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»Schnelles Internet«: Kommunen in der Pflicht

Artikel vom 14.03.2010 - 12.00 Uhr

»Schnelles Internet«: Kommunen in der Pflicht

Gießen (no). Nach Monaten wieder einmal in den öffentlichen Raum drang in dieser Woche die unter dem Dach des Regionalmanagement-Vereins »Region Gießener Land« betriebene Breitbandinitiative der Städte und Gemeinden des Landkreises.
Anlass war eine Projektgruppensitzung am 25. Februar, deren Ergebnisse am Freitag vom »Gießener Land«-Vorstand mit Bürgermeister Kurt Hillgärtner (Rabenau) an der Spitze in Beschlüsse zu fassen sind. Anschließend sind die Kommunen gefordert, in ihre Infrastruktur zu investieren - in gleiche Lebensbedigungen in allen Ortsteilen. Das Regionalmanagement will fortan, wie es im Protokoll der genannten Sitzung heißt, als Ansprechpartner für gemeinsame Ausschreibungen, eventuelle Förderanträge, Anschluss von Gewerbeflächen und kommunale Gremienberatungen zur Verfügung stehe.

Erfasst sind »millimetergenaue« Trassenpläne inklusive aller Glasfaser- und Kupferleitungen sowie aller Standorte der Hauptverteiler und Kabelverzweiger, ebenso die Leerrohr-Infrastruktur. Nun braucht es kommunale Handlungskonzept mit Fokus auf die Techniken Richtfunk und Glasfaser. In kritischen Fällen könne auf WiDSL zurückgegriffen werden, hieß es. Auch eine Leerrohrausbaustrategie könne mitgeliefert werden. Vor Ort will der Verein jeweils seine aufwendigen Erhebungen vorstellen, um zu »Gremienbeschlüssen auf Basis fundierter Daten und Lösungsvorschläge« beizutragen. Hillgärtner: »Damit rückt ein sauberer Projektabschluss in greifbare Nähe.«

Heinz Bergfeld vom Institut für Regionalforschung, »Gießener Land«-Partner bei den Vorarbeiten, hatte in der Sitzung unterstrichen, »dass die Glasfasertechnik längerfristig die beste Lösung sei, da sich die Funktechnik nicht ausreichend für UMTS und Nachfolgetechniken eignet.« Für das weitere Vorgehen sei es wichtig zu wissen, welche Voraussetzungen für das Verlegen von Glasfaserkabeln gegeben sind. Die Karten ließen all dies erkennen, und Lösungsvorschläge habe man auch parat.

Abgebildet ist eine der Karten, die - in vereinfachter Darstellung und als rote Punkte - die Orte mit dem größten Handlungsbedarf in Sachen »schnelles Internet« zeigen: weniger als 1 Mbit/s Durchlass, 6 Mbit/s mindestens gelten als Maß der Dinge. (Abbildung: »Gießener Land«)

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