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Streit um Erfassung von Verpackungen beendet

Artikel vom 10.12.2009 - 18.16 Uhr

Streit um Erfassung von Verpackungen beendet

Gießen (pm). Für die Bürgerinnen und Bürger in der Stadt Gießen und im Landkreis Gießen soll es ab 2011 erstmals die Wahl zwischen Gelber Tonne und Gelbem Sack zur Einsammlung gebrauchter Verkaufsverpackungen geben. Damit soll ein Schlussstrich unter die lang andauernden Querelen um die Erfassung der Verpackungsabfälle im Landkreis Gießen gezogen werden. Das teilten die Duales System Deutschland GmbH sowie Dirk Oßwald, der Abfallwirtschaftsdezernent des Landkreises Gießen, und sein Kollege aus der Stadtverwaltung Gießen, Stadtrat Thomas Rausch, gestern in einer gemeinsamen Presseerklärung mit.
Gebrauchte Verpackungen werden bislang überwiegend via Gelbem Sack entsorgt.
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Gebrauchte Verpackungen werden bislang überwiegend via Gelbem Sack entsorgt.
Zwischen Landkreis und DSD war bisher vereinbart, Leichtverpackungen aus Metallen, Kunststoffen und Verbundstoffen mit Hilfe des Gelben Sacks einzusammeln. Einige Entsorgungsunternehmen hatten allerdings Gelbe Tonnen an die Bürger verkauft und auch entleert, ohne DSD hierüber zu informieren. Ab 1. Januar 2011 soll es nun auch offiziell die Möglichkeit geben, gebrauchte Verkaufsverpackungen wie zum Beispiel Joghurtbecher, Getränkekartons oder Konservendosen in einer Gelben Tonne zu sammeln. Allerdings müssen sich die Bürger vor dem Start für eines der beiden Systeme entscheiden.

Befragung im zweiten Halbjahr 2010

Im zweiten Halbjahr 2010 werden die Haushalte in Stadt und Kreis befragt, ob sie ab 2011 eine Gelbe Tonne wünschen oder beim bewährten System der Sacksammlung bleiben möchten. Die rund 5000 Haushalte im Landkreis, die in den vergangenen Jahren privat eine gelbe Tonne erworben haben, erhalten kostenlos ein neues bzw. zusätzliches Gefäß, sofern sie bei der Tonnensammlung bleiben wollen. Kurz vor dem Jahreswechsel werden die neuen Gelben Tonnen kostenlos ausgeliefert.

Der Abfuhrrhythmus bleibt unverändert bei vier Wochen. Nur in einzelnen Innenstadtbezirken Gießens bleibt er - ebenfalls unverändert - bei zwei Wochen. Für Großwohnanlagen ab 20 Personen besteht dann die Möglichkeit, den Verpackungsabfall in 1100-Liter-Containern zu sammeln. Auch an den bestehenden und den vier ab 2010 geplanten neuen Wertstoffhöfen im Landkreis sollen vom Jahre 2011 an Gelbe Container aufgestellt werden, damit individuelle Mehrmengen an Verpackungen - etwa nach (Weihnachts-) Feiertagen, Umzügen oder Großeinkäufen - auch für Tonnenbesitzer leichter zu entsorgen sind.

Von den 170 Standorten im Stadt- und Kreisgebiet abgezogen werden sollen indes ab 2011 die Container für die Weißblechsammlung. Die Entsorgung und Verwertung erfolgt dann auch über die Gelben Tonnen oder Säcke.

Bereits heute werden normale Verpackungsabfälle und die Weißblechdosen aus Containern in ein und demselben Fahrzeug abtransportiert. Unverändert stehen bleiben an diesen Standorten aber die verschiedenen Container für Altglas.

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Artikel vom 10.12.2009 - 18.16 Uhr
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