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Tobias Wessel verbreitet familiäre Atmosphäre

Artikel vom 30.07.2010 - 19.00 Uhr

Tobias Wessel verbreitet familiäre Atmosphäre

Es wird langsam dunkel draußen, die ersten Kerzen auf den Tischen flackern und es ist fast jeder Hocker im »Irish Pub« besetzt, als Tobias Wessel seinen Soundcheck mit dem Song »Eve of destruction« beendet.
Tobias Wessel (r.) hat sich für seinen Auftritt im Irish Pub Verstärkung besorgt: den Bassisten Martin Hering-Pownall.	(Foto: Ar
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Tobias Wessel (r.) hat sich für seinen Auftritt im Irish Pub Verstärkung besorgt: den Bassisten Martin Hering-Pownall. (Foto: Arend)
Es ist Donnerstagabend, und er steht zum ersten Mal in einer neuen Duo-Konstellation auf der Bühne. Diesmal nicht gesanglich begleitet von Susanne Schulte-Lindhorst, sondern mit Unterstützung am Bass von Martin Hering-Pownall. Die beiden Gießener kennen sich seit einem Jahr, starten aber ihr Projekt noch ohne Namen.

Hering-Pownalls »Da bin ich dabei« könnte sich als zu »sperrig« erweisen, sagt Wessel mit einem Schmunzeln. Deshalb geht es los mit den Beatles und »Bad moon rising« vom Creedence Clearwater Revival. Wessel will nicht das Publikum überdröhnen, wie er selbst sagt, sondern ihm die Möglichkeit geben, sich zu unterhalten. Doch die meisten Zuhören lauschen andächtig oder formen ihre Lippen zu den Texten der Songs.

Der Berufsmusiker Wessel und der Englisch- und Musiklehrer Hering-Pownall, der außerdem bei Grey-ghost spielt, fesseln nicht nur musikalisch, sondern auch mit ihrer humorigen Art. Spätestens beim »Summertime blues« kommt das beeindruckende Stimmvolumen Wessels zum Tragen. Nach einem Johnny-Cash-Stück und »Paint it black« von den Stones geht es in die erste Pause, in der sich die Musiker unters Publikum mischen. Wenn man nicht schon längst in den Bann gezogen wurde, schafft es spätestens diese familiäre Atmosphäre.

Neil Young, die Monkeys, Eric Clapton und Joe Cocker bilden den Auftakt für den zweiten Teil. Bei »Honky tonk women« begibt sich kurz vor Mitternacht das erste Paar auf die Tanzfläche. Unerwartet teilt Wessel mit: »Für mich ist das vom Text her wie ein Hippie-Lied« und spielt »She’s the one« von Robbie Williams. Schließlich kommen die Rock- und Mundharmonika-Fans noch auf ihre Kosten. Nach dem »Jailhouse Rock« lässt das mittlerweile verjüngte Publikum die beiden Musiker vor Zugaberufen kaum von der Bühne. Wessel und Pownall spielen ihre eigenen Lieblingslieder - und dieser Spaß steckt an. Nächste Möglichkeit, das Duo live zu erleben, ist im August auf dem Stadtfest. Irina Arend

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Artikel vom 30.07.2010 - 19.00 Uhr
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