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Sie wissen nicht, was sie sehen

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Artikel vom 10.01.2017 - 13.04 Uhr

Sie wissen nicht, was sie sehen

Ins Kino gehen und nicht wissen, welcher Film läuft – das ist das Konzept der Sneak. Im Lumos in Nidda findet sie am Mittwoch zum 100. Mal statt. Steffen Presse, Sebastian Weiß und Joram Gornowitz öffneten vor zwei Jahren die Türen ihres Kinos – mitten in der Kleinstadt. Wurde der Mut belohnt? Wir haben Mit-Initiator Presse gefragt.

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Zum Film gehört Popcorn dazu: Steffen Presse freut sich, dass das Kino Besucher aus allen Altersklassen anlockt. (Foto: pad)
© Patrick Dehnhardt
Als das Lumos gebaut wurde, haben viele gesagt, dass das eine mutige Idee sei. Hat sich der Mut gelohnt?

Steffen Presse: Wir haben seit Februar 2015 offen. Was die Besucherzahlen und die Rückmeldungen betrifft, hat es sich gelohnt. Allerdings ist es eine Investition, die sich über 15 Jahre tragen muss, also ist es für eine Bilanz noch zu früh. Aber es ist gut angelaufen.

Statt einen Standardkinosaal hinzustellen, haben Sie viel Zeit und Liebe in die Planung der Details gesteckt. Warum?

Presse: Wir haben versucht, alles aus der Sicht der Besucher zu betrachten. Die Ränge sind etwa so steil, wie in der Commerzbank-Arena in Frankfurt. Dadurch hat man von jedem Platz perfekte Sicht auf die Leinwand, auch wenn jemand Großes vor einem sitzt. Außerdem konnte dadurch die Bildkante weiter nach unten rücken, wodurch wir mit 60 Quadratmetern eine für den Saal überdimensional große Leinwand haben.

Wann kamen Sie auf die Idee, ein Kino eröffnen zu wollen?

Presse: Wir hatten mit dem »Plan Kino« 2008 angefangen. Da haben wir drei noch studiert und im Kino als Aushilfen gearbeitet. Konkret wurde es dann 2010, ab da haben wir viel Zeit in die Planung und Konzeption gesteckt.

Und warum Nidda?

Presse: Wir waren als Kinder in Kohden im Ferienlager. Damals sind wir hier in das kleine Kino gegangen und haben »Herr der Ringe« geschaut. Bürgermeister Hans-Peter Seum suchte dann jemand, der nach dem Vorbild von Nidderau ein Kino betreibt. Es sollte die Attraktivität der Stadt erhöhen. Da haben wir uns den Standort angeschaut und mit einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft. Das Ergebnis war positiv. Außerdem schloss damals das alte Kino in Nidda.

Die Kinobesucher kommen nicht nur aus Nidda, Hungen und Lich, sondern dem ganzen Vogelsberg und der Wetterau. Weiß man da vorher immer, welche Filme hier gut laufen?



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