenwelt

Glauburg (sax). Quer durch die Medien wird nur noch über die Neonazis in SA-ähnlichen Uniformen gesprochen, die die Statue des Keltenfürsten bei der Eröffnung bewachten. Vom Museum Keltenwelt am Glauberg selbst ist kaum die Rede.

Werner Erk, Vorsitzender des Heimat- und Geschichtsvereins Glauberg, der die ersten Spuren der keltischen Funde entdeckte, berichtet von einer gewissen Ironie in der jetzigen Affäre, die immer mehr auch die Museumsleitung durch Katharina von Kurzynski in Frage stellt.

Ausgerechnet die Leiterin, die offenbar die Leugnung des Holocaust durch einen Mitarbeiter des Wachpersonals nicht einer Anzeige wert hielt, habe dem Heimat- und Geschichtsverein seine Keltenlager untersagt, »weil sich da Nazis drunter mischen könnten«, berichtet Erk. Die Museumsleiterin habe angeordnet, »dass alles zu unterlassen wäre, was irgendwie die Naziszene stärkt.« Er ärgert sich, »dass unsere Keltengruppen mit denen in einen Topf geworfen werden.«

»Eine reine Erfindung«

Die Nähe der Neonazis zur Szene der Menschen, die sich in ihrer Freizeit mit den Kelten beschäftigen, ist für Erk dabei zumindest am Glauberg nicht gegeben. »Das ist eine reine Erfindung der Bild-Zeitung.« Tatsächlich habe sich bei einem Keltentreffen am Niederrhein ein Mann mit nacktem Oberkörper gezeigt. In die Haut habe er sich den SS-Wahlspruch »unsere Ehre heißt Treue« tätowieren lassen.

Auf dem Glauberg selbst hätten weder er noch Walter Gasche, der ebenfalls Vereinsmitglied und am Glauberg aktiv ist, entsprechende Tendenzen beobachtet.

Die Nationalsozialisten selbst hätten an den Kelten wenig Interesse gehabt. »Das Germanische war gefragt bei den Nazis.« Die Kelten seien als Gallier die Vorfahren des Erbfeinds, der Franzosen gewesen.

Dass die Nationalsozialisten zwar Heinrich Richter auf Initiative des Büdinger Geschichtsvereins und archäologischer Institute am Glauberg graben ließen, aber die Arbeiten noch vor dem Kriegsbeginn einstellten, dokumentiere das mangelnde Interesse an den keltischen Funden.



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Artikel vom 17.05.2011 - 15.00 Uhr
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Leserkommentare
(19.05.2011 00:10)
Gracchus
Keltenwelt ?
hesse , hinter die Farbe von SCH...... mußt du schon selber kommen. Ich werd's dir nicht verraten.
Wer hat eigentlich diese Sch....farbene architektonische Mißgeburt verbrochen ? Die alten Kelten würden sich bei diesem Anblick sehr wahrscheinlich mit Grausen abwenden und, wie ich, die Flucht ergreifen !
(17.05.2011 16:21)
hesse
Farbenlehre
Braun, das ist doch die Farbe von SCH....., oder?
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