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Kreis erfolgreich mit Betreuung Arbeitsloser

Artikel vom 04.03.2010 - 21.27 Uhr

Kreis erfolgreich mit Betreuung Arbeitsloser

Vogelsbergkreis (ks). Die Bilanz kann sich sehen lassen: Nach fünf Jahren Betreuung von arbeitslosen Menschen hat sich der Vogelsbergkreis hessenweit den vierten Platz erobert, was die sogenannte »Abgangsrate« angeht.
Landrat Rudolf Marx und Amtsleiter Werner Köhler (links) stellten mit ihrem Team der KVA die Bilanz vor. 	(Foto: ks)
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Landrat Rudolf Marx und Amtsleiter Werner Köhler (links) stellten mit ihrem Team der KVA die Bilanz vor. (Foto: ks)
Will heißen: Die Menschen finden einen Job auf dem ersten Arbeitsmarkt, sie bekommen einen Ausbildungsplatz, gehen weiter zur Schule oder qualifizieren sich in Bildungsangeboten weiter.

Einige nehmen auch die sogenannte 58er-Regelung in Anspruch und scheiden früher aus dem Arbeitsleben aus. Landrat Rudolf Marx zeigte sich am Donnerstag bei einem Pressegespräch entsprechend zufrieden mit der Arbeit seiner Mannschaft von der Kommunalen Vermittlungsagentur, die aus 80 Personen besteht (nicht alles Vollzeitstellen). Jetzt hofft man, auch nach Ablauf dieses Jahres weiter machen zu können. 4552 erwerbsfähige Hilfebedürftige wurden Ende 2009 im Kreis gezählt, 2007 waren es noch über 5000. Darunter sind 2313 (51%) Arbeitslose, die ALG II (»Hartz IV«) bekommen, 581 Teilnehmer an Maßnahmen (13%) und 1658 sogenannte »nicht zu Aktivierende« (36%) wie Kranke oder Leute, die bald aufgrund der 58er-Regelung in Rente gehen können, auch 1150 »Aufstocker«, die eine Arbeit haben, aber zusätzlich Leistungen des Staates beziehen müssen, gehören dazu. Dazu zählen ferner 400 Schüler. »Nicht aktivierbar« sind also tatsächlich nur ganz wenige Menschen mit erheblichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Arbeitslose Hartz-IV-Bezieher waren es Ende 2009 rund 2400, 2007 waren es über 3000. 3300 Bedarfsgemeinschaften gibt es im Vogelsbergkreis, in denen mit Kindern 6350 Personen leben.

Pro Monat gibt es rund 300 Zu- und Abgänge bei den Hilfebedürftigen. »Das zeigt, das wir nicht einfach nur den Bestand verwalten«, so Ulrich Schäfer. Es sei »viel Bewegung drin.« Kathrin Nollau schilderte ein gutes Beispiel, wie Vermittlung funktionieren kann. Hier wurde einer alleinerziehenden Mutter über Weiterqualifizierung und Praktika eine Dreiviertelstelle als Alltagsbegleiterin vermittelt. Gerade Alleinerziehende brauchen oft besondere Betreuung, zu Hemmnissen wie fehlender Kinderbetreuung kämen nicht selten finanzielle und psychische Probleme oder Erziehungsschwierigkeiten. Sie stellen rund 21% im Bereich der »verfestigten Arbeitslosigkeit.« Insgesamt befinden sich rund 25 bis 30 Prozent Menschen seit einigen Jahren in diesem Bereich, wo sich nichts tut, oft Alleinerziehende mit kleinen Kindern.

Yvonne Jordan schilderte die Betreuung junger Leute, rund 900 sind es im Alter zwischen 15 und 24 Jahren. Sie erhalten Hilfe bei Berufsorientierung, Bewerbung und Lehrstellensuche, falls nötig auch bei psychischen oder Sucht-Problemen.

Hans-Ulrich Merle meinte, »das Leben ist bunt und so bunt müssen unsere Angebote sein.« So wird versucht, nach Bedarf und persönlichen Kompetenzen den Wiedereinstieg zu fördern - ob über den Lkw-Führerschein oder indem man Männer uund Frauen zu Integrationshelfern ausbildet, die vom DRK bei der Betreuung von Behinderten eingesetzt werden.

Harald Raschel berichtete, man stehe mit den rund 2000 Firmen im Kreis ständig in Kontakt. 2009 seien 853 Menschen in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse vermittelt worden. Amtsleiter Werner Köhler lobte denn auch seine Mitarbeiter für gute Arbeit, aber auch den Landrat, »der uns viel Entscheidungsfreiheit lässt.« Man hofft jetzt und geht davon aus, auch nach Ablauf diesen Jahres als Optionskommune weitermachen zu können.

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Artikel vom 04.03.2010 - 21.27 Uhr
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