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Schenkung Dr. Hermann Schüling an das Oberhessische Museum

Artikel vom 10.03.2010 - 14.29 Uhr

Schenkung Dr. Hermann Schüling an das Oberhessische Museum

Gestern übergab Dr. Hermann Schüling Schüling im Alten Schloss 14 Arbeiten an Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz und Museumsdirektor Dr. Friedhelm Häring.
Dr. Hermann Schüling, Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz und Dr. Friedhelm Häring (v. r.) beim Betrachten eines Bildes.	(Fo
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Dr. Hermann Schüling, Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz und Dr. Friedhelm Häring (v. r.) beim Betrachten eines Bildes. (Foto: Schepp)
Seiner alten Wirkungsstätte als Direktor, der Universitätsbibliothek, schenkte Dr. Hermann Schüling vor einiger Zeit einen Teil seiner Privatsammlung, und nun ist das Oberhessische Museum an der Reihe. Gestern übergab Schüling im Alten Schloss 14 Arbeiten an Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz und Museumsdirektor Dr. Friedhelm Häring, die beide ihrer große Freude über die Schenkung Ausdruck gaben.

Das Museumsteam hatte eine kleine Ausstellung organisiert, bevor die Werke jetzt in den Zimmern von Restauratoren verschwinden, denn sie müssen allesamt überarbeitet werden. Da gilt es, sie auch zu reinigen, sie neu zu rahmen und die anfälligen Zeichnungen und Grafiken durch UV-Glas zu sichern. Dann allerdings sollen fast alle Arbeiten in die Sammlungen integriert werden, denn darüber waren sich alle einig, dass das meiste zur ganz großen europäischen Kunstgeschichte zählt.

OB Grabe-Bolz sprach in ihrer Rede von einem besoderen Tag, denn die Sammlungen erhielten durch die Schenkung Objekte internationalen Rangs, wobei sie hervorhob, dass alle Künstler, die zu dieser Gabe gehören, die Kunst nicht als etwas Elitäres sahen, sondern sich engagiert mit den Menschen beschäftigten. Sie gab ihrer Hoffnung Ausdruck, dass alles in restauriertem Zustand baldmöglichst den Bürgerinnen und Bürgern präsentiert werden kann.

Direktor Häring stellte daraufhin das Hinzugewonnene im Einzelnen vor, sprach von einer »polyglotten Gesellschaft«, denn neben deutschen, ja heimischen Künstlern wie etwa Heini Vetter sind es auch europäische, die das Angebot abrunden. Sein Ziel sei es stets gewesen, seinen Museumsbestand trotz der Pflicht zur Sparsamkeit in die Internationalität zu führen, das aktuelle Geschenk sei eine großartige Unterstützung für diese Aufgabe.

Besonders erwähnte Häring einen Man Ray (1890-1976) als »Knaller«, eine Zeichnung von Jean François Millet (1814-1875); HAP Grieshaber (1909-1981) ist zweifach vertreten, ebenso wie Heinrich Zille (1858-1929). Er freute sich weiter, dass James Ensor (1860-1949), Pierre Bonnard (1867-1947) und El Lissitzky (1890-1941) vertreten sind. Ein Frauenporträt von Frans Masereel (1889-1972) stufte er als außergewöhnlich ein, und erwähnte auch Karl Ortelt (1907-1972), Max Unold (1885-1964) und Heinrich Campendonk (1889-1957). hpg

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Artikel vom 10.03.2010 - 14.29 Uhr
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