Gießen (rok). Die Freibadsaison 2010 geht zu Ende. Viele Schwimmbäder sind schon zu, die meisten schließen dieses oder nächstes Wochenende. Die Bilanz der Besucherzahlen in den Bädern im Gießener Landkreis fällt so unterschiedlich aus wie das Wetter dieses Sommers.
Einige vermelden einen Zuwachs an Besuchern, andere klagen über weniger Gäste als im Vorjahr.
Erstaunlich viele Hartgesottene ließen sich die Freibadbesuche diesen Sommer trotz schlechten Wetters nicht entgehen: Die Freibäder Großen-Buseck, Lollar, Ettingshausen und Linden geben an, sogar mehr Karten als im Vorjahr verkauft zu haben. Die Zahl der Tageskarten in Großen-Buseck liegt bei 5069. Lollar hatte bereits Mitte August mehr Karten unter die Leute gebracht als in der gesamten Saison 2009. Im Ettingshausener Freibad wurden 3800 Gäste gezählt, 2009 waren es nur 3354. Und das Lindener Bad hatte dieses Jahr fast 43 000 Besucher, 2009 nur 32 000.
Die Mehrzahl der Schwimmbäder vermerkt jedoch leichte Einbrüche im Vergleich zum Vorjahr. Nach vielen heißen Tagen im Juli folgte ein nasser und kalter August, der für die Einbußen verantwortlich ist. In Grünberg wurden dieses Jahr 40 924 Badegäste gezählt, voriges Jahr waren es exakt 42 078. Auch Laubach gibt an, wetterbedingt etwas weniger Besuch als im Vorjahr zu verzeichnen, insgesamt aber innerhalb der Planung zu liegen. Im Krofdorfer Freibad gingen weniger Dauerkarten über den Ladentisch: statt 17 900 nur 16 000. Die Einzeleintritte haben sich auf Grund vieler »Schlechtwettertage« von 12 800 auf 6500 halbiert. Horst Biadala vom Trägerverein schätzt die Zahl der Gäste in Holzheim dieses Jahr auf 8000, vergangenes Jahr waren es 10 000. Da der Verein Mitgliedschaften verkauft, können keine genauen Besucherzahlen angegeben werden. Allerdings hatte das Holzheimer Freibad 2009 weniger als 900 Mitglieder, 2010 gab es einen Anstieg auf mehr als 900.
Obwohl auch das Hungener Schwimmbad mit 35 300 Badegästen dieses Jahr niedrigere Besucherzahlen als im Vorjahr (38 800) aufweist, sind die Einnahmen durch den Verkauf von mehr Rabbattierungskarten gestiegen. Insgesamt wurde die Einrichtung gut beansprucht, besonders das Frühschwimmen ab 7 Uhr morgens war regelmäßig besucht. Zum Licher Waldschwimmbad liegen bislang keine Angaben vor.
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