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Minister weihte modernes Krankenhaus ein

Artikel vom 24.04.2010 - 08.00 Uhr

Minister weihte modernes Krankenhaus ein

Lauterbach (pm). Der hessische Gesundheitsminister Jürgen Banzer (CDU) hat das Medizinische Zentrum Eichhof, das am Freitag seinen Neubau eingeweiht hat, als »Haus mit einem wegweisenden, hohen medizinischen Standard« und »absolut unverzichtbar für die Notfallversorgung der Region« bezeichnet.
Schlüsselübergabe, von links: Architekt Kirschner, Gesundheitsminister Banzer und Vorstandsvorsitzender Schäfer.
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Schlüsselübergabe, von links: Architekt Kirschner, Gesundheitsminister Banzer und Vorstandsvorsitzender Schäfer.
170 Gäste aus Politik, Gesundheitswesen und Gesellschaft waren dabei, als der 32,2 Millionen Euro teure Neubau offiziell eröffnet wurde. Minister Banzer verwies darauf, dass der Neubau die größte öffentliche Baumaßnahme in der Geschichte des Vogelsbergkreises sei. 30 Millionen Euro kamen als Zuschuss aus Wiesbaden. Das Land Hessen habe den Zuschuss gern gegeben, sagte Banzer, denn auch auf dem flachen Land müssten die Menschen die Sicherheit haben, dass sie medizinisch gut versorgt würden.

»Für die Entscheidung der Bürger, ob sie auf dem Land wohnen bleiben oder nicht, ist es entscheidend, dass sie wissen, dass es in erreichbarer Nähe gute Ärzte und ein gutes Krankenhaus gibt«, sagte Banzer. Er forderte niedergelassene Ärzte und Krankenhäuser zu noch engerer Zusammenarbeit auf. Man müsse sich darauf einstellen, dass die Kosten für das Gesundheitswesen wegen des medizinischen Fortschritts und der demografischen Entwicklung steigen.

Architekt Mathias Kirschner sagte, der Neubau ermögliche effektivere Behandlungsabläufe und bessere Versorgung der Patienten. Die Operationsabteilung mit vier OP-Sälen sei hochmodern ausgestattet. Die Notaufnahme, die Operationssäle sowie die Intensivstation seien enger miteinander verzahnt. »Der heutige Tag wird in die Annalen unserer 1877 gegründeten Stiftung eingehen«, zeigte sich Vorstandsvorsitzender Hans-Jürgen Schäfer überzeugt. Der Neubau habe viel Kraft und Nerven gekostet, aber das Ergebnis können sich sehen lassen. »Er wird vor allem gesehen durch seine auffallende und mutige Fassadenfarbgebung«, sagte Schäfer, auf die karminrote Fassade anspielend.

Die große Investition werte er als Bekenntnis der Landesregierung zum Krankenhausstandort Lauterbach und zu einer optimalen akut-medizinischen Versorgung im ländlichen Raum. Die Zukunft für Krankenhäuser wie das Medizinische Zentrum Eichhof liege in einer ausgewählten und durchdachten Zusammenarbeit in Feldern der Medizin und der Verwaltung zwischen den großen und kleinen Häusern der Region. In einem zweiten Bauabschnitt solle der Funktionstrakt komplett modernisiert werden. Das werde 21 Mio. Euro kosten. »Wir wollen zügig und schnell an den zweiten Abschnitt herangehen«, versprach Schäfer.

Der Landtagsabgeordnete Kurt Wiegel und Landrat Rudolf Marx (beide CDU) versprachen, das Krankenhaus bei seinen Bemühungen um Zuschüsse in Wiesbaden für den zweiten Bauabschnitt zu unterstützen. Wiegel nannte den Neubau »einen Meilenstein für die Region«, der die Modernität der Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum symbolisiere. »Das Werk ist Ihnen gelungen. Sie dürfen stolz darauf sein«, rief Marx der Krankenhausleitung zu. Die Krankenhäuser in Lauterbach, Alsfeld und Schotten seien nicht nur für die medizinische Versorgung und als Arbeitgeber wichtig, sondern auch für die Ausbildung junger Ärzte, die sich dann im Vogelsberg niederließen. Von einem »architektonisch hervorragend gelungenen Neubau« sprach der Lauterbacher Bürgermeister Rainer-Hans Vollmöller (CDU). Er sei stolz darauf, dass das Krankenhaus mit 600 qualifizierten Arbeitsplätzen zweitgrößter Arbeitgeber in Lauterbach sei. Für das Rote Kreuz dankte der Kreisverbandsvorsitzende, Herbsteins Bürgermeister Bernhard Ziegler (parteilos), für das harmonische Miteinander von Rettungsdiensten und Krankenhaus.

Dr. Hanns-Ulrich Wagner, Vorsitzender des Stiftungsrates, bat alle im Krankenhaus-Mitarbeiter, den guten Geist der christlichen Verpflichtung der Stiftung in gute Arbeit, menschliche Zuwendung zu den Kranken und in ein freundliches Miteinander umzusetzen. Dekan Stefan Klaffehn und Ehrendomkapitular Pfarrer Heinrich Schäfer spendeten Mitarbeitern und Patienten kirchlichen Segen. Umrahmt wurde die Feier von der Lauterbacher Jugendkantorei.

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Artikel vom 24.04.2010 - 08.00 Uhr
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